Uwe Justus Wenzel

deutscher Philosoph und Journalist

Uwe Justus Wenzel (* 1959 bei Kassel[1]) ist ein deutscher Philosoph und Journalist.

LebenBearbeiten

Wenzel studierte Philosophie, Soziologie, Politik-, Religions- und Rechtswissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen und an der Freien Universität Berlin, wo er 1991 mit einer Arbeit über Immanuel Kant promoviert wurde. Von 1991 bis 1998 war er am Philosophischen Seminar der Universität Basel in Lehre und Forschung tätig. Seit 1989 ist er Autor der NZZ, seit 1995 der für Geisteswissenschaften zuständige Redakteur im Feuilleton.[1] Im September 2017 wurde bekannt, dass sich die NZZ von ihm trennen wird.[2]

Von 1994 bis 1999 war Wenzel Präsident der Philosophischen Gesellschaft Basel.[3] Er war bis 2008 Mitglied im Kuratorium des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte. Von 2007[4] bis 2009[5] war er in der Jury des Preises der Leipziger Buchmesse. Er ist Mitglied in der Jury des Sachbuchs des Monats der Süddeutschen Zeitung und des Norddeutschen Rundfunks. Seit 2010 ist er Mitglied des Vorstandes der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW).[1]

Zudem ist er seit 2004 tätig als Lehrbeauftragter an der ETH Zürich im Bereich Philosophie und Geschichte des Wissens.[3]

2004 zeichnete ihn die SAGW mit dem Medienpreis «Goldene Brille» aus.[3]

SchriftenBearbeiten

Als Autor
  • Anthroponomie. Kants Archäologie der Autonomie. Akademie, Berlin 1992, ISBN 3-05-002350-3 (Dissertation, FU Berlin, 1991).
Als Herausgeber
  • Vom Ersten und Letzten. Positionen der Metaphysik in der Gegenwartsphilosophie. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-596-13612-1.
  • mit Joachim Schulte: Was ist ein philosophisches Problem? Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-596-14931-2.
  • Der kritische Blick: Über intellektuelle Tätigkeiten und Tugenden. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-596-15332-8.
  • mit Gerhard Schwarz: Lust und Last des Liberalismus: Philosophische und ökonomische Perspektiven. Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2006, ISBN 3-03823-249-1.
  • Was ist eine gute Religion? Zwanzig Antworten. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-56226-6.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Uwe Justus Wenzel (ujw.) auf der Website der Neuen Zürcher Zeitung vom 13. April 2017, abgerufen am 25. September 2017.
  2. Edith Hollenstein: Uwe Justus Wenzel geht nach 22 Jahren. In: persoenlich.com vom 24. September 2017.
  3. a b c Uwe Justus Wenzel in Jury des Preises der Leipziger Buchmesse 2009, abgerufen am 20. Oktober 2013. (Archiv-Version).
  4. «Preis der Leipziger Buchmesse 2007»: Die Jury ist komplett, Website zum Preis der Leipziger Buchmesse, abgerufen am 20. Oktober 2013. (Archiv-Version).
  5. Neue Mitglieder: Verena Auffermann übernimmt Juryvorsitz für Preis der Leipziger Buchmesse, boersenblatt.de, 22. Juli 2009, abgerufen am 20. Oktober 2013.