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Andreas Monheim

Apotheker, Bürgermeister von Aachen

Andreas Monheim (* 30. November 1750 in Köln; † 9. April 1804 in Aachen) war Apotheker und Bürgermeister der Reichsstadt Aachen.

Leben und WirkenBearbeiten

Andreas Monheim zog 1781 nach Aachen und wurde dort Mitarbeiter und Teilhaber des Heinrich Martin Jakob Coebergh, des Eigentümers der Adler-Apotheke im Coeberghischen Stockhaus. Am 15. Oktober 1783 heiratete er die begüterte Anna Maria Gertrud Peuschgens (* 17. März 1751 in Aachen; † 5. September 1814 in Aachen) und erhielt dadurch das Aachener Bürgerrecht. Am darauf folgenden 29. November erwarb er das Coeberghische Stockhaus und ließ es 1786 von dem Aachener Baumeister Jakob Couven in ein repräsentatives Wohnhaus im Rokokostil umbauen, das Haus Monheim. 1788 wurde er Alleininhaber der Apotheke, die bald darauf in Monheims Apotheke umbenannt wurde.

Am 10. Oktober 1797 wurde Andreas Monheim zum Bürgermeister Aachens unter französischer Oberhoheit gewählt. Die Franzosen hatten vorübergehend die 1794 aufgehobene reichsstädtische Verfassung wiedereingesetzt, am 16. März 1798 wurde sie jedoch endgültig aufgehoben. Andreas Monheim war somit gemeinsam mit dem Schöffenbürgermeister Vincenz Philipp Freiherr de Witte de Limminghe der letzte Bürgermeister der freien Reichsstadt Aachen.

Nach dem Tod Andreas Monheims übernahm sein Sohn Johann Peter Joseph Apotheke und Haus Monheim.

LiteraturBearbeiten

  • Eberhard Quadflieg: Das Coebergische Stadthaus, auch „Haus Monheim“ genannt. In: Hans Feldbusch, Peter Ludwig (Hrsg.): Aachener Kunstblätter. Nr. 17/18 (1958/59), S. 11–12.