Hauptmenü öffnen

Cyril Schäublin (* 16. November 1984 in Zürich) ist ein Schweizer Filmemacher und Künstler.

Cyril Schäublin im August 2017 bei der Uraufführung von Dene wos guet geit in Locarno mit Carlo Chatrian

LebenBearbeiten

Cyril Schäublin, Nachkomme einer Uhrmacher-Arbeiterfamilie aus dem Schweizer Jura, ist in Zürich aufgewachsen. Im Alter von elf Jahren begann er erste Filme zu drehen. Nach dem Gymnasium zog er nach China und lebte von 2004 bis 2006 in Peking, wo er Mandarin an der Zhongxi Universität in Peking studierte und auf verschiedenen chinesischen Filmproduktionen als Assistent arbeitete. 2006–2012 Studium der Filmregie an der Deutschen Film und Fernsehakademie Berlin (DFFB), 2009 erfolgte ein Austauschjahr in Paris. An der DFFB war er ein Student von Lav Diaz und James Benning und realisierte zahlreiche Kurzfilme. 2017 gründete er die Produktionsfirma Seeland Filmproduktion GmbH in Zürich, benannt nach der Novelle Seeland von Robert Walser. Er ist Mitglied der Europäischen Filmakademie und der Schweizer Filmakademie.

WerkBearbeiten

Schäublins Kurzfilme wurden weltweit auf zahlreichen Filmfestivals aufgeführt. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er insbesondere durch seinen Debütfilm Dene wos guet geit, welcher Hauptpreise an den Filmfestivals in Locarno und Edinburgh gewann und für den Europäischen Filmpreis 2018 nominiert wurde. Die US-Premiere fand 2018 im Museum of Modern Art in New York im Rahmen des 47. New Directors / New Films Film Festival statt. Dene wos guet geit wurde international mehrfach ausgezeichnet und erhielt weltweit positive Kritiken. 2018 gewann Dene wos guet geit den Zürcher Filmpreis. Seine Arbeiten wurden zudem in Galerien und Museen, u. a. im Palais de Tokyo in Paris, MoMA (New York), Pera Museum in Istanbul, Kunsthaus Graz und im HKW in Berlin ausgestellt. Sein Werk beinhaltet neben Filmen auch Zeichnungen, Texte und Fotografien.

AuszeichnungenBearbeiten

Dene wos guet geit:[1]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

  • 2003: Das Licht der Maschine (35 min)
  • 2005: Zhi Nan Zhen (6 min)
  • 2006: Thanatos (2 min)
  • 2007: Mein Bruder, der Rabe (12 min)
  • 2009: Lenny (17 min)
  • 2013: Modern Times (7 min)
  • 2013: Public Library (8 min)
  • 2017: Dene wos guet geit (71 min)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Cyril Schäublin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dene wos guet geit – Awards. In: IMDb. Abgerufen am 17. Februar 2019.