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Bastian Jütte

deutscher Jazzschlagzeuger, Komponist und Bandleader
Bastian Jütte im Jazzclub Cavete Marburg 2017

Bastian Jütte (* 22. November 1973 in München) ist ein deutscher Jazzschlagzeuger.

Inhaltsverzeichnis

Leben und WirkenBearbeiten

Jütte studierte von 1994 bis 1996 am Münchener Richard-Strauss-Konservatorium und danach bis 2000 an der Musikhochschule Mannheim bei Keith Copeland. 1997 unternahm er im Rahmen des deutsch-japanischen Eri and the Stone Projekt eine Japantournee, im Folgejahr trat er erneut in Japan sowie beim Jazz Festival Montreux und beim North Sea Jazz Festival in Den Haag auf.

2000 trat er erstmals mit Maria Schneider beim Jazzfestival Mannheim auf und spielte seine ersten Aufnahmen mit dem Victor Alcántara Trio und dem Till Martin Quartet ein; letztere erhielt einen Preis der deutschen Schallplattenkritik.

Im Folgejahr begann er seine Zusammenarbeit mit dem Martin Auer Quintet mit einer Nahosttournee. Es folgten Auftritte beim Jazzfestival Reutlingen, dem Jazzfrühling Kempten, dem Jazzfestival Ibiza und weiteren Festivals. 2006 wurde er von der hr-Bigband engagiert. 2007 erschien sein Soloalbum bastian-not in this game, im Jahr 2011 seine CD Inside. Weiterhin hat er mit Johannes Enders und mit Carolyn Breuer aufgenommen und gehört zum Trio von Tim Allhoff sowie zum Quintett von Geoff Goodman und Matthieu Bordenave. Seit 2010 lehrt Jütte an der Hochschule für Musik und Theater München und ist seit 2011 hauptamtlicher Dozent für Jazzschlagzeug an der Hochschule für Musik Würzburg.

Preise und AuszeichnungenBearbeiten

Jütte gewann 1999 den ersten Preis beim Nachwuchsfestival des Bayerischen Rundfunks Jazzszene 2000. Mit dem Trio von Tim Allhoff gewann er 2010 den Neuen Deutschen Jazzpreis. 2013 wurde er mit dem ECHO Jazz in der Kategorie „Instrumentalist des Jahres national Drums/Percussion“ ausgezeichnet. 2016 erhielt er erneut den Neuen Deutschen Jazzpreis, diesmal mit seinem Quartett, zu dem der Saxophonist Florian Trübsbach, der Pianist Rainer Böhm und der Kontrabassist Henning Sieverts gehören.[1]

Diskographische HinweiseBearbeiten

  • Victor Alcantara Trio: Stabat Mater Inspirations, 2000
  • Till Martin Quartet: Musik für Wohnzimmer, 2000
  • Till Martin und Anna Lauvergnac: You Must Believe in Spring, 2001
  • Marc Schmolling Trio: Nostalgia Soulship, 2002
  • Trio LaRose feat. Tony Lakatos, 2002
  • Martin Auer Quintet: Horn an Horn, 2002/2003
  • Philipp Stauber Quartet: four coloures- one picture, 2004
  • Marc Sinan: Livin´ Swing, 2004
  • Tobi Hofmann: Swip Swap, 2005
  • Daerr, Sieverts, Jütte: Germany 12 points, 2006
  • Hugo Siegmeth: Red Onions, 2006 (ACT)
  • Thilo Kreitmeier: Standards and Favourites, 2006
  • bastian-not in this game, 2007
  • Martin Auer Quintet: Indiejazz, 2007
  • Thilo Kreitmeier: Live, 2007
  • Henning Sieverts: Blauer Reiter, 2008
  • Tim Allhoff: Prelude, 2010 (ausgezeichnet mit dem ECHO Jazz 2011)
  • Christian Elsässer: Seemingly, 2010
  • Bastian Jütte: Inside, 2011
  • Tim Allhoff Trio: Hassliebe, 2012 (ausgezeichnet mit dem ECHO Jazz 2013)
  • Monika Roscher Big Band: Failure In Wonderland, 2013 (ausgezeichnet mit dem ECHO Jazz 2014)
  • Bastian Jütte Quartet: Happiness Is Overrated (Unit Records, 2016)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bastian Jütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Neuer Deutscher Jazzpreis 2016 (jazzpages)