August Allebé

niederländischer Künstler und Lehrer
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August Allebé (* 10. April 1838 in Amsterdam; † 23. Mai 1927 ebenda) war ein niederländischer Künstler und Lehrer.

Porträt (1896) von Heinrich Martin Krabbé
Bild von August Allebé von Johannes Luden, 1868, Teylers Museum, Haarlem

August Allebé durchlief in seinem Werdegang die Stilrichtungen der Romantik und des Realismus bis hin zum Impressionismus.[1] Zugleich war er wesentlicher Initiator und Förderer des Amsterdamer Impressionismus, der Künstlervereinigung St. Lucas und der Bewegung der Amsterdamse Joffers. Er war eine treibende Kraft des Amsterdamer Impressionismus – dieser wird von Kunsthistorikern auch als Schule von Allebé bezeichnet und war im niederländischen Impressionismus die Gegenströmung zur sehr starken Haager Schule.

Seine weltoffene Haltung gegenüber Kunst, die er als eine dynamische und stetig wandelnde Strömung verstand, und die Förderung und Motivation seiner Schüler ist für die damalige Rijksakademie zu Amsterdam von ausschlaggebender Bedeutung gewesen. Damit wurde sie zu einem Ort einer neuen Künstlergeneration und wurde somit zu einem wesentlichen Teil der Kunstbewegungen des frühen 20. Jahrhunderts. Von hier gingen signifikante Impulse für die Bewegung der Moderne und der Avantgarde aus.[2]

Lebenslauf und Jahre an der KunstakademieBearbeiten

 
Kunststudentinnen bei der Arbeit. Zur damaligen Zeit betrug die Klassenstärke der Akademien etwa 8 Personen (hier die Damenklasse der Newlyn Kunstschule, 1910).

In jungen Jahren belegte er Abendkurse bei Felix Mertis und studierte ab 1854 an der Koninklijke Academie voor Beeldende Kunsten (Königlichen Akademie der schönen Künste zu Amsterdam)[3] und von 1857 an der École des Beaux-Arts in Paris.[4] In dieser Zeit war er Schüler von Petrus Franciscus Greive, Adolphe Mouilleron, Charles Rochussen[5] und Louis Royer.

Im Jahre 1863 wurde er mit 25 Jahren schon Mitglied der Gesellschaft Arti et Amicitiae.[6] Darüber hinaus war er im selben Jahr Mitglied der Société royale belge des aquarellistes geworden.[7] Nach seiner Rückkehr nach Amsterdam trat er später eine Studienreise an, die ihn von Leiden, Dongen, nach Andernach am Rhein und 1868 nach Brüssel führte.[8] Ebenda erhielt er mit zweiunddreißig Jahren den Ruf zum Professor an der Koninklijke Academie voor Beeldende Künsten zu Amsterdam. Im Jahre 1880 wurde er Direktor selbiger Institution. Diese Funktion hatte er bis 1906 inne. Während seiner Laufbahn unterrichtete er alleine 179 Schüler.[9] Von seinen Schülern kehrten einige als Lehrer wieder an seine Akademie zurück und übernahmen nun selbst Klassen, oder sie gaben im Privatunterricht ihr Wissen weiter, wie auch Jan Veth.[10][11] Darüber hinaus war er Förderer der Amsterdamse Joffers, einer damals junge Bewegung von angehenden Künstlerinnen aus seiner Akademie heraus, welche kunsthistorisch dem Amsterdamer Impressionismus zugerechnet werden.[12]

Kunstvereinigung St. LucasBearbeiten

 
Gedenkstein der alten Sint-Lucasgilde zu Amsterdam.

Im Jahre 1880 wurde unter seiner Mitwirkung die Studentenvereinigung St. Lucas zu Amsterdam begründet.[13] Um 1886 begann ihre Wandlung in eine Künstlervereinigung. Sie war Begegnungsstätte des Amsterdamer Kunstgeschehens, vor allem der Tafelmalerei. Hier wurden Kontakte geknüpft, Wissen weiter gegeben und somit ein Gegenpol zur recht erfolgreichen Haager Schule aufgebaut. Darüber hinaus waren Verbindungen zur Amsterdamer Soziëteit Arti et Amicitiae vorhanden, die für beide Institutionen wesentlich waren. Diese Kunstvereinigung besteht bis heute fort und ist wesentlicher Bestandteil der niederländischen Kunstlandschaft.[14]

Allebé als Künstler im Spiegel der ZeitBearbeiten

 
Studenten der Rijksacademie zu Amsterdam um 1882/83.

Neben der Lehre war Allebé sowohl in der Tafelmalerei als auch in der Lithographie aktiv. Interessant ist sein stilmäßiger Wandel in seiner Zeit als Maler, der zugleich die Fähigkeit als Künstler, als Lehrer und als Förderer für das Neue in sich vereinte. Sein Schaffen setzte mit dem Ausklingen der Ära der Romantik ein – wesentliche Einflüsse dürften hier die niederländische Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts eines Van der Velde, Paulus Potter, Jacob van Ruisdael, und Meindert Hobbema sowie die niederländischen Maler der Romantik von Hermanus van Brussel, Pieter Geradus van Ost, Wijnadus Johannes Josephus Nuyen, Barend Cornelis Koekkoek und Johannes Weissenbruch sowie der von Wijnand Nyen ausgehende Umbruch sein.[15][16]

Dann wendete er sich dem Realismus zu.[17][18] Dabei wurden die alltäglichen Lebensumstände sowie die damals gesehene Welt der getrennten Welten von Mann und Frau festgehalten.[19] Wichtig sind vor allem die Pariser Jahre seiner Ausbildung an der Academie des Beaux-Arts, wo er in direktem Kontakt mit der École des 1930,[20] dem einsetzenden Realismus, der Bewegung der British Watercolours sowie der Lithographie kam.[21][22] Die Hinwendung zu Lithographie als Kunstform wurde mit von den damals in Studentenkreisen kursierenden Sammeln von Drucken ausgelöst.[23][24]

In seiner letzten Schaffensphase wandte er sich dem Impressionismus zu. Allerdings war der von ihm gepflegte Impressionismus nicht demjenigen in Frankreich von einem Édouard Manet, Camille Pissarro, Claude Monet, Pierre Renoir, Alfred Sisley, Mary Cassatt, Jean-François Raffaëlli, Jean-Louis Forain und Frederico Zandomeneghi gleichzusetzen, sondern vereint als wesentlichen Charakter die kulturelle Wechselwirkung mit der Identifikation der sozialen und gesellschaftliche Tradition der Niederlande. Vor allem der für Frankreich typische Pinselduktus, die helle Farbpalette und die Freilichtmalerei[25] wurden mit den Augen eines Niederländers gesehen, also das Gefühl für die typisch niederländische Atmosphäre aus der Wechselwirkung von ständig wechselnden Lichtverhältnissen aus Sonne, Wolken, Wind und Wasser, getragen von einer eigenen Leichtigkeit und Melancholie.[26][27] Die durch Johan Barthold Jongkind und der Oosterbeeker Schule und der ihre folgenden Haager Schule ausgelöste Umbruch blieb nicht ohne Einfluss auf Schaffensweg und Lehre und letztendlich auf seine Schüler.

Abgerundet von der Technik der Lithographie zeichnete ihn eine große Bandbreite des künstlerischen Schaffens aus, die ihn wie geschaffen machte für seine Lehrtätigkeit und dem Umgang mit dem stürmischen Wandel der Kunstrichtung von der Romantik bis hin zum Impressionismus als internationale Bewegung.

Sein Werk umfasst die Bildgattungen des Genres, der Landschaftsmalerei, mit der neuen Untergattung des Stadtgesichtes[28], der Porträtkunst, Tierbilder und wird durch Stillleben – vornehmliche Blumen – abgerundet. Allerdings ist es nicht so umfänglich, weil die Lehrtätigkeit und die darüber hinaus gehenden Verpflichtungen ihn stark beansprucht hatten.

Begraben ist er auf dem Zorgvlied-Friedhof in Amsterdam. Die Stadt Amsterdam hat ihren Sohn durch die Benennung eines Platzes nach ihm geehrt.

Schüler AllebésBearbeiten

Zu seinen erfolgreichen Schülern, die auch zum Teil über Holland hinaus internationale Bekanntheit und Anerkennung erlangen sollten, zählten etwa

Werke (Auswahl)Bearbeiten

AusstellungenBearbeiten

  • 1988: Leven en werk van August Allebé (1838–1927). Teylers Museum, Dordrecht

In MuseumsbesitzBearbeiten

LiteraturBearbeiten

Nachschlagewerke

Sonstige Literatur

  • Jan Knoef: Van romantiek tot realisme. Een bundel kunsthistorische opstellen. Stols, ’s-Gravenhage 1947, S. 271–288.
  • Jan Knoef: Onbekende grafiek van A. Allebé. In: Oud Holland. 68, 1953, S. 174–178.
  • A. Hoogendoorn: Een jeugdwerk von August Allebé. In: Oud Holland 69, 1954, S. 58ff.
  • Wiepke Loos, Carel van Tuyll van Serooskerken( Hrsg.): Waarde heer Allebé. Leven en werk van August Allebé (1838-1927); [gelijknamige tentoonstelling gehouden in: Teylers Museum, Haarlem, 27 feb. tot en met 8 mei 1988; Dordrechts Museum, Dordrecht, 21 mei tot en met 3 juli 1988; Drents Museum, Assen, 16 juli tot en met 18 sept. 1988]. Waanders, Zwolle 1988, ISBN 90-6630-124-4.
  • A. W. Hammacher: Amsterdamsche Impressionisten en hun Kring. J.M. Meulenhoff, Amsterdam 1946.
  • Georges Pillement: Les Pré-Impressionistes. Zug 1972.
  • Ruth Berson: The new Painting: Impressionism 1874–1886. Documentation, 3 Band. Phaidon Press, Oxford 1989, ISBN 0-7148-2430-5.
  • Norma Broude: Impressionismus – eine Internationale Bewegung 1860–1920. Dumond Buchverlag, Köln 1990, ISBN 3-8321-7454-0.
  • John Sillevis, Hans Kraan, Roland Dorn: Die Haager Schule, Meisterwerke der Holländischen Malerei des 19. Jahrhunderts aus Haags Gemeentemuseum. Ausst.Kat. Kunsthalle Mannheim, Edition Braus, 1987, ISBN 3-925835-08-3.
  • Ingrid Pfeifer, Max Hollein: Impressionistinnen. Aust.-Kat. Kunsthalle Frankfurt, Hatje Crantz, 2008, ISBN 3-7757-2078-2.
  • John House, Mary Anne Stevens: Post-Impresionism. Weidenfeld and Nicolson, London 1979, ISBN 0-297-77713-0.
  • Hedwig Guratzsch: Die große Zeit der niederländischen Malerei. Herder, 1979, ISBN 3-451-18218-1.
  • Dr. d. Brax: Hollandes en vlaamse Schilderkunst in Zuid-Afríka. J.H. de Bussy Amsterdam 1952.
  • Wiepke Loos, Robert Jan te Rijdt, Marjan van Heteren: Niederländische Landschaftsmaler: Meisterwerke des 18. und des 19. Jahrhunderts. Ausst.-Kat. Belser Verlag, 1997, ISBN 3-7630-2353-4
  • Charles S. Moffett: The New Painting 1878–1886. Ausst.-Kat. Phaidon, Oxford 1986, ISBN 0-7148-2430-5
  • Bernhard Lorenceau: Johan Barthold Jongkind – 1819–1891. Brame Lorenceau, Paris 1996, ISBN 2-9510156-0-7
  • Johan H. van Eikeren: De Amsterdamse joffers: Maria E. van Regteren Altena, Ans van den Berg, Jo Bauer-Stumpff, Nelly Bodenheim, Lizzy Ansingh, Coba Ritsema, Coba Surie, Betsie Westendorp-Osieck. 1947.
  • Ingrid Glorie: Juffers en Joffers: een eerbewijs aan vrouwen in de schilderkunst. De Doelenpers, 2000, ISBN 90-70655-27-6.
  • Christopher Wright: Paintings in Dutch Museums. Philip Wilson Publishers Ltd., London 1980, ISBN 0-85667-077-4.

WeblinksBearbeiten

Commons: August Allebé – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Der Impressionismus als internationale Bewegung dauerte etwa von 1860–1920.
  2. Hier wird Moderne Kunst als Oberbegriff für eine Ära verstanden, die in viele zeitlich begrenzte und in sich abgeschlossene Epochen zerfällt. Ihr Ende wird in der Kunstbewegung der Postmoderne gesehen. Hierunter fallen Expressionismus, Post-Expressionismus, der niederländische Konstruktivismus, Kubismus, Pointillismus, der Neo-Plastizismus und De Stijl.
  3. Zu jener Zeit genoss Antwerpen in der Kunstausbildung ein hohes Ansehen.
  4. Seit der Zeit Napoleons wurde in Europa die Kunst durch die jeweilige Staatsführung gelenkt und hatte somit auf die Weiterentwicklung in der Kunst zunächst einen stark hemmenden Einfluss.
  5. Er war einer der Mitbegründer von der Soziëtat Arti et Amicitiae.
  6. Diese Sozietät, wie sie sich zur damaligen Zeit bezeichnet hatte, war der künstlerische sowie der gesellschaftliche Mittelpunkt in Amsterdam.
  7. Diese beiden Mitgliedschaften zeigen einen Teil seines künstlerischen Spektrums.
  8. Neben Paris war die Académie royale des Beaux-Arts de Bruxelles und ihr Umfeld für die Künstler aus dem Königreich der Niederlande ein wichtiger Anlaufpunkt für ihre künstlerische Ausbildung.
  9. Dies waren sowohl Männer wie Frauen. Er war ein Anhänger des staatlich geförderten Kunststudiums für Frauen. Zum Ende des 19. Jahrhunderts strömten auch Künstlerinnen auf die Kunstakademien. An der Akademie in Amsterdam wurde diese Öffnung durch sein Dafürtun erst ermöglicht und trug auch wesentliche Früchte. Mit der Auslöser waren es die französischen Impressionistinnen Mary Cassatt (die Amerikanerin Mary Cassatt wurde von dem französischen Impressionisten Edgar Degas gefördert), Marie Bracquemond und Berthe Morisot, die das Malen für sich als Berufung sahen und ihren eignen Stil entdeckt und somit dieses Métier für zukünftige Generationen von Frauen geöffnet hatten.
  10. Damals umfasste eine Kunstklasse nur zwischen vier bis maximal acht Schüler.
  11. Jan Veth war außerordentlicher Professor für Kunstgeschichte und Ästhetik.
  12. Das letzte Mitglied dieser Strömung, Jacoba Surie, verstarb am 5. Februar 1970 und damit endete diese für die Niederlande einmalige Bewegung.
  13. Der Schutzpatron der Maler ist der Heilige St. Lukas, nach dem diese Künstlervereinigung benannt worden ist. Die Kunstgilden des St. Lucas waren schon einmal im 16. Jahrhundert in den Niederen Landen gegründet worden. Ausgangspunkt war die Reformationsbewegung von 1579 und das Abschütteln der katholischen Staatsmacht Spaniens. In 1610/11 wurden sie u. a. in Haarlem, Gouda, Delft, Rotterdam und Den Haag gegründet, was mit auf das 1. Goldene Zeitalter der Malerei der Niederlande zurückzuführen ist. Die letzte ihre Art existierte in Antwerpen bis 1795.
  14. Bekannt sind vor allem die jährlichen Kunstausstellungen.
  15. Hier sind die zur damaligen Zeit wesentlichen Einflüsse von Eugène Isabey, John Constable sowie Richard Parkes Bonington ausgehend.
  16. Auch die Düsseldorfer Malerschule hatte auf die jungen Künstler eine große Anziehungskraft. Zu jener Zeit hatte die Düsseldorfer Akademie in Europa ein hohes Ansehen für die hier gepflegte Landschaftsmalerei.
  17. Gustave Caillebotte, Edgar Degas und Berthe Morisot waren die damals wichtigste Vertreter dieser jungen Stilrichtung. Sie thematisierte so vertraute Darstellungen der Frau im Alltagsleben.
  18. Linda Nochlin: Morisot’s Wet Nurse: The Construction of Work and Leisure in Impressionist Painting, in Linda Nochlin: Women Art and Power, and other essays. New York, S. 40–44; Berthe Morisot: Impressionist, Ausst.-Kat. National Gallery of Art, hg. v. Charles F. Stuckey, William P. Scott und Suzanne Lindsay, Washington D.C. 1987
  19. Dies war mit wesentlicher Impuls für den Amsterdamer Impressionismus.
  20. Diese Bewegung trug gleichzeitig den Namen École des Naturalistes und erhielt erst später von dem Engländer David Thomson den treffenderen Namen École des Barbizon.
  21. Lithographie, auch Steindruck, genannt, war zur damaligen Zeit recht populär sowohl bei Künstlern wie Kunstliebhabern.
  22. Die hier verwendete Flachdruckplatte bestand aus Kalkschiefer.
  23. Bei den jungen Künstlern waren aus Nachlässen und Versteigerungen sowie bei den Verkaufsständen der „Bouquinistes“ an der Seine alte Drucke von Meistern wie Willem van de Velde, Rembrandt van Rijn, Adriaen van Ostade, Jacob Isaackszoon van Ruisdael sowie Meindert Hobbema sehr begehrt.
  24. Von dem Baron Isidore de Taylor wurde ein sich als sehr erfolgreiches entwickelndes Projekt auf die Beine gestellt mit dem Namen „Voyages pittoresques et romantiques dans l’ancienne France“. Gegenstand war die Darstellung von gotischen Ruinen, wilden Landschaften und historischen Denkmälern als Lithographie. Erweitert wurde dieses französisch britische Gemeinschaftsprojekt durch Text. An dieser Arbeit hatte damals in der Anfangsphase Bonington maßgeblichen Anteil. Im Jahre 1820 erschienen diese Serie bzw. Mappen das erste Mal und waren vornehmliche für Akademieschüler bestimmt, die sich mit der Bildgattung Landschaftsmalerei auseinandersetzen wollten. Diese recht erfolgreiche Serie lief bis 1878.
  25. Plein-Air-Technik
  26. Zur metaphysischen Dimension in der holländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts s. R.H. Fuchs, in Dutch Painting, London 1978, S. 134.
  27. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Æuvre des Malers Jan Hillebrand Wijsmüllers, Schüler von Allebé, und kunsthistorisch der 2. Generation der Haager Schule zuzurechnen. Er pflegte auch den Stil der Landschaftsmalerei der Haager Künstlerkolonie. Dieser umfasst sowohl den grundlegenden Charakter des niederländischen Impressionismus, bei dem er sich aus dem Blickwinkel eines Niederländers auf Licht, Luft und Landschaft konzentriert, wie in Polderlandschaft mit Fischer, als auch die hellen Tonwertkontraste eines Camille Pissarro im Werk Blühender Obstgarten, Louveciennes – 1872, die sich in seinem Werk Ausbringen der Fallen widerspiegelt.
  28. Das Stadtgesicht gehörte nicht zum Repertoire der Schule von Barbizon und der Haager Schule. Vielmehr wurde es von der Strömung des Amsterdamer Impressionismus wiederentdeckt – der Amsterdamer Impressionismus griff auch auf Rotterdam über, was sich an dem Œuvre von August Willem van Voorden (1881-1921) widerspiegelt.
  29. a b c Er hatte Privatunterricht erhalten.
  30. Sein Besuch an der Akademie währte nur kurz und er ging von dort nach Paris.
  31. Später wurde er Professor und dann Direktor an der Rijksacademie.
  32. Kunsthistoriker gehen davon aus, dass er Schüler von Allebé gewesen ist.
  33. Wurde 1880 als Meisterstudent in die Kunstvereinigung St. Lucas aufgenommen.
  34. Später kehrte er als Dozent an die Rijksacademie zurück.