Bernhard von Gaza

deutscher Ruderer

Bernhard von Gaza (* 6. Mai 1881; † 25. September 1917) war ein deutscher Ruderer, der 1908 Olympiadritter im Einer wurde.

Bernhard von Gaza von der Rudergesellschaft Wiking Berlin gewann bei der deutschen Meisterschaft im Rudern 1907 den Titel im Einer[1] und zusammen mit Carl Ekkehard Ernst auch den Titel im Doppelzweier[2]. 1908 belegte er den dritten Platz im Einer, konnte aber zusammen mit Ernst seinen Titel im Doppelzweier verteidigen.

Bei den Olympischen Spielen 1908 wurden die Ruderwettbewerbe auf der Themse bei Henley ausgetragen. Der Kurs war so schmal, dass nur jeweils zwei Boote gegeneinander antreten konnten. Bernhard von Gaza gewann seine ersten beiden Rennen gegen den Ungarn Ernő Killer und den Kanadier Lou Scholes. Im Kampf um den Finaleinzug unterlag von Gaza dem Engländer Harry Blackstaffe durch Aufgabe, nachdem sich sein Stemmbrett gelöst hatte. Im offiziellen Ergebnis wurden lediglich die Plätze Eins (Harry Blackstaffe) und Zwei (Alexander McCulloch) gewertet. Die beiden Ruderer Bernhard von Gaza und der Ungar Károly Levitzky, die im Rennen um den Finaleinzug unterlagen, werden aber analog zum Boxen in vielen Quellen als Olympiadritte geführt.[3]

Bernhard von Gaza war 1911 zum zweiten Mal Deutscher Meister im Einer und belegte 1912 und 1913 jeweils den zweiten Platz hinter Kurt Hoffmann aus Mainz bzw. Friedrich Graf aus Heidelberg. Die Meisterschaft im Doppelzweier wurde nach einer Unterbrechung von 1909 bis 1912 im Jahr 1913 wieder ausgetragen. Dr. Bernhard von Gaza siegte zusammen mit Wenzel Joesten. Bei der Europameisterschaft in Gent belegten Wenzel und von Gaza den dritten Platz[4].

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Deutsche Meisterschaften im Einer
  2. Deutsche Meisterschaften im Doppelzweier
  3. So zum Beispiel in Erich Kamper, Bill Mallon: Who’s Who der Olympischen Spiele 1896–1992. Who's Who at the Olympics. AGON Sportverlag, Kassel 1992, ISBN 3-928562-47-9, S. 200.
  4. Erfolge von Wiking Berlin