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Black Emanuelle 2. Teil

italienischer Sexploitation-Film von Joe D’Amato

Black Emanuelle 2. Teil (Originaltitel: Emanuelle nera: Orient reportage) ist ein italienischer Sexploitationfilm von Joe D’Amato aus dem Jahr 1976. Er ist der zweite Teil der offiziellen Black Emanuelle Filmreihe und Joe D’Amatos Debüt bei selbiger.

Filmdaten
Deutscher TitelBlack Emanuelle 2. Teil
OriginaltitelEmanuelle nera: Orient reportage
ProduktionslandItalien
OriginalspracheItalienisch
Erscheinungsjahr1976
LängeSoftcore: 94 Minuten
Hardcore: 105 Minuten
AltersfreigabeFSK 18
Stab
RegieJoe D’Amato
DrehbuchMaria Pia Fusco
Piero Vivarelli
Ottavio Alessi
ProduktionOscar Santaniello
MusikNico Fidenco
KameraJoe D’Amato
SchnittVincenzo Tomassi
Besetzung

Der Film ist unter zahlreichen anderen Titeln und Schreibweisen bekannt: (Black) Em(m)anuelle in Bangkok, (Black) Em(m)anuelle (2) Goes (to) East, Black Em(m)anuelle 2, Black Em(m)anuelle II, Black Emanuelle 2. Teil – Ein Hauch exotischer Sinnlichkeit und Emmanuelle – Im Teufelskreis der Leidenschaft (dieser Titel wurde ebenfalls für einen 1980 von Jean-Marie Pallardy gedrehten Film verwendet, mit welchem er sich auch den Alternativtitel Emmanuelle in Bangkok teilt[1]; der 1972 von Max Pécas gedrehte Film Im Garten der Wollust – Pourquoi? trägt in der Schreibweise Emanuela ebenfalls diesen Titel).[2]

HandlungBearbeiten

Die Fotojournalistin Emanuelle bereist zusammen mit ihrem Freund, dem Archäologen Roberto, die Stadt Bangkok, wo sie hofft, Fotos des thailändischen Königs für ihr New Yorker Magazin schießen und ihn interviewen zu können. Sie trifft sich deshalb mit Prinz Sanit, der ihr sein Land zeigt und sie in die Geheimnisse der uralten orientalischen Massage einweiht. Mit der Masseuse Gee freundet sie sich an und trifft später zusammen mit ihr und Roberto das amerikanische Paar Jimmy und Frances. Gemeinsam ziehen sie, von Emanuelle fotografiert, durch die exotische Stadt und konsumieren am Abend im Palast des Prinzen eine Opiumpfeife. Am nächsten Tag sieht sich Emanuelle einen Tierkampf zwischen einer Schlange und einer Manguste an und erhält später die Nachricht, dass Prinz Sanit ein Treffen zwischen ihr und der ehemaligen ersten Geliebten des Königs, welche nun in einem Bergtempel lebt, arrangiert hat. Roberto reist derweil zu Ausgrabungen nach Casablanca ab.

Als Emanuelle zurück ins Hotel kommt, findet sie ihr Zimmer durchwühlt vor. Fotoapparat, Bilder und Pass wurden gestohlen. Hilfe suchend eilt sie daraufhin zum Palast des Prinzen, wo sie aber von einer Gruppe deutscher Palastwachen vergewaltigt wird. Es stellt sich heraus, dass Prinz Sanit versucht hatte, den König zu stürzen und nun im Gefängnis sitzt. Emanuelle wird geraten, das Land wegen ihrer Beziehung zum Prinzen zu verlassen. Ohne Pass ist dies zunächst nicht möglich, sie kann aber am Flughafen einen Beamten verführen und ihn dazu bringen, ihr ein Visum auszustellen. Dort trifft sie auch Frances wieder, mit der sie gemeinsam nach Delhi fliegt, um von dort aus alleine weiter nach Casablanca zu reisen.

Dort angekommen freundet sie sich mit Debra, der Tochter des US-amerikanischen Konsuls David an und schildert, was ihr zugestoßen ist. Dann besucht sie Roberto im Ausgrabungslager, der mittlerweile mit seiner englischen Kollegin Janett zusammen ist, was sie aber nicht davon abhält, es des Nachts zu einer gemütlichen Dreisamkeit kommen zu lassen. Am nächsten Morgen machen die drei eine Rundfahrt durch die Wüste, bei der ihr Auto kaputt geht und sie auf eine Horde berittener Tuareg-Nomaden treffen. Die beiden Frauen entscheiden sich dafür, lieber mit ihnen mitzureiten als zu warten und lassen Roberto alleine. Im Nomadenlager lernen sie dann die Vorzüge dieser Lebensart kennen.

Wieder mit Roberto vereinigt, bekommt die schwarze Schönheit in Casablanca von David ihren wiederbeschafften Fotoapparat zurück. Es folgt eine Zeit, in der sie zwischen den Liebschaften mit Roberto und Debra hin und her gerissen ist. Als sie endlich auch ihren Pass wiederbekommt, entscheidet sie sich dafür, im Auftrag ihres Magazins nach Paris zu fliegen.

HintergrundBearbeiten

Black Emanuelle 2. Teil spielt genau wie der Originalfilm Emmanuelle von 1974 in Bangkok. Dass die Drehbuchautoren diesen übertreffen wollten zeigen auch einige Szenen, wie zum Beispiel die Massenvergewaltigungs-Szene oder eine Nachtclub-Szene, in der eine Stripperin unnormale Handlungen mit einem Ping-Pong-Ball anstellen kann – Ähnlich der Zigaretten-Szene aus Emmanuelle.[3]

Im Film wird ein echter, blutiger Kampf zwischen einer Schlange und einer Manguste gezeigt, der mit dem Tod der Schlange endet. Er grenzt wegen dieser und anderer Szenen daher an die Mondofilme an.[3]

Der Film erlebte seine italienische Premiere am 7. Mai 1976.[4] In der Bundesrepublik Deutschland lief er am 7. Januar 1977 an und wurde am 2. Dezember 1995 erstmals im deutschen Fernsehen auf VOX ausgestrahlt.[5]

KritikBearbeiten

Für das Lexikon des internationalen Films war Black Emanuelle 2. Teil ein weiterer Black Emanuelle Film der die „Bindungslosigkeit“ des Charakters (vermutlich negativ gesehen) „als Muster für die Rolle der emanzipierten Frau dar[ge]stellt“.[5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Emmanuelle – Im Teufelskreis der Leidenschaft im Lexikon des internationalen FilmsVorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet
  2. Im Garten der Wollust – Pourquoi? im Lexikon des internationalen FilmsVorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet
  3. a b Eintrag bei mondo-esoterica.net, Absatz 3
  4. Eintrag bei cinema-italiano-db.de
  5. a b Black Emanuelle 2. Teil im Lexikon des internationalen Films Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet