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Axel Rudi Pell (* 27. Juni 1960 in Bochum[1]) ist ein deutscher Hard-Rock- und Heavy-Metal-Gitarrist. Seine Band trägt ebenfalls diesen Namen.

Axel Rudi Pell
Axel Rudi Pell.jpg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hard Rock, Heavy Metal
Gründung 1989
Website http://www.axel-rudi-pell.de/
Gründungsmitglieder
Axel Rudi Pell
Gesang, Gitarre
Charlie Huhn (bis 1991)
Volker Krawczak
Bass
Jörg Deisinger (bis 1991)
Bass
Bodo Smuszynski (bis 1991)
Jörg Michael (bis 1998)
George Hahn (bis 1991)
Keyboard
Rüdiger König (bis 1991)
Aktuelle Besetzung
Gitarre
Axel Rudi Pell
Gesang
Johnny Gioeli (ab 1998)
Bass
Volker Krawczak
Keyboard
Ferdy Doernberg (ab 1998)
Schlagzeug
Bobby Rondinelli (ab 2013)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Rob Rock (1991)
Gesang
Jeff Scott Soto (1991–1997)
Schlagzeug
Mike Terrana (1998–2013)
Keyboard
Kai Raglewski (1991–1993)
Keyboard
Julie Greaux (1993–1996)
Keyboard
Christian Wolff (1997)

Inhaltsverzeichnis

Werk & LebenBearbeiten

SteelerBearbeiten

1984 erschien das selbstbetitelte Debütalbum von Pells erster Band Steeler. Es folgten drei weitere Alben – Rulin’ the Earth (1985), Strike Back (1986) und Undercover Animal (1987) –, bevor sich die Band 1989 auflöste. Sänger war der spätere EMI-Manager und Comedy-Produzent Peter Burtz.

X-Mas ProjectBearbeiten

Das X-Mas Project war ein deutsches Thrash- und Heavy-Metal-Weihnachtsalbum-Projekt, das 1985 gegründet wurde. Pell spielte hier die Gitarre.

Axel Rudi PellBearbeiten

1989 erschien Wild Obsession, das erste Album von Pells neuer Band, die sich unter seinem Namen formierte. Neben Pell waren auf dem Debüt-Album Charlie Huhn von der Begleitband Gary Moores und von der Band Victory, Volker Krawczak von Steeler, Jörg Deisinger von Bonfire, Bodo Smuszynski, Jörg Michael von Mekong Delta und Running Wild, George Hahn und Rüdiger König zu hören. Produzent der Einspielung war Uli Pösselt.

1991 erschien das zweite Album Nasty Reputation, härter als sein Vorgänger. Es war zu einer Reihe von Besetzungswechseln gekommen. Statt Huhn hatte Rob Rock von Impellitteri den Gesang übernommen, Deisinger und Smuszynski hatten die Band ersatzlos verlassen. Statt Hahn und König übernahm nun Kai Raglewski die Keyboard-Parts.

1992 kam Eternal Prisoner auf den Markt, auf dem Jeff Scott Soto Rob Rock ersetzt hatte. Dann verließ Raglewski die Band. Julie Greaux wurde als Ersatz angeheuert und spielte bis 1996 auf einem Live- und zwei Studio-Alben. Drummer Jörg Michael hatte sich inzwischen zusätzlich zu seiner A.R. Pell-Arbeit der Band Stratovarius angeschlossen. Auf Magic von 1997 war mit Christian Wolff schon wieder ein neuer Keyboarder zu hören. Inzwischen konnte man deutliche Einflüsse von Deep Purple und vor allem Rainbow aus den Aufnahmen heraushören.

1998 verließ Soto die Band. Johnny Gioeli von Hardline debütierte als neuer Sänger auf Oceans of Time. Den Verschleiß an Keyboardern fortsetzend spielte nun Ferdy Doernberg von Rough Silk statt Wolff auf dem Album. Noch im selben Jahr verließ der langjährige Drummer Michael die Band. Man fand Ersatz in Mike Terrana, der schon mit Yngwie Malmsteen und Tony MacAlpine gespielt hatte, und auch bei Rage aktiv war. In den folgenden Jahren wurde in dieser Besetzung eine Reihe von Alben veröffentlicht. Außerdem spielte die Band auf verschiedenen deutschen Musikfestivals, so z. B. 2005 auf dem Wacken Open Air und beim Bang Your Head. Im August 2006 wurde Mystica veröffentlicht. Eingespielt wurde es von der Besetzung, welche auch die letzten drei Platten aufgenommen hatte.

Am 28. September 2007 erschien das Cover-Album Diamonds Unlocked. Enthalten sind u. a. bekannte Hits wie „In The Air Tonight“ von Phil Collins und „Beautiful Day“ von U2. Am 22. Februar 2008 erschien die zweite Doppel-DVD von Axel Rudi Pell mit Namen Live Over Europe. Die erste DVD ist eine Aufzeichnung des Auftritts beim „Rock-Hard“-Festival 2007, die zweite ist ein offizielles Bootleg mit größtenteils „unprofessionellen“ Aufnahmen.

Am 24. Oktober 2008 erschien das Album Tales of the Crown. Am Ende des Liedes Riding on an Arrow kann man den vierjährigen Sohn von Sänger Johnny Gioeli hören. Er singt den letzten Refrain. Während der Tour zu diesem Album spielte die Band u. a. als Vorband für Heaven And Hell und auf dem Wacken Open Air.

Das darauffolgende Album The Crest erschien am 23. April 2010.[2] Außerdem erschien am 23. September 2011 die Kompilation The Ballads IV. Hierzu wurde Ende August die Single Hallelujah (ein Cover des Songs von Leonard Cohen) veröffentlicht, zu der es erstmals seit 1994 ein Musikvideo gibt.

2012 erschien das neue Album Circle of the Oath. 2013 gab es keine Konzerte, jedoch verkündete Pell am 9. Juli 2013 via Facebook, dass Mike Terrana die Band nach 15 Jahren aufgrund von Terminproblemen verlassen musste.[3] Nachfolger wurde Bobby Rondinelli (u. a. Ex-Black Sabbath), der auch bereits auf dem am 22. August 2014 erschienenen Album Into The Storm die drums einspielte.

Zum 25-jährigen Jubiläum 2014 spielte Axel Rudi Pell auf dem Festival Bang Your Head eine spezielle Axel Rudi Pell & Friends Show. Dabei ist er auch mit seiner ehemaligen Band Steeler aufgetreten.[4] Als Gäste waren Vinny Appice, Graham Bonnet, Doogie White, Tony Carey, John Lawton, Ronnie Atkins, Michael Voss, Rebellious Spirit und Sabina Classen von der Partie. Auch die Ex-Mitglieder Jeff Scott Soto, Rob Rock und Jörg Michael spielten bei dem Konzert mit. Die Show wurde aufgezeichnet und erschien am 24. April 2015 in Deutschland als DVD-, Blu-ray- oder CD - Box Set unter dem Namen Magic Moments - 25th Anniversary Special Show.

Am 15. Januar 2016 wurde das neue Album mit dem Titel Game of Sins veröffentlicht.

Das Studioalbum Knights Call erschien am 23. März 2018.

DiskografieBearbeiten

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[5]
Between the Walls
  DE 90 04.07.1994 (3 Wo.)
Black Moon Pyramide
  DE 87 01.04.1996 (5 Wo.)
Magic
  DE 77 09.06.1997 (2 Wo.)
Oceans of Time
  DE 58 05.10.1998 (2 Wo.)
The Ballads II
  DE 89 15.03.1999 (2 Wo.)
The Masquerade Ball
  DE 37 24.04.2000 (3 Wo.)
Shadow Zone
  DE 22 13.05.2002 (3 Wo.)
Kings and Queens
  DE 40 15.03.2004 (2 Wo.)
Mystica
  DE 27 08.09.2006 (2 Wo.)
Diamonds Unlocked
  DE 60 12.10.2007 (1 Wo.)
  CH 91 14.10.2007 (1 Wo.)
Live over Europe (DVD)
  DE 56 07.03.2008 (1 Wo.)
Tales of the Crown
  DE 41 07.11.2008 (1 Wo.)
  CH 81 09.11.2008 (1 Wo.)
The Crest
  DE 22 07.05.2010 (4 Wo.)
  AT 68 07.05.2010 (1 Wo.)
  CH 38 16.05.2010 (1 Wo.)
The Ballads IV
  DE 29 07.10.2011 (1 Wo.)
  CH 53 09.10.2011 (1 Wo.)
Circle of the Oath
  DE 16 06.04.2012 (4 Wo.)
  AT 55 06.04.2012 (1 Wo.)
  CH 30 15.04.2012 (2 Wo.)
Live on Fire - Tour 2012
  DE 51 05.04.2013 (1 Wo.)
Into the Storm
  DE 5 31.01.2014 (5 Wo.)
  AT 40 31.01.2014 (1 Wo.)
  CH 9 26.01.2014 (4 Wo.)
Magic Moments - 25th Anniversary Special Show
  DE 17 05.05.2015 (2 Wo.)
Game of Sins
  DE 11 22.01.2016 (4 Wo.)
  AT 42 29.01.2016 (1 Wo.)
  CH 10 24.01.2016 (3 Wo.)
The Ballads V
  DE 17 28.04.2017 (2 Wo.)
  AT 67 05.05.2017 (1 Wo.)
  CH 28 30.04.2017 (2 Wo.)
Knights Call
  DE 9 30.03.2018 (5 Wo.)
  AT 26 06.04.2018 (1 Wo.)
  CH 15 01.04.2018 (3 Wo.)
DVDs
Live on Fire - Tour 2012
  CH 9 07.04.2013 (2 Wo.)
Magic Moments - 25th Anniversary Special Show
  CH 4 03.05.2015 (5 Wo.)

StudioalbenBearbeiten

  • 1989: Wild Obsession
  • 1991: Nasty Reputation
  • 1992: Eternal Prisoner
  • 1994: Between the Walls
  • 1996: Black Moon Pyramid
  • 1997: Magic
  • 1998: Oceans of Time
  • 2000: The Masquerade Ball
  • 2002: Shadow Zone
  • 2004: Kings and Queens
  • 2006: Mystica
  • 2007: Diamonds Unlocked (enthält ausschließlich Coversongs)
  • 2008: Tales of the Crown
  • 2010: The Crest
  • 2012: Circle of the Oath
  • 2014: Into the Storm
  • 2016: Game of Sins
  • 2018: Knights Call

LivealbenBearbeiten

KompilationenBearbeiten

  • 1993: The Ballads
  • 1999: The Ballads II
  • 2000: The Wizards Chosen Few (Doppel-CD)
  • 2004: The Ballads III
  • 2009: The Best of Axel Rudi Pell (Anniversary Edition)
  • 2011: The Ballads IV
  • 2017: The Ballads V

VideoalbenBearbeiten

Alle genannten Alben und DVDs wurden bei Steamhammer/SPV veröffentlicht.

MitgliederentwicklungBearbeiten

 

Tätigkeit als JournalistBearbeiten

Zwischen 1986 und 1993 arbeitete Pell für das damals noch in Dortmund ansässige Magazin Metal Hammer. Dort war er zunächst freier Mitarbeiter und ab 1988 Bildredakteur. Gelegentlich schrieb er Artikel und Rezensionen unter den Pseudonymen Winfried Kuhl und Dirk Schreiber. Als der Metal Hammer im Jahr 1993 an den Schweizer Verleger Jürg Marquard verkauft wurde und die Redaktion nach München umzog, kündigte Pell.[6]

LiteraturBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. Interview mit Axel Rudi Pell
  2. Diskografie auf der offiziellen Website, Eintrag zu The Crest (Memento vom 27. Mai 2013 im Internet Archive)
  3. Axel Rudi Pell Parts Ways With Drummer Mike Terrana. Englisch. Online auf blabbermouth.net vom 9. Juli 2013.
  4. http://www.bang-your-head.de/site_byh/content/axel-rudi-pell-friends-steeler-2014
  5. Chartquellen: DeutschlandÖsterreichSchweiz
  6. Thorsten Zahn: Der Erfolgsmusiker. In: Metal Hammer-Sonderheft „25 Jahre - Das Geheimnis unseres Erfolges“, Seite 34

WeblinksBearbeiten

  Commons: Axel Rudi Pell – Sammlung von Bildern