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Carl Haacker

deutscher Szenenbildner

Carl Paul Haacker, auch Karl Haacker, (* 26. Juli 1890 in Berlin, Deutsches Reich; † 15. Dezember 1945 in Berlin, Deutschland) war ein deutscher Szenenbildner. Gemeinsam mit Robert Scharfenberg gehörte er zu den wichtigsten proletarisch-kommunistischen Filmarchitekten.

LebenBearbeiten

Haacker war Dekorationsmaler am Theater. 1918 wurde er in politische Haft genommen und gründete auf der Festung Küstrin am 9. November 1918 einen Soldatenrat mit. Nach seiner Entlassung wurde er in Berlin Mitglied eines Arbeiterrats. Ab 1920 arbeitete er als Kunstmaler, später als Filmarchitekt, beim Film. 1925/26 hielt sich Carl Haacker in Filmstudios in Odessa auf und war für die IAH (Prometheus Film) tätig. Zu den bekanntesten Filmen, für deren Bauten er verantwortlich war, gehören Jenseits der Straße (1929, Regie: Leo Mittler), Mutter Krausens Fahrt ins Glück (1929, Regie: Phil Jutzi), Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt? (1932, Regie: Slatan Dudow) und Schleppzug M 17 (1933, Regie: Werner Hochbaum).

Während der Zeit des Nationalsozialismus konnte Haacker nur gelegentlich als Aushilfe in Filmateliers arbeiten, unter anderem mit seinem Kollegen Hermann Warm für Filme von Erich Engel.

Carl Haacker war an der Wiedereinrichtung des deutschen Filmwesens beteiligt und gehörte zum Personenkreis, der später die Gründer der DEFA bildete. Bevor er seine Arbeit nach Kriegsende wieder aufnehmen konnte verunglückte Haacker tödlich bei einem Verkehrsunfall.

Seine Tochter ist die Schauspielerin Sonja Haacker (* 1932).

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten