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Cenk İldem, 2016

Cenk İldem (* 5. Januar 1986 in Şişli, Provinz Istanbul) ist ein türkischer Ringer. Er gewann bei der Europameisterschaft 2010 und bei der Weltmeisterschaft 2011 jeweils eine Bronzemedaille im griechisch-römischen Stil im Halbschwergewicht.

WerdegangBearbeiten

Cenk İldem begann als Jugendlicher in Şişli im Jahre 1996 mit dem Ringen. Sein Trainer ist seit dieser Zeit sein Vater Huseyin İldem, selbst ein ehemaliger Ringer. Jetzt gehört er dem Sportclub Büyüksehir Belediyespor Istanbul an. Er konzentriert sich auf den griechisch-römischen Stil und ringt im Halbschwergewicht. Cenk İldem besuchte eine Universität und ist Lehrer.

Seine internationale Ringerkarriere begann er im Mai 2005, als er bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Vilnius im Mittelgewicht den 8. Platz belegte. Bereits einen Monat später wurde er dann in Wrocław Junioren-Europameister im Mittelgewicht vor Adlan Bisojew, Russland, Jan Fischer, Deutschland und Timofei Dseinitschenko, Weißrussland. Außergewöhnlich erfolgreich war er auch im Jahre 2006, denn er wurde zunächst in Szombathely Junioren-Europameister vor Artur Schalinjan, Armenien und in Guatemala-Stadt auch Junioren-Weltmeister vor Jan Fischer, Dawit Karchawa, Georgien und Oleg Schokalow, Russland, jeweils im Mittelgewicht.

Bei den Senioren benötigte Cenk İldem einige Anlaufzeit, um auch dort zu Erfolgen zu kommen. Immerhin wurde er im Jahre 2008 in Thessaloniki Universitäten-Weltmeister im Halbschwergewicht vor Balasz Kiss aus Ungarn und Ioannis Arzoumanidis, Griechenland. Im April 2010 wurde er dann bei der Europameisterschaft 2010 in Baku im Halbschwergewicht eingesetzt. Er kam dort zu Siegen über Bentsion Chundaschwili aus Georgien, Dimitri Timchenko aus der Ukraine und David Vála aus Tschechien. Im Halbfinale unterlag er gegen seinen alten Konkurrenten aus der gemeinsamen Juniorenzeit Timofei Dseinitschenko, um sich dann mit einem Sieg über Mirko Englich aus Deutschland noch eine EM-Bronzemedaille zu erkämpfen.

Der nächste Start bei einer internationalen Meisterschaft erfolgte bei der Europameisterschaft 2011 in Dortmund. Er kam dort zu Siegen über Sinisa Hogac, Kroatien und Frederik Schoen aus Schweden und unterlag dann dem in Bulgarien eingebürgerten Albaner Elis Guri. Da dieser das Finale nicht erreichte, schied er aus und kam nur auf den 8. Platz. Wesentlich besser schnitt er bei der Weltmeisterschaft 2011 in Istanbul ab. Er siegte dort über An Chang-gun, Südkorea, Balasz Kiss, Alin Alexuc-Ciurariu, Rumänien und Artur Aleksanjan, Armenien. Im Halbfinale musste er eine Niederlage gegen Jimmy Lidberg aus Schweden hinnehmen. Durch einen Sieg über Tomofei Dseinitschenko erkämpfte er sich dann aber eine WM-Bronzemedaille, verbunden mit der Startberechtigung bei den Olympischen Spielen 2012 in London.

Bei den Olympischen Spielen in London hatte Cenk İldem aber kein Losglück. Er verlor beide Kämpfe, die er bestritt, zuerst gegen Ghasem Rezaei, Iran, dem späteren Olympiasieger und gegen Artur Aleksanjan, Armenien, den späteren Olympiadritten, schied dadurch aus und belegte nur den 11. Platz.

Eine Medaille gewann er aber wieder bei der Europameisterschaft 2013 in Tiflis. Er besiegte auf dem Weg zu diesem Erfolg Villius Laurinaitis, Litauen und Nikita Melnikow, Russland, verlor gegen Artur Aleksanjan und siegte danach noch über Soso Jabidse, Georgien und Schalwa Gadabadse, Aserbaidschan.

Internationale ErfolgeBearbeiten

Jahr Platz Wettbewerb Gewichtsklasse Ergebnisse
2005 8. Junioren-WM in Vilnius Mittel Sieger: Yanarbek Kenjajew, Kirgisistan vor Ghasem Rezaei, Iran
2005 1. Junioren-EM in Wrocław Mittel vor Adlan Bisojew, Russland, Jan Fischer, Deutschland und Timofei Dseinitschenko, Weißrussland
2006 1. Junioren-EM in Szombathely Mittel vor Artur Schalinjan, Armenien, Saur Karechew, Russland und Sergei Jeroschkin, Ukraine
2006 1. Junioren-WM in Guatemala-Stadt Mittel vor Jan Fischer, Dawit Karchawa, Georgien und Oleg Schokalow, Russland
2007 10. Dan Kolow & Nikola Petrow-Memorial in Sofia Halbschwer Sieger: Kalojan Dinchew, Bulgarien vor Wassili Teplouchow, Russland
2008 1. Universitäten-WM in Thessaloniki Halbschwer vor Balasz Kiss, Ungarn, Ioannis Arzoumanidis, Griechenland und Mojtaba Kababi, Iran
2009 8. Golden-Grand-Prix in Baku Halbschwer Sieger: Rustam Totrow, Russland vor Ramas Nosadse, Georgien, Denis Mischin, Aserbaidschan und Balasz Kiss
2010 2. "Vehbi-Emre"-Memorial in Istanbul Halbschwer hinter Aslanbek Chuschtow, Russland, vor Oleg Kryoka, Ukraine und Ahmet Tacyldiz, Türkei
2010 9. Welt-Cup in Jerewan Halbschwer Sieger: Balasz Kiss vor Arman Geghamjan, Armenien, Babak Hossein Ghorbani Goldasteh, Iran und Ahmet Tacyldiz
2010 3. EM in Baku Halbschwer nach Siegen über Bentsion Chudaschwili, Georgien, Dimitri Timchenko, Ukraine und David Vála, Tschechien, einer Niederlage gegen Timofei Dseinitschenko und einem Sieg über Mirko Englich, Deutschland
2011 11. Welt-Cup in Minsk Halbschwer Sieger: Babak Hossein Ghorbai Goldasteh vor Timofei Dseinitschenko, Schalwa Gabadadse, Georgien und Rustam Totrow, Russland
2011 3. Golden-Grand-Prix in Szombathely Halbschwer hinter Jimmy Lidberg, Schweden und Ewgeni Askarow, Usbekistan, gemeinsam mit György Rizmajer, Ungarn
2011 8. EM in Dortmund Halbschwer nach Siegen über Sinisa Hogac, Kroatien und Frederik Schoen, Schweden und einer Niederlage gegen Elis Guri, Bulgarien
2011 10. Givi Kartosija & Wachtang Balawadse-Memorial in Tiflis Halbschwer Sieger: Irakli Kadschaia, Georgien vor Majid Aliyan Feyzabadi, Iran
2011 5. Golden-Grand-Prix in Baku Halbschwer hinter Babak Hossein Ghorbani Goldasteh, Aslanbek Chuschtow, Jimmy Lidberg und Balasz Kiss
2011 17. "Wladislaw-Pytlasinksi"-Memorial in Radom Halbschwer Sieger: Rustam Totrow vor Timofei Dseinitschenko, Irakli Kadschaia und Nikita Melnikow, Russland
2011 3. WM in Istanbul Halbschwer nach Siegen über An Chang-gun, Südkorea, Balasz Kiss, Alin Alexuc-Ciurariu, Rumänien, Artur Aleksanjan, Armenien, einer Niederlage gegen Jimmy Lidberg und einem Sieg über Timofei Dseinitschenko
2011 11. FILA-Test-Rurnier in London Halbschwer Sieger: Ghasem Rezaie vor Daigoro Timoncini, Italien, György Rizmajer und Rami Hietaniemi, Finnland
2012 3. Welt-Cup in Saransk Halbschwer hinter Schalwa Gabadadse und György Rizmajer, gemeinsam mit Timofei Dseinitschenko
2012 5. Azovmash-Cup in Mariupol Halbschwer hinter Nikita Melnikow, Witali Raganin, Russland, Nazmi Avluca, Türkei und Jimmy Lidberg
2012 11. OS in London Halbschwer nach Niederlagen gegen Ghasem Rezaei, Iran und Artur Aleksanjan
2013 1. "Vehbi-Emre"-Memorial in Istanbul Halbschwer vor Rustam Totrow, Ahmet Tacyldiz, Türkei und Michail Kadschaia, Georgien
2013 2. Welt-Cup in Teheran Halbschwer hinter Sargis Tonojan, Armenien, vor Nikita Melnikow und Mahmoud Alijari, Iran
2013 3. EM in Tiflis Halbschwer nach Siegen über Villius Laurinaitis, Litauen und Nikita Melnikow, einer Niederlage gegen Artur Aleksanjan und Siegen über Soso Jabise, Georgien und Schalwa Gadabadse, Aserbaidschan
2013 2. Trophee Milone in Sassari Halbschwer hinter Artur Aleksanjan, vor Adrian Mocanu, Moldawien

ErläuterungenBearbeiten

  • alle Wettkämpfe im griechisch-römischen Stil
  • OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft, EM = Europameisterschaft
  • Gewichtsklassen: Mittel bis 84 kg, Halbschwer bis 96 kg Körpergewicht

QuellenBearbeiten

  • Fachzeitschrift Der Ringer
  • Website "Foeldeak Wrestling Database"

WeblinksBearbeiten