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Andrei Wladimirowitsch Kosyrew

russischer Außenminister
Andrei Kosyrew

Andrei Wladimirowitsch Kosyrew (russisch Андрей Владимирович Козырев; * 27. März 1951 in Brüssel), war russischer Außenminister unter der Regierung Boris Jelzins. Er übte sein Amt von Oktober 1990 bis zu seiner Entlassung im Januar 1996 aus (sein Nachfolger war der spätere Ministerpräsident Jewgeni Primakow).

Kosyrew ist ein Absolvent des Moskauer Staatlichen Institutes für Internationale Beziehungen.

Seit 1968 arbeitete er im sowjetischen Außenministerium, wo er von 1986 bis 1990 Leiter der Abteilung für Internationale Organisationen war.

1993 unterzeichnete er, mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen Warren Christopher, für Russland das Oslo-Abkommen. Sein Kurs wurde jedoch von einer breiten Mehrheit des Parlaments als Anbiederung an die NATO empfunden, die seine Ablösung durch Jewgeni Maximowitsch Primakow betrieb.

Im Volksmund hat Kosyrews Politik der Anbiederung an die NATO und die USA ihm den Beinamen "Mr. Ja" bzw. "Mr. Yes" eingebracht, seine Amtszeit gilt als die einzige Epoche in der Geschichte Russlands, in der das Land keine unabhängige Außenpolitik betrieben habe.[1]

Heute lebt Kosyrew in den USA.[2]

LiteraturBearbeiten

FußnotenBearbeiten

  1. Spiegel online vom 10. November 2012: Putin setzt in Russland Außenpolitik auf China
  2. An Optimist’s View of Russia. In: The New York Times. 17. Juni 2015, abgerufen am 4. Januar 2016 (englisch).