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Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management

Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e. V. (B.A.U.M.) ist ein Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften. Es gibt über 500 Mitglieder.

Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management
(B.A.U.M. e. V.)
Zweck: Unternehmens-Netzwerk für Umweltmanagement und nachhaltiges Wirtschaften
Vorsitz: Maximilian Gege
Gründungsdatum: 1984
Mitgliederzahl: ca.550 (2015)
Sitz: Hamburg (Bundesgeschäftsstelle)
Website: www.baumev.de
Die Neutralität dieses Artikels oder Abschnitts ist umstritten. Eine Begründung steht auf der Diskussionsseite. Weitere Informationen erhältst du hier.

Der Verein wurde 1984 gegründet und ist als gemeinnützig anerkannt. Nach eigenem Bekunden ist Ziel des Vereins, Unternehmen, Kommunen und Organisationen für die Vision des nachhaltigen Wirtschaftens zu sensibilisieren und bei der ökologisch wirksamen, ökonomisch sinnvollen und sozial gerechten Realisierung zu unterstützen.[1]

Inhaltsverzeichnis

Kodex für nachhaltiges WirtschaftenBearbeiten

2017 hat der Verein den B.A.U.M.-Kodex[2] für nachhaltiges Wirtschaften entwickelt und bietet diesen den Mitgliedern des B.A.U.M.-Förderkreises freiwillig zur Unterzeichnung an. Nur bei Unterzeichnung dürfen die Mitgliedsunternehmen das Logo verwenden.

Der Verein initiiert Projekte und Fachtagungen häufig unter Einbezug von Unternehmen und wirkt an Kooperationsprojekten mit der Wissenschaft mit. Der Verein ist Mitglied von Organisationen wie dem Deutschen Naturschutzring,[3] der Klima-Allianz Deutschland,[4] dem Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e. V. (FÖS)[5] oder dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft.[6] Der Verein ist in Beiräten und Jurys vertreten, z. B. in den Jurys von Deutscher Nachhaltigkeitspreis,[7] German Renewables Award,[8] Deutscher CSR-Preis[9] und GreenTec Awards.[10] B.A.U.M. organisiert eigene Wettbewerbe wie z. B. seit 2005 den Wettbewerb Büro & Umwelt.[11]

Der Verein engagiert sich im Bereich der anwendungsorientierten Forschung, führt Medien-Kampagnen durch und organisiert Veranstaltungen für den Dialog zwischen Unternehmen und gesellschaftlichen Akteuren. Das Sustainability Leadership Forum (SLF)[12] ist ein 2004 gegründeter Arbeits- und Diskussionskreis. Ziel des Forums soll der Wissenstransfer sowie die inhaltliche Erarbeitung konkreter Problemlösungen durch den direkten Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sein.

ProjekteBearbeiten

Bei dem jährlichen Wettbewerb Büro und Umwelt soll Deutschlands umweltfreundlichstes Büro gefunden werden. Bewertet wird dabei der schonende Umgang mit Ressourcen im Unternehmen und die Beachtung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten beim Einkauf von Büroprodukten.[13]

Seit Anfang 2017 wird im Auftrag des Bundesumweltministeriums gemeinsam mit dem ACE das Projekt „mobil gewinnt“ umgesetzt.[14] Ein bereits abgeschlossenes Projekt zum betrieblichen Mobilitätsmanagement ist Mobil.Pro.Fit.[15]

Das Forschungsvorhaben BiNa betrachtet den Einsatz von Biokunststoffen.[16]

Das Projekt enEEbler – Mitarbeiter-Engagement für Erneuerbare Energien in Unternehmen wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. In Zusammenarbeit mit der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft[17] und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen.[18] untersucht B.A.U.M., inwiefern persönliches Engagement für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und insbesondere erneuerbare Energien erfolgreich in Unternehmen integriert werden kann.[19]

Ziel des Reports Intelligent Cities ist die Erarbeitung und Etablierung praxisnaher Handlungsempfehlungen für die Bereich Energie, Mobilität, Wirtschaft, Planung und Verwaltung einer intelligenten Stadt. Kern des Projektes ist die Sichtung und Zusammenstellung von erprobten Best- bzw. Good-Practice-Beispielen weltweit.[20]

Kontroverse DiskussionBearbeiten

2011 ging der B.A.U.M.-Umweltpreis an den damaligen Unilever-Chef Harry J. M. Brouwer, da er „die Nachhaltigkeitsaktivitäten des Konzerns entscheidend geprägt und vorangetrieben“ habe.[21] Diese Verleihung war von anderen NGOs kritisiert worden, u. a. aufgrund der bei Unilever zu jenem Zeitpunkt nicht als nachhaltig gesicherten Bezugsquellen von Palmöl. „Rettet den Regenwald“ verlieh dem Unilever-Chef daher seinen BAUM-AB-Preis „für Beihilfe zur Umweltzerstörung und Missachtung der Menschenrechte in Indonesien“. Der Verein stellte klar, den B.A.U.M.-Umweltpreis erhielten Einzelpersonen – nicht Unternehmen – für ihr langjähriges, herausragendes Engagement für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung.[22]

2014 wurde der Umweltpreis in der Kategorie Großunternehmen an das Kreuzfahrtunternehmen AIDA verliehen. Dies wurde von Umweltorganisationen kritisiert.[23]

VorstandBearbeiten

Dem geschäftsführenden Vorstand gehören an:

  • Maximilian Gege (Gründungsmitglied, Vorsitzender seit 2005)
  • Dieter Brübach
  • Martin Oldeland

Dem erweiterterten Vorstand gehören an[24]:

  • Klaus-Michael Ahrend
  • Frank Dinter
  • Thorsten Grantner
  • Axel Kaiser
  • Michael Kaminski-Nissen
  • Wolfgang Kirchner
  • Michael Pelzl
  • Heiko Rittweger
  • Bernd Schleich
  • Axel Schmidt
  • Bernhard Schwager

Ehemalige Vorstandsmitglieder:

  • Georg Winter (Gründungsmitglied, Vorsitzender bis 2004)
  • Hans-Jürgen Ewers (Gründungsmitglied)
  • Ingo Günther (Gründungsmitglied)
  • Hans Hermann Münchmeyer
  • Peter C. Mohr (Gründungsmitglied, Schatzmeister)

GremienBearbeiten

Die Vereinsarbeit wird begleitet von einem Beirat Unternehmen und einem Kuratorium Wissenschaft. Dem Beitrat Unternehmen [25] gehören Inhaber bzw. Führungskräfte aus B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen an, u. a. Thomas E. Banning (Sprecher), Naturstrom; Stefan Hipp, Hipp; und Götz E. Rehn, Alnatura.

Im Kuratorium Wissenschaft wirken Wissenschaftler aus Fachgebieten rund um das nachhaltige Wirtschaften mit. Mitglieder des Kuratoriums[25] sind z. B. Reimund Schwarze (Sprecher), Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung; Claudia Kemfert, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung; und Mojib Latif, Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

Ehrungen und AuszeichnungenBearbeiten

Der Verein erhielt unterschiedliche Preise und Auszeichnungen für sein Engagement, so z. B. als Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen[26] (2014), den SPD Innovationspreis (2013), mehrere Projekte der Weltdekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (2005, 2007[27] und 2010), den Vision Award für den Vorsitzenden Maximilian Gege (2007) sowie als Best National Renewable Energy Partnership der Europäischen Kommission (2001).

B.A.U.M.-Umweltpreis/Internationaler B.A.U.M.-SonderpreisBearbeiten

Seit 1993 verleiht der Verein seinen eigenen Umweltpreis. Der undotierte Preis zeichnet nach eigener Aussage herausragende persönliche Leistungen und individuelles Engagement des Preisträgers im betrieblichen Umweltschutz aus. Wichtiges Kriterium bei der Auswahl und Bewertung der Preisträger sind die Praxisrelevanz und die Übertragbarkeit der initiierten Maßnahmen auf andere Unternehmen. Der B.A.U.M.-Umweltpreis wird in den Kategorien Großunternehmen, Kleine und Mittelständische Unternehmen, Wissenschaftler, Medienvertreter und Institutionen/Verbände vergeben.

Seit 2004 wird der Internationale B.A.U.M.-Sonderpreis an Persönlichkeiten verliehen, die sich in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz bzw. für soziale Fragen engagieren.

Die B.A.U.M. Zukunftsgenossenschaft e.G. investiert in Klimaschutz.

InformationsmedienBearbeiten

  • Der Newsletter informiert aktuell zu Projekten, Veranstaltungen und Neuigkeiten aus Wirtschaft und Umwelt.
  • Das Magazin „FORUM Nachhaltig Wirtschaften“ erscheint vierteljährlich und berichtet über neue Entwicklungen, Trends und Erfolgsbeispiele zu den Themen Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung.
  • Das Jahrbuch bietet neben Beiträgen zu einem aktuellen Schwerpunktthema einen Überblick über die Aktivitäten des Vereins zahlreiche Firmenportraits.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wer wir sind Website des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management. Abgerufen am 21. September 2017.
  2. B.A.U.M.-Kodex Website des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management. Abgerufen am 21. September 2017.
  3. Deutscher Naturschutzring Website des Deutschen Naturschutzrings. Abgerufen am 10. Mai 2016.
  4. Klima-Allianz Deutschland Abgerufen am 10. Mai 2016.
  5. Forum Ökologisch-Soziale-Marktwirtschaft Website des Forums für Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft. Abgerufen am 25. Mai 2016.
  6. Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (Memento des Originals vom 14. Juli 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bvmw.de Abgerufen am 17. Mai 2016.
  7. Deutscher Nachhaltigkeitspreis Website des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. Abgerufen am 24. Mai 2016.
  8. German Renewables Award Website des Cluster Erneuerbare Energien Hamburg. Abgerufen am 24. Mai 2016.
  9. Deutscher CSR-Preis Website des Deutschen CSR-Preises. Abgerufen am 19. Mai 2016.
  10. GreenTec Award@1@2Vorlage:Toter Link/www.greentec-awards.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Website des GreenTec Awards. Abgerufen am 17. Mai 2016.
  11. Wettbewerb Büro & Umwelt Website des Wettbewerbs Büro & Umwelt. Abgerufen am 21. September 2017.
  12. Sustainability Leadership Forum (SLF) Website des Sustainability Leadership Forum. Abgerufen am 11. Mai 2016.
  13. Wettbewerb Büro & Umwelt Website des Wettbewerbs Büro & Umwelt. Abgerufen am 21. September 2017.
  14. Wettbewerb mobil gewinnt Website des Wettbewerbs mobil gewinnt. Abgerufen am 21. September 2017.
  15. Mobil.Pro.Fit – Hintergrundinformationen zum Projekt Website des Projektes Mobil.Pro.Fit. Abgerufen am 25. Mai 2016.
  16. B.A.U.M. e. V. News BiNa – Biokunststoffe Nachhaltig, Projektbeschreibung. Abgerufen am 10. Mai 2016.
  17. Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft – Projektbeschreibung enEEbler Website der Alanus Hochschule. Abgerufen am 25. Mai 2016.
  18. Hochschule für Wirtschaft und Umwelt – Projektbeschreibung enEEbler Website der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt. Abgerufen am 25. Mai 2016.
  19. Projektbeschreibung enEEbler Website des B.A.U.M. e. V. Abgerufen am 25. Mai 2016.
  20. Studie Intelligent Cities (Memento des Originals vom 25. Oktober 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.intelligent-cities.net Website der Studie Intelligent Cities. Abgerufen am 14. April 2016.
  21. B.A.U.M.-Umweltpreis – Presseinformation (PDF), abgerufen am 25. Mai 2016.
  22. Website über die B.A.U.M.-e. V.-Auszeichnungen Abgerufen am 23. Mai 2016.
  23. Archivlink (Memento des Originals vom 30. November 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/umwelt-kompass.com
  24. Gesamtvorstand. Abgerufen am 16. Februar 2018.
  25. a b Gremien des B.A.U.M. e. V. Abgerufen am 24. Mai 2016.
  26. Regionale B.A.U.M. Zukunftsfonds. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 26. Mai 2016; abgerufen am 26. Mai 2016.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.land-der-ideen.de
  27. Solarschulen Netzwerk Niedersachsen (B.A.U.M. e. V.). Abgerufen am 26. Mai 2016.