Hauptmenü öffnen

Bundespolizeiakademie

Aus- und Fortbildungsstätte der deutschen Bundespolizei in Lübeck
Schulterklappe des Präsidenten der Bundespolizeiakademie

Die Bundespolizeiakademie in Lübeck ist die zentrale Aus- und Fortbildungsstätte der deutschen Bundespolizei (BPOL).

AufgabenBearbeiten

Die Bundespolizeiakademie (BPOLAK) dient der allgemeinfachlichen Fortbildung der Führungskräfte des gehobenen und des höheren Polizeivollzugsdienstes in der Bundespolizei. Darüber hinaus erfolgt dort die gesamte fachspezifische Fortbildung der Bereiche Grenzpolizei, Bahnpolizei, Luftsicherheit, Polizeitechnik, Polizeisport sowie Sanitätsdienst.

Darüber hinaus hält die Akademie Seminare zu aktuellen, für die Polizei relevanten Themen ab und bildet Beamte der Landespolizeien sowie des Bundeskriminalamtes aus. Zudem hält sie Fortbildungslehrgänge für Angehörige von Polizeikräften anderer Staaten, besonders Osteuropas und des baltischen Raums, ab.

Seit der Neuorganisation der BPOL, deren Umsetzung zum 1. März 2008 begann, ist die BPOLAK auch für die Ausbildung aller PVB im gesamten Bundesgebiet verantwortlich. In diesem Rahmen bleiben die bisherigen Aus- und Fortbildungszentren (BPOLAFZ) zwar bestehen, wurden jedoch der BPOLAK untergliedert.

Der Bundespolizeiakademie sind die sieben BPOLAFZ Neustrelitz, Walsrode, Diez, Oerlenbach, Swisttal, Eschwege und Bamberg sowie die Diensthundeschulen in Neuendettelsau und Bleckede, die Bundespolizeisportschule Bad Endorf und die Bundespolizeisportschule Kienbaum nachgeordnet.

Die Bundespolizeiakademie unterhält überdies die Geschichtliche Sammlung der Bundespolizei, die ein umfangreiches Archiv sowie zahlreiche historische Schaustücke vom Diorama der DDR-Grenzsperranlagen bis zu Originalfahrzeugen umfasst und die auf Anfrage öffentlich zugänglich ist.

GeschichteBearbeiten

 
Haupttor der Bundespolizeiakademie

Der Komplex, in dem die Bundespolizeiakademie ihren Sitz hat, wurde in den Jahren 1935 bis 1938 als Kaserne für eine Nachrichteneinheit der Luftwaffe errichtet und diente nach Kriegsende bis 1950 der britischen Armee zunächst als Lazarett, später zur Unterbringung technischer Einheiten.

Am 16. März 1951 bezogen die ersten Beamten des neu gegründeten Bundesgrenzschutzes als sogenanntes Rahmenpersonal die Einrichtung, die fortan der Ausbildung der BGS-Offiziere diente. Nach Abschluss des ersten Lehrgangs hielt der damalige Bundesminister des Innern, Robert Lehr, eine Rede, in der er die Aufgaben der neu geschaffenen Polizeitruppe definierte. In der Geschichte der Bundespolizei wird die Akademie als Wiege der Bundespolizei betrachtet.

WeblinksBearbeiten