Christian Heidrich

deutscher Theologe

Christian Heidrich (* 3. Juli 1960 in Bierawa, Polen) ist ein deutscher Theologe, Publizist und Übersetzer aus dem Polnischen.

LebenBearbeiten

Nach einem Studium der Philosophie und Theologie arbeitete Christian Heidrich in der Seelsorge der katholischen Kirche und promovierte 1994 zum Dr. theol. mit der Arbeit „Leszek Kołakowski zwischen Skepsis und Mystik“. Diese Arbeit wurde an der Universität Freiburg i.Br. mit dem Bernhard-Welte-Preis ausgezeichnet. Bereits zwei Jahre zuvor legte er im Zusammenhang eines Kardinal-Bertram-Stipendiums die großangelegte Studie „Carlo Bayer. Ein Römer aus Schlesien und Pionier der Caritas Internationalis“ vor. Ein zentrales Kapitel beschäftigt sich mit dem Biafra-Konflikt, bei dessen caritativer Bewältigung Bayer sehr exponiert handelte. 2002 publizierte Heidrich „Die Konvertiten. Über religiöse und politische Bekehrungen“. Anhand zahlreicher biographischer Fälle entfaltete der Autor die These, dass sich die Wertigkeit einer Konversion letztlich nur an ihren Auswirkungen, an ihren „Früchten“ (vgl. Mt. 7,16), erkennen lässt. Das Werk wurde in zahlreichen Publikationen im In- und Ausland rezensiert. 2006 erschien ein Auswahlband seiner biblischen Meditationen „Auf der Suche nach der Glut. Essays zum Evangelium“.

Heidrich arbeitet mit den Zeitschriften Christ in der Gegenwart, Sinn und Form und Akzente zusammen. Außerdem übersetzt er Gedichte aus dem Polnischen, insbesondere von Czesław Miłosz. Seit 2001 unterrichtet er auch katholische Religion am Leibniz-Gymnasium in Östringen.

WerkeBearbeiten

WeblinksBearbeiten