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Bahnhof Stuttgart Universität

Station der S-Bahn Stuttgart

Der unterirdische Bahnhof Stuttgart Universität, bahnbetrieblich ein Haltepunkt, wurde am 29. September 1985 eröffnet. Er dient der Erschließung der Universität Stuttgart und weiterer wissenschaftlicher Einrichtungen am Forschungscampus Stuttgart-Vaihingen in Stuttgart-Vaihingen. Er liegt an der Stuttgarter Verbindungsbahn, der Stammstrecke der S-Bahn Stuttgart. Nachbarstationen sind der Bahnhof Stuttgart Schwabstraße und der Bahnhof Stuttgart-Österfeld (seit 1993) beziehungsweise Bahnhof Stuttgart-Vaihingen (bis 1993). Bedient wird Stuttgart Universität seit Eröffnung von den Linien S1, S2 und S3, sowie seit 2016 zusätzlich bei Heimspielen des VfB Stuttgart der Stadionverstärker S11. Der Bahnhof verfügt über ein kleines DB-Reisezentrum.

Stuttgart-Universität
Bahnsteigebene, Gleis 2
Bahnsteigebene, Gleis 2
Daten
Betriebsstellenart Haltepunkt
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung TSUN
IBNR 8006513
Kategorie 4
Eröffnung 26. September 1985
Lage
Stadt/Gemeinde Stuttgart
Ort/Ortsteil Vaihingen
Land Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 44′ 43″ N, 9° 6′ 21″ OKoordinaten: 48° 44′ 43″ N, 9° 6′ 21″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Baden-Württemberg

Inhaltsverzeichnis

Lage, Verlauf und AufbauBearbeiten

Der 18 m breite und 7,5 m (ab Schienenoberkante) hohe Bahnsteigbereich der Station liegt, in Stadtauswärtsrichtung, in einem Linksbogen 21,5 m unter dem Gelände. Der Gleismittenabstand beträgt 4,70 m.[1] Von den Bahnsteigen bis zur Erdoberfläche müssen daher nacheinander drei Treppen bzw. Fahrtreppen benutzt werden. Alternativ können Fahrstühle verwendet werden. Über dem Bahnhof liegt ein Hörsaal-Gebäude der Universität, welches erst nach der Eröffnung des Bahnhofs erbaut wurde. Außerdem verläuft die Universitätsstraße über den Bahnhof. Sie stellt eine Verbindung zur Bundesstraße 14 und dem Stadtteil Büsnau her. Die Bushaltestelle an der Universitätsstraße wird von einigen Stuttgarter und einigen regionalen Buslinien bedient.

Im Gegensatz zu den anderen Tunnelbahnhöfen der S-Bahn Stuttgart weist die Station Universität Außenbahnsteige auf. Das Design der Stationswände, sie sind braun lackiert, nimmt auf die Universität Bezug. So gibt es zu jeder der (damals 13) Fakultäten ein besonderes Motiv.

Das Längsgefälle im Stationsbereich beträgt größtenteils 2,5 Promille in Richtung Österfeld. Am südlichen Ende der Station liegt ein Neigungswechsel von 2,5 in 38 Promille Gefälle.[2] Durch die notwendige Ausrundung steigt das Gefälle im südlichen Abschnitt des Bahnsteigs an.

Der Modelleisenbahnclub Stuttgart betreibt im Zwischengeschoss der Station eine Modellbahnanlage, die einen Kilometer Gleislänge und 80 Fahrzeuge umfasst.[3]

GeschichteBearbeiten

Die Station entstand in einer 230 m langen und 25 m tiefen Baugrube. Die beiden jeweils 210 m langen und 5 m breiten Außenbahnsteige liegen 21,5 m unter Geländeniveau, in einem Bogen von 750 m Radius.[1]

Die Arbeiten wurden am 22. Juli 1980 vergeben. Der Baubeginn erfolgte im August 1980, der Abschluss der Rohbauarbeiten im Dezember 1984.[1]

Die Rohbaukosten betrugen 50 Millionen DM.

VerkehrBearbeiten

Linie Linienverlauf
S 1 Kirchheim (Teck) – Ötlingen – Wendlingen (N) – Wernau (N) – Plochingen – Altbach – Zell – Oberesslingen – Esslingen (N) – Mettingen – Obertürkheim – Untertürkheim – NeckarparkBad CannstattHauptbahnhofStadtmitte – Feuersee – SchwabstraßeUniversität – Österfeld – VaihingenRohr – Goldberg – Böblingen – Hulb – Ehningen – Gärtringen – Nufringen – Herrenberg
S 11 Neckarpark – Bad Cannstatt – Hauptbahnhof (tief) – Stadtmitte – Feuersee – Schwabstraße – Universität – Österfeld – Vaihingen – Rohr – Goldberg – Böblingen – Hulb – Ehningen – Gärtringen – Nufringen – Herrenberg
S 2 Schorndorf – Weiler – Winterbach – Geradstetten – Grunbach – Beutelsbach – Endersbach – Stetten-Beinstein – Rommelshausen – Waiblingen – Fellbach – Sommerrain – Nürnberger Straße – Bad Cannstatt – Hauptbahnhof – Stadtmitte – Feuersee – Schwabstraße – Universität – Österfeld – Vaihingen – Rohr – Oberaichen – Leinfelden – Echterdingen – Flughafen/MesseFilderstadt
S 3 Backnang – Maubach – Nellmersbach – Winnenden – Schwaikheim – Neustadt-Hohenacker – Waiblingen – Fellbach – Sommerrain – Nürnberger Straße – Bad Cannstatt – Hauptbahnhof – Stadtmitte – Feuersee – Schwabstraße – Universität – Österfeld – Vaihingen – Rohr – Oberaichen – Leinfelden – Echterdingen – Flughafen/Messe

WeblinksBearbeiten

  • Lage, Verlauf, Signale und zulässige Geschwindigkeit im Bereich der Station auf der OpenRailwayMap

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Bundesbahndirektion Stuttgart (Hrsg.): Der Tunnel. Verbindungsbahn der S-Bahn Stuttgart. Dokumentation ihrer Entstehung. Kohlhammer, Stuttgart 1985, ISBN 3-925565-01-9, S. 117, 142–147.
  2. Rolf Grüter, Olaf Scholz: S-Bahn Stuttgart – Erfahrungen beim Bau des Hasenbergtunnels. In: Die Bundesbahn. Nr. 11, 1983, ISSN 0007-5876, S. 757–762.
  3. Christoph Kutzer: Kleine Bahnen im großen Stil. In: Stuttgarter Nachrichten. Band 74, 10. Januar 2019.