Hauptmenü öffnen

Wikipedia β

Bürgermeister der Reichsstadt Aachen

Oberster Repräsentant der Reichsstadt Aachen

Diese Liste zählt die Personen auf, die während der Zeit Bürgermeister von Aachen waren, in der Aachen eine freie Reichsstadt war. Die späteren Bürgermeister Aachens sind unter Bürgermeister der Stadt Aachen aufgeführt.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die Freie Reichsstadt Aachen wurde zunächst durch einen königlichen Beamten regiert. Erst 1250 ging die Leitung auf einen so genannten Erbrat über, welcher sich aus zwei Rent- und Baumeistern, lebenslang gewählten Schöffen sowie den Deputierten der neun Aachener Grafschaften des Aachener Reichs zusammensetzte und dem in der Regel zwei regierende Bürgermeister vorstanden. Letztere waren anfangs noch notable Aachener Persönlichkeiten, ab Mitte des 14. Jahrhunderts vermehrt auch Mitglieder des Aachener Schöffenstuhls[1]. Diese aristokratische Selbstverwaltung der Stadt führte zunehmend zum Verdruss, da sich die Handwerker und einfachen Bürger im Erbrat nicht vertreten fühlten.

Erst im Aachener Gaffelbrief von 1450 und seinen späteren Novellen wurde festgelegt, dass ein Bürgermeister aus dem Kreis der Schöffen, die sich nunmehr in die nach ihrem Stammlokal benannte Sternzunft[2] organisierten, und ein Bürgermeister aus den übrigen Zünften als Vertreter der Bürgerschaft gewählt werden musste. Der Bürgermeister aus den Schöffen wurde auch als „Schöffenbürgermeister“ bezeichnet, der Bürgermeister aus den Zünften als „Bürgerbürgermeister“ (sic!). Die Wahlen fanden in der Regel am 25. Mai statt.[3] Die Kandidaten mussten die Bürgerrechte besitzen und schon längere Zeit in Aachen wohnen und arbeiten. Ihre Amtszeit dauerte in der Regel ein Jahr, danach wurden sie als so genannte „Abgestandene Bürgermeister“ bezeichnet und konnten sich erst nach einem weiteren Jahr wieder zur Wahl stellen.

Dabei konnte es "Pärchen" geben, die sich im zweijährigen Rhythmus abwechselten und somit über lange Zeit die Geschicke Aachens bestimmten. So war z. B. Alexander Theodor von Oliva in den 38 Jahren zwischen 1729 und 1767 insgesamt 19 mal Schöffenbürgermeister, von 1729 bis 1748 abwechselnd mit Johann Werner von Broich, von 1749 bis 1756 abwechselnd mit Franz von Fürth und von 1758 bis 1767 abwechselnd mit Joseph Xaver von Richterich. Dieser wechselte sich dann bis 1786 mit Johann Jakob von Wylre im Amt des Schöffenbürgermeisters ab. Solche Pärchen gab es auch bei den Bürgermeistern aus den Zünften, z.B. Martin Lambert de Lonneux und Jacob Niclas zwischen 1730 und 1756.

Die normale Abfolge wurde jedoch mehrmals gestört, beispielsweise während der Aachener Religionsunruhen im 16. Jahrhundert. So wählte 1581 sowohl die katholische als auch die evangelische Partei je einen Bürgermeister aus den Schöffen und einen aus den Zünften. Nach einer Neuwahl 1582 blieben nur noch der evangelische Schöffenbürgermeister Johann von Lontzen und der katholische Bürgerbürgermeister Johann Fiebus im Amt. 1587 wählten die in Aachen verbliebenen Protestanten neben einem Schöffenbürgermeister gleich zwei Bürgerbürgermeister, während die aus Aachen vertriebenen Katholiken je einen eigenen Bürgermeister aus den Schöffen und den Zünften wählten. Während der Aachener Mäkelei wurde 1786 der gewählte Bürgerbürgermeister Stephan Dominicus Dauven, der der Alten Partei angehörte, zum Rücktritt gezwungen und durch einen Kandidaten der Neuen Partei ersetzt.

Bedingt durch die von der Aachener Mäkelei ausgelösten Unruhen und die französische Besetzung ab 1792 wurden von 1790 bis 1797 gar keine Bürgermeisterwahlen mehr durchgeführt. Von den Franzosen wurde die reichsstädtische Verfassung zunächst außer Kraft gesetzt, 1797 vorübergehend wieder eingesetzt und 1798 endgültig außer Kraft gesetzt. Bis 1800 wurde Aachen nun von dem Präsidenten der Kantonmunizipalität Jakob Friedrich Kolb und seines 10-köpfigen Munizipalitätsrates regiert. Ab 1800 trat an die Stelle der Doppelspitze mit zwei Bürgermeistern das französische System der Mairie, bei der ein einzelner Maire an der Spitze der Stadt stand. Auch nach der Zeit der französischen Besatzung wurde dieses System beibehalten, das Stadtoberhaupt führte ab dann den Titel Oberbürgermeister. Bereits vor der endgültigen Auflösung der reichsstädtischen Verfassung waren zwischenzeitlich von Januar 1793 bis März 1793 der Nadelfabrikant und Vertreter der Neuen Partei Stephan Wilhelm Joseph Beissel (1751–1819)[4] sowie von Juli 1795 bis Frühjahr 1797 der Kaufmann Joseph Brantten, Freimaurer und Illuminat, zum Maire ernannt worden.[5]

Die ältesten bekannten Auflistungen Aachener Bürgermeister sind Handschriften aus dem 18. Jahrhundert.[6] Sie enthielten jedoch nur wenige Einträge und erwiesen sich als unzuverlässig. Im Druck erschien eine Liste Aachener Bürgermeister erstmals 1841 im zweiten Band der Geschichte der Stadt Aachen von Christian Quix. Sie umfasste die Jahre 1251 bis 1344. Hugo Loersch veröffentlichte 1871 in Aachener Rechtsdenkmäler eine Liste der Bürgermeister von 1251 bis 1485. Eine umfassende Liste der urkundlich belegten Bürgermeister von 1250 bis zur endgültigen Auflösung der reichsstädtischen Verfassung Aachens 1798 veröffentlichte Luise Freiin von Coels von der Brügghen 1935 in Band 55 der Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. Die vorliegende Liste ist im Wesentlichen auf diese Veröffentlichung gestützt.

ListeBearbeiten

Nachfolgend sind die quellenmäßig nachweisbaren Bürgermeister aufgelistet.

Legende:

Art = Art des Amtes
B = Bürgermeister vor 1450, nicht als Schöffe nachgewiesen
S = vor 1450: Bürgermeister und Schöffe, nach 1450: Bürgermeister aus den Schöffen, auch Schöffenbürgermeister genannt
Z = Bürgermeister nach 1450 aus der Bürgerschaft (den Zünften), auch Bürgerbürgermeister genannt
Zahl = Anzahl der Amtsperioden
Amtsperiode= Jahre der Amtsausübung

Springe zu: 1300135014001450150015501600165017001750

Name Art Zahl Amtsperiode(n) Anmerkungen
Johannes Goswin B 1 1251/52
Johannes Hun B 1 1251/52
Martinus Simon B 1 1252/53
Martinus de Trajecto B 1 1264/65
Martinus N.N. B 1 1265/66
Yvillon B 2 1265/66, 1269/70
Jaspar de Horne B 1 1272/73
Stepfan de Puteo B 1 1272/73
Arnoldus de Sleyda B 1 1274/75
Hermann Kalf B 1 1278/79
Johannes de Golopia B 1 1278/79
Henricus de Wicorum B 1 1279/80
Ricobaldus de Ahre B 2 1283/84, 1289/90
Thomas N.N. B 1 1286/87
Gunther de Pless B 1 1289/90
Ghyso Cappellan B 1 1294/95
Arnoldus de Kalkofen B 1 1305/06
Henricus de Robotroide B 1 1305/06
Godeschalcus Schrat B 1 1309/10
Johannes Buschart B 2 1309/10, 1319–21
Arnoldus de Porta Regis B 1 1319–21
Martin von Pont B 1 1323–25
Theodor von Streithagen B 1 1323/24
Gerhard Chorus
(1285–1367)
S 5 1324/25, 1327/28, 1338/39, 1342/43, 1346/47
Walter von Pont B 4 1327/28, 1334/35, 1338/39, 1343/44
Goswin N.N. B 1 1333/34
Godart N.N. B 1 1333/34
Johannes von dem Eichhorn
(† 1344)
S 2 1334/35, 1343/44, war maßgeblich an den Vorbereitungen zum Landfriedensbündnis zwischen den Städten Aachen und Köln sowie Kurköln und dem Herzogtum Brabant beteiligt.
Jakob Colyn
(† 1370)
B+S 4+1 B: 1342/43, 1344/45, 1351/52, 1354/55, S: 1358/59
Matthias Hoyn B 1 1344/45
Christian Lewe
(† vor 1375)
S 3 1346/47, 1361/62, 1364/65
Willem von Pont B 1 1351/52
Johann von dem hl. Geist B 1 1354/55
Konrad von dem Eichhorn
(† 1381)
S 2 1360/61, 1367/68 schlug im Jahr 1368 den Aufstand der Weber und Tuchwalker blutig nieder.
Gottfried Colyn der Ältere B 1 1360/61
Goswin von Pont
(† um 1365)
S 1 1361/62
Johann Chorus
(† um 1367)
S 1+1 B: 1349/50, S: 1363/64 erste Amtsperiode laut Aachener Stadtrechnungen
Arnold van den Berge
(† vor 1370)
S 1 1363/64
Gerhard van Rodenburg S 1 1366/67 Bürgermeisteramt unklar, Quelle Die Schöffen des kgl. Stuhls gibt keinen Hinweis darauf und die letzte Erwähnung als Schöffe fand am 5. Juli 1365 (!) statt, was bedeutet, dass er wenig später verstorben sein müsste, da man in der Regel lebenslang Schöffe blieb. Dies widerspricht dem Eintrag in der Quelle Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798, wo Rodenburg als Bürgermeister für 1366/67 ausgewiesen ist. Ansonsten existieren (bislang) keine weiteren Quellenfunde.
Jakob Colyn
(† 1381)
S 4 1367/68, 1371/72, 1376/79, 1379/80 schlug im Jahr 1368 den Aufstand der Weber und Tuchwalker blutig nieder
Johann von Pont
(† um 1386)
B+S 1+9 B: 1368/69 S: 1372/73, 1374–1376, 1377/78, 1379/80, 1383–1387
Wilhelm Ellerborn B 1 1368/69
Johann Ellerborn B 1 1371/72
Arnold Volmer
(† um 1387)
S 3 1372/73, 1374/75, 1386/87
Reinhard von Moirke
(† 1386)
S 6 1373/74, 1376/77, 1380/81, 1382/83
Gottfried Colyn der Jüngere B 1 1373/74
Johannes Nys B 1 1377/78
Gerhard Lewe
(† um 1384)
S 2 1380/81, 1383/84
Heinrich van der Linden
(† 1392)
S 6 1382/83, 1385/86, 1387–1391
Christian van den Canel
(† um 1401)
S 3 1387/88, 1389/90, 1392/93
Volmer in St. Jacobstraß
(† um 1397)
S 3 1388/89, 1391/92, 1394/95
Reinhard von Moirke
(† 1412)
B+S 1+5 B: 1389/90, S: 1392/93, 1396–1398, 1400/01, 1408/09, 1412 verstarb noch im Jahr 1412[7]
Konrad von Pont der Alte
(† nach 1404)
S 4 1390/91, 1393/94, 1397/98, 1401/02
Johann van den Berge
(† um 1409)
S 2 1391/92, 1398/99
Konrad Volmer B 1 1393/94
Johann van Sint Margraten B 3 1394/95, 1396/97, 1401/02
Johann Bertolf
(† um 1407)
S 1–6 1399/1400 Amtszeiten in den Jahren 1395/96, 1402/03, 1404/05, 1405/06, 1406/07 können in Betracht kommen[8]
Statz von Segraedt, der Ältere B 1 1399/1400
Rikolf Colyn
(† um 1400)
S 1 1398/99
Konrad von dem Eichhorn
(† 1437)
S 3 1400/01, 1408/09, 1414/15, vielleicht auch öfters im Amt, da hier die Quellenlage ungenau ist. Nicht zu verwechseln mit dem Bürger-Bürgermeister gleichen Namens, der 1407/08 im Dienst war[9]; Konrad von dem Eichhorn schlug ebenfalls eine Rebellion von 10 Ambachten blutig nieder.
Heinrich Bertolf B 1 1403/04
Konrad von dem Eichhorn, der Alte B 1 1407/08 nicht zu verwechseln mit dem Schöffen-Bürgermeister gleichen Namens, evtl. ein Vetter von ihm.
Hermann Dürtzant
(† um 1416)
S 1 1407/08
Gerhard von Haren
(† um 1511)
B 1 1411/12
Gerhard Lewe
(† um 1426)
S 2 1413/14, 1425/26
Gerhard von Wylre
(† um 1440)
S 4 1416/17, 1429/30, 1431/32, 1436/37
Statz von Segraedt
(† um 1441)
S 3 1418/19, 1437/38, 1440/41
Johann Ellerborn
(† um 1440)
S 1+4 B: 1414/15, S: 1420/21, 1425/26, 1429/30, 1436/37
Martin Bertolf
(† um 1442)
S 2 1421/22, 1437/38
Ghisen Blyenhouilt B 1 1421/22
Colyn Beissel B 2 1423/24, 1329/30
Walter Volmer
(† vor 1431)
S 1 1427/28
Konrad von Pont
(† zwischen 1435 und 1438)
B 1 1427/28
Johann Beissel
(† um 1440)
S 1 1428/29
Wilhelm von der Hagen B 3 1431/32, 1438/39, 1441/42
Lambrecht Buck
(† um 1462)
S 6 1432/33, 1440/41, 1442/43, 1446/47, 1448/89, 1452/53
Johann von der Hagen B 3 1432/33, 1435/36, 1439/40
Heimbrecht von Bastenachen B 1 1433/34
Gerhard Beissel
(† um 1462)
S 6 1435/36, 1452/53, 1455/56, 1457/58, 1460/61, 1461/62
Peter Scheichter B 2 1438/39, 1445/46
Gottschalk von Hochkirchen S 1 1439/40
Adam von Haren
(† um 1454)
S 1 1443/44
Matthys Overbach Z 3 1443/44, 1456/57, 1459/60
Fetschin Colyn
(† 1472)
S 3 1445/46, 1450/51, 1459/60
Johann Hartmann
(† um 1450)
S 1 1446/47
Jan van Eynatten B 1 1448/49
Statz von Segraedt
(† um 1460)
S 2 1450/51, 1456/57 Amtszeit 1450 ungewiss, könnte auch ein oder zwei Jahre früher sein (siehe Artikel).
Gerhard von Haren
(† um 1458)
S  ? 1450/51? Amtszeit ungewiss, wird nur in der Quelle Quix im Jahr 1450 als Bürgermeister anstelle von Fetschin Colyn, dem Älteren oder Statz von Segraedt genannt (siehe Artikel)[10]
Thomas Ellerborn
(† um 1472)
S 4 1451/52, 1455/56, 1458/59, 1462/63
Stefan van Roide Z 3 1451/52, 1458/59, 1462/63
Matthys Overbach Z 2 1456/57, 1459/60
Johann von Gimmenich Z 4 1460/61, 1461/62, 1464/65, 1466/67
Gerhard Beissel
(† um 1493)
S 7 1469/70, 1472/73, 1474/75, 1483/84, 1484/85, 1487/88, 1491/92
Johann Bertolf
(† 1510)
S 8 1463/64, 1465/66, 1471/72, 1475/76, 1480/81, 1494/95, 1495/96 1499/1500 war 1495 zunächst abgestandener Bürgermeister, ersetzte dann einen nicht namentlich bekannten Amtsinhaber[11]
Wilhelm von Roide Z 3 1463/64, 1465/66, 1468/69
Peter von Segraedt
(† um 1483)
S 6 1464/65, 1467/68, 1470/71, 1473/74, 1478/79, 1482/83 Amtszeiten lt. Quelle Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798; Die Quelle Die Schöffen des kgl. Stuhls weist lediglich die Amtszeiten 1466, 1470, 1473 und 1482 aus (siehe Artikel)
Alart von der Smitten S 1 1466/67
Lambrecht Buck (15. Jahrhundert) Z 6 1467/68, 1469/70, 1472/74, 1474/75, 1479/80, 1484/85
Hermann von Dremborn
(† um 1486)
S 3 1470/71, 1473/74, 1477/78
Gottschalk von Segraedt
(† um 1483)
S 3 1471/72, 1476/77, 1479/80
Mathys Bestoltz Z 1 1475/76
Johann Ellerborn
(† 1509)
Z 4 1476/77, 1478/79, 1481/82, 1486/87
Johann Heiman Z 1 1477/78
Johann von Roide S 1 1481/82
Lambrecht von Richterghyn Z 3 1482/83, 1487/88, 1491/92
Johann Beissel
(† um 1494)
S 1 1486/87
Fetschin Colyn
(† um 1505)
S 4 1488/89, 1493/94, 1500/01, 1504–1506
Peter Buck Z 2 1488/89, 1493/94
Adam von Haren
(† um 1511)
S 2 1489/90, 1496/97
Peter von Gymnich Z 3 1489/90, 1492/93, 1496/97
Wilhelm Imgenhofen S 1 1492/93
Peter Wolff Z 3 1494/95, 1497/9, 1501/02
Johann Pastor
(† um 1510)
Z 2 1498/99, 1502/03
Wilhelm Colyn
(† um 1524)
S 7 1497/98, 1510/11, 1512/13, 1513/14, 1517/18, 1520/21, 1522/23 setzte sich maßgeblich für die Reform des Aachener Gaffelbriefs ein
Wilhelm von Wylre
(† um 1508)
S 3 1498/99, 1501/02, 1506/07
Hermann Pastor Z 1 1500/01
Peter Bestoltz Z 3 1504–1506, 1508/09, 1510/11
Adam Munten Z 2 1506/07, 1511/12
Gillis von dem Bischoffsstave
(† vor 1512)
S 1 1507/08
Peter von Inden Z 8 1507/08, 1509/10, 1512/13, 1520/21, 1522/23, 1524/25, 1527/28, 1532/33
Johann von Drimborn
(† um 1536)
S 1 1508/09
Johann von Hochkirchen
(1482–1554)
S 1 1509/10
Everhard von Haren
(† um 1529)
S 4 1511/12, 1514/15, 1521/22, 1526/27 setzte sich maßgeblich für die Reform des Aachener Gaffelbriefs ein
Werner von Merode-Houffalize Z 1 1513/14
Jacob Krop Z 3 1514/15, 1517/18, 1523/24
Leonhard von dem Ellenbant
(um 1481–vor 1552)
S 5 1516/17, 1529/30, 1533/34, 1535/36, 1537/38
Arnold Wymer Z 6 1516/17, 1519/20, 1528/29, 1530/31, 1533/34, 1535/36
Johann Ellerborn
(† um 1532)
S 3 1519/20, 1523/24, 1531/32 Die Amtszeit 1531/32 könnte auch sein Sohn Johann Ellerborn († um 1563) innegehabt haben.
Johann von Stommel
(† 1528)
S 2 1524/25, 1527/28
Franz von Pirn
(† 1551)
Z 4 1526/27, 1529/30, 1547/48, 1550/51 starb wenige Monate vor Amtsende und wurde durch den abgestandenen Bürgermeister Nicolaes Wilreman vertreten[12]
Wolter von Wylre
(1495–1529)
S 1 1528/29
Melchior Colyn
(1500–1559)
S 14 1530/31, 1532/33, 1534/35, 1536/37, 1538/39, 1540/41, 1542/43, 1544/45, 1547/48, 1550/51, 1552/53, 1554/55, 1556/57, 1558 verstarb im Verlauf seiner letzten Amtszeit und wurde bis zur turnusmäßigen Neuwahl von dem abgestandenen Bürgermeister Johann Ellerborn († um 1563) vertreten. Obwohl katholisch stand er den Protestanten loyal gegenüber.
Johann Ellerborn
(um 1512–um 1563)
S 12 1531/32, 1539/40, 1541/42, 1543/44, 1546/47, 1548/49, 1551/52, 1553/54, 1555/56, 1557/58, 1555/56, 1560/61, 1562/63 Die Amtszeit 1531/32 könnte auch sein Vater Johann Ellerborn († um 1532) innegehabt haben. Sprang als abgestandener Bürgermeister 1558 für den verstorbenen Melchior Colyn ein. Vertreter eine streng katholischen Linie.
Johann von Buel Z 3 1531/32, 1537/38, 1539/40
Adam von Zevel
(um 1497–1565)
Z 3 1534/35, 1536/37, 1545/46
Nicolaes Wilreman Z 9 1538/39, 1541/42, 1546/47, 1549/50, 1556/57, 1562/63, 1564/65, 1566/67, 1568/69 vertrat 1551 für wenige Monate noch den verstorbenen Franz von Pirn[12]
Simon Engelbrecht
(vor † 1554)
Z 2 1540/41, 1542/43,
Johann von Stommel Z 2 1544/45, 1548/49
Gerhard Ellerborn
(1517–1571)
S 4 1549/50, 1559/60, 1563/64, 1566/67 Vertreter einer streng katholischen Linie
Emondt Düppengießer Z 1 1551/52
Adam von Zevel
(1529–1587)
Z 3 1552/53, 1553/54, 1555/56, 1559 wurde ab 26. September 1559 aufgrund seines Eintretens für die reformierte Gemeinde Aachens durch Franz Block ersetzt[13]
Wilhelm Engelbrecht
(1519 – vor 1571)
Z 2 1554/55, 1557/58
Franz Block Z 8 1558/59, 1559/60, 1561/62, 1563/64, 1565/66, 1567/68, 1569/70, 1571/72 wurde als abgestandener Bürgermeister ab dem 26. September 1559 für Adam von Zevel nach dessen Absetzung eingesetzt[13]
Stephan Wolf Z 1 1560/61
Jakob von Bree S 1 1561/62
Leonhard von dem Hove
(um 1519–1590)
S 6 1564/65, 1567/58, 1569/70, 1572/73, 1574/75, 1580/81
Peter Buck
(um 1496–vor 1573)
S 1 1565/66
Johann von Lontzen
(um 1497–um 1591)
S 6 1568/69, 1575/76, 1579/80, 1581/82, 1583/84, 1585/86 1581 von der evangelischen Partei gewählt, bei Neuwahl am 5. Juni 1581 bestätigt [14]
Matthias Peltzer
(1508–1591)
Z 1 1570/71 Anführer der protestantischen Bewegung in Aachen
Albrecht Schrick
(1532–1598)
S 1571/72, 1578/79, 1581, 1598/99, 1581 von der katholischen Partei gewählt, nach Neuwahl am 5. Juni 1581 von Johann von Lontzen abgelöst[14], 1598 nach der Ächtung der ursprünglich gewählten Bürgermeister Bonifacius Colin und Simon Engelbracht als Nachrücker gewählt, verstarb noch während der Amtszeit und wurde ab dem 24. September 1598 von Wilhelm von Wylre ersetzt[15]
Peter Holzmaert Z 1 1572/73
Johann Fiebus Z 2 1574/75, 1581/82 1581 von der katholischen Partei gewählt, bei Neuwahl am 5. Juni 1581 bestätigt [14]
Johann Rulandt Z 1575/76, 1578/79
Simon Engelbrecht Z 12 1577/78, 1579/80, 1581 1582/83, 1584/85, 1586/87, 1588/89, 1590/91, 1592/93, 1594/95, 1596/97, 1598 1581 von der evangelischen Partei gewählt, bei anschließender Neuwahl am 5. Juni 1582 abgelöst; 1598 geächtet und durch Jakob Moll abgelöst[15]
Peter von Zevel Z 5 1580/81, 1583/84, 1585/86, 1587/88, 1589/90
Bonifacius Colyn
(1533–1608)
S 1582/83, 1584/85, 1586/87, 1588/89, 1590/91, 1592/93, 1596/97, 1598 obwohl katholisch wurde er 1598 für seine Loyalität gegenüber den Protestanten geächtet und durch Albrecht Schick abgelöst[15]
Anastasius von Segraedt
(um 1541–um 1598)
S 7 1587/88, 1589/90, 1591/92, 1593/94, 1594/95, 1595/96, 1597/98 1597 einer der drei von den Protestanten gewählten Bürgermeister[15]
Dietrich Vercken Z 4 1591/92, 1593/94, 1595/96, 1597/98 1597 einer der drei von den Protestanten gewählten Bürgermeister[15]
Matthäus Peltzer Z 1 1597/98 1597 einer der drei von den Protestanten gewählten Bürgermeister[15]
Wilhelm von Wylre (1538–1601) S 1597/98, 1598/99, 1600/01 1597 von den vertriebenen Katholiken gewählt, löste 1598 Albrecht Schrick nach dessen Tod ab[15]
Egidius Valenzyn
(† 1600)
S 2 1597/98, 1599/1600 1597 von den vertriebenen Katholiken gewählt[15]
Jakob Moll Z 2 1598/99, 1600/01 1598 nach der Reichsacht für die ursprünglich gewählten Bürgermeister Bonifacius Colyn und Simon Engelbracht als Nachrücker gewählt[15]
Christian Meess Z 9 1599/1600, 1601/02, 1603/04, 1605/06, 1607/08, 1609/10, 1611/12, (1613/14), (1614/15), 1615/16, 1643/44 1613 waren Berchem und Meess zwar von katholischer Seite gewählt worden, aber die protestantischen Bürgermeister Lambert und Jodokus von Beeck übten die Macht aus. Nach dem Einmarsch der spanischen Truppen ersetzten Berchem und Meess die 1614/15 regierenden Bürgermeister Kalckberner und Schanternel.[16]
Johann Ellerborn
(† um 1609)
S 4 1600/01, 1602/03, 1604/05, 1608/09 Vertreter einer streng katholischen Linie, gehörte zu den von 1550 bis 1558 verbannten katholischen Amtsträgern
Joachim Berchem
(1572–1648)
S 18 1601/02, 1603/04, 1605/06, 1607/08, 1609/10, 1611/12, (1613/14), (1614/15), 1615/16, 1617/18, 1619/20, 1621/22, 1623/24, 1627/28, 1629/30, 1631/32, 1633/34, 1637/38, 1640/41, 1644/45 1613 waren Berchem und Meess zwar von katholischer Seite gewählt worden, aber die protestantischen Bürgermeister Lambert und Jodokus von Beeck übten die Macht aus. Nach dem Einmarsch der spanischen Truppen ersetzten Berchem und Meess die 1614/15 regierenden Bürgermeister Kalckberner und Schanternel.[16]
Franz Widderath Z 4 1602/03, 1604/05, 1606/07, 1608/09
Abraham von Streithagen
(† 1635)
S 1 1606/07 Streithagen wird in einem Dokument vom 13. April 1610 als Bürgermeister und Schöffe genannt, zu der Zeit war jedoch Berchem Schöffenbürgermeister. Der Titel stammte also von einer früheren Amtszeit, wofür nur 1606/07 in Frage kommt, da nur für diese Amtszeit kein Schöffenbürgermeister namentlich genannt ist.[16]
Johann Kalkberner Z 2 1612/13, 1614/15 nach dem Einmarsch der spanischen Truppen durch Berchem und Meess abgelöst[17]
Adam Schanternel (1556–1631) Z 2 1612/13, 1614/15 nach dem Einmarsch der spanischen Truppen durch Berchem und Meess abgelöst[17]
Lambert von Beeck Z 1 1613/14
Jodokus von Beeck Z 1 1613/14
Albrecht Schrick
(1573–1640)
S 10 1616/17, 1618/19, 1620/21, 1622/23, 1624/25, 1626/27, 1628/29, 1630/31, 1632/33, 1634/35
Johann Schörer Z 8 1616/17, 1618/19, 1621/22, 1623/24, 1625/26, 1627/28, 1629/30, 1631/32
Egidius Bleyenheuft Z 2 1617/18, 1620/21
Dietrich Speckhewer
(† 1666)
Z+S 8+1 Z: 1619/20, 1622/23, 1624/25, 1626/27, 1628/29, 1633/34, 1637/38, 1640/41; S: 1650/51 gab nach Eintritt in den Schöffenstand 1641 sein Amt als Bürgermeister der Zünfte ab.[18]
Kaspar von Löwenich Z 3 1630/31, 1632/33, 1634/35
Hermann von Ophoven
(† 1650)
S 3 1638/39, 1643/44, 1646/47
Johann Beelen Z 1 1638/39
Kaspar von Schwartzenberg
(† 1661)
S 4 1639/40, 1654/55, 1656/57, 1658/59
Balthasar Fiebus Z 10½ 1639/40, 1641, 1644/45, 1646/47, 1647/48, 1650/51, 1656/57, 1658/59, 1660/61, 1662/63, 1664/65 löste 1641 nach dem Eintritt Speckhewers in den Schöffenstand diesen als Bürgermeister der Zünfte ab.[18]
Melchior von Schwartzenberg
(† 1664)
S 5 1655/56, 1657/58, 1659/60, 1661/62, 1663/64
Leonhard Schleicher Z 5 1655/56, 1657/58, 1659/60, 1661/62, 1663/64
Johann Bertram von Wylre
(1623–1679)
S 10 1659/60, 1660/61, 1662/63, 1664/65, 1666/67, 1668/69, 1669/70, 1674/75, 1676/67, 1678/79
Johann Wilhelm von Bock S 1 1665/66
Gerlach Maw (* 1622) Z 5 1665/66, 1666/67, 1668/69, 1670/71, 1672/73
Nikolaus Fiebus Z 3 1667/68, 1669/70, 1671/72
Johann Wilhelm von Olmüssen
(† 1693)
S 10½ 1670/71, 1674, 1675/76, 1677/78, 1679/80, 1681/82, 1883/84, 1685/86, 1687/88, 1689/90 Olmüssen war als Schöffe 1670 vom Rat gewählt worden, obwohl er nicht von den Schöffen vorgeschlagen war. 1671–73 wurde kein Schöffenbürgermeister gewählt, für die Amtsperiode 1673/74 fand die Wahl erst am 9. März 1674 statt.[19]
Johannes Chorus Z 11 1673/74, 1675/76, 1677/78, 1679/80, 1681/82, 1683/84, 1685/86, 1687/88 1689/90, 1691/92, 1693/94
Gerhard Schörer Z 2 1674/75, 1676/77
Nikolaus Schörer Z 3 1678/79, 1680/81
Johann Wilhelm von Fürth
(1648–1698)
S 1 1680/81
Werner von Broich
(1636–1731)
S 11 1682/83, 1684/85, 1686/87, 1688/89, 1691/92, 1693/94, 1699/1700, 1706–1709, 1710/11, 1712/13, 1714/15 Wegen eines Streits zwischen Schöffen und Rat fand 1700–1705 keine Wahl eines Schöffenbürgermeisters statt und das Amt blieb unbesetzt. 1706 wurde das Amt wieder an v. Broich übertragen, der es bis 1709 behielt. Erst dann erfolgte wieder turnusmäßig eine Wahl des Schöffenbürgermeisters.[20]
Theodor Bodden
(† 1683)
Z 1 1682/83
Peter Ludwig Bodden
(* 1648)
Z 6 1684/85, 1686/87, 1688/89, 1690/91, 1692/93, 1694/95
Wilhelm Adolf von Eys
(1645–1729)
S 3 1690/91, 1692/93, 1694/95
Johann Albrecht Schrick
(1646–1702)
S 2 1695/96, 1697/98
Balthasar Fiebus
(1646–1715)
Z 10 1695/96, 1697/98, 1699/1700, 1701/02, 1703/04, 1705/06, 1707/08, 1709/10, 1711/12, 1713/14
Tilman Schröder
(1645–1706)
S 2 1696/97, 1698/99
Matthias Maw
(1642–1709)
Z 7 1696/97, 1698/99, 1700/01, 1702/03, 1704/05, 1706/07, 1708/09
Dietrich Joseph Speckhewer
(1659–1714)
S 2 1709/10, 1711/1712
Michael Bodden
(1667–1711)
Z 1 1710/11
Arnold Heitgens Z 2 1712/13, 1714/15
Winand Theodor von Wylre
(1665–1717)
S 2 1713/14, 1715/16
Lambert Xaver Lambertz
(1666–1716)
Z 1 1715/16
Hermann Franz Braumann
(1686–1750)
S 3 1716/17, 1718/19, 1720/21
Johann Theodor Richterich
(1650–1728)
Z+S 1+3 Z: 1716/17; S: 1723/24, 1725/26, 1727/28
Leonhard Joseph von Lamberts zu Cortenbach
(1686–1764)
S 3 1717/18, 1719/20, 1721/22
Cornelius de Fays
(† 1728)
Z 5 1717/18, 1719/20, 1722/23, 1724/25, 1726/27
Peter Dahmen
(1647–1736)
Z 2 1718/19, 1720/21
Johann Kaspar Deltour
(1651–1730)
Z 1721/22, 1723/24, 1728/29, 1730 wurde wegen einer Krankheit 1730 zunächst von Martin Lambert de Lonneux vertreten und dann nach seinem Tod abgelöst[21]
Johann Werner von Broich
(1675–1747)
S 13 1722/23, 1724/25, 1726/27, 1728/29, 1730/31, 1732/33, 1734/35, 1736/37, 1738/39, 1740/41, 1742/43, 1744/45, 1746/47
Martin Lambert de Lonneux
(1690–1756)
Z 15½ 1725/26, 1727/28, 1729/30, 1730/31, 1732/33, 1734/35, 1736/37, 1738/39, 1740/41, 1742/43, 1744/45, 1746/47, 1748/49, 1750/51, 1752/53, 1754/55 vertrat 1730 zunächst Johann Kaspar Deltour und löste ihn am 25. Juni 1730 ab[21]
Alexander Theodor von Oliva
(1691–1767)
S 19 1729/30, 1731/32, 1733/34, 1735/36, 1737/38, 1739/40, 1741/42, 1743/44, 1745/46, 1747/48, 1749/50, 1751/52, 1753/54, 1755/56, 1758/59, 1760/61, 1762/63, 1764/65, 1766/67
Jacob Niclas
(1678–1755)
Z 14 1731/32, 1733/34, 1735/36, 1737/38, 1739/40, 1741/42, 1743/44, 1745/46, 1747/48, 1749/50, 1751/52, 1753/54, 1755/56
Franz von Fürth
(1695–1773)
S 4 1748/49, 1750/51, 1752/53, 1754/55
Friedrich Wilhelm Beelen
(1707–1766)
S 1 1756/57
Johann von Wespien
(1700–1759)
Z 2 1756/57, 1759/60
Joseph Xaver von Richterich
(1719–1786)
S 15 1757/58, 1759/60, 1761/62, 1763/64, 1765/66, 1767/68, 1769/70, 1771/72, 1773/74, 1775/76, 1777/78, 1779/80, 1781/82, 1783/84, 1785/86
Peter Balthasar Strauch
(1728–1802)
Z 3 1757/58, 1759/60, 1761/62
Franz Augustin de Broe Z 2 1760/61, 1762/63
Johann Lambert Kahr
(1710–1776)
Z 7 1763/64, 1765/66, 1767/68, 1769/70, 1771/72, 1773/74, 1775/76
Cornelius Chorus
(1701–1774)
Z 5 1764/65, 1766/67, 1768/1769, 1770/71, 1772/73, 1774 Chorus starb bereits im Juni 1774[22]
Johann Jakob von Wylre
(1707–1793)
S 11 1769, 1770/71, 1772/73, 1774/75, 1776/77, 1778/79, 1780/81, 1782/83, 1784/85, 1786/87, 1788/89 Wegen Streitigkeiten zwischen Schöffen und Rat wurde 1768 zunächst kein Schöffenbürgermeister gewählt, Wylre wurde erst am 16. Januar 1769 Bürgermeister[22]
Stephan Dominicus Dauven
(1732–1797)
Z 5 1776/77, 1778/79, 1780/81, 1782/83, 1784/85, 1786 Dauven wurde bereits kurz nach seiner Wahl 1786 in der Aachener Mäkelei zur Abdankung gezwungen.[23]
Heinrich Joseph Freiherr von Thimus-Zieverich
(1719–1789)
Z 4 1777/78, 1779/80, 1781/82, 1783/84
Leonhard Brammertz Z 1 1785/86
Martin von Oliva
(1738–1816)
S 1 1787/88
Franz de Broe Z 1 1787/88
Franz Carl Nellessen
(1752–1819)
Z 1 1788/89
Kaspar Joseph von Clotz
(1762–1818)
S 1 1789–1797 Nach 1789 fanden bis 1797 keine Neuwahlen mehr statt, Kaspar Joseph von Clotz und Johann Michael Kreitz blieben mit Unterbrechungen im Amt.[23]
Johann Michael Kreitz Z 1 1789–1797
Vincenz Philipp Freiherr de Witte de Limminghe
(1743–1799)
S 1 1797/98
Andreas Monheim
(1750–1804)
Z 1 1797/98 Gewählt wurde zunächst Wilhelm Houben, der jedoch die Wahl nicht annahm.[23]

LiteraturBearbeiten

  • Philomene Beckers: Parteien und Parteienkampf in der Reichsstadt Aachen im letzten Jahrhundert ihres Bestehens. In: Zeitschrift des Aachener Geschichtsverein. Band 55, 1933/34, ISSN 0065-0137, S. 1–40 (aachener-geschichtsverein.de [PDF; 1,7 MB]).
  • Luise Freiin von Coels von der Brügghen: Die Schöffen des Königlichen Stuhls von Aachen von der frühesten Zeit bis zur endgültigen Aufhebung der reichsstädtischen Verfassung 1798. In: Zeitschrift des Aachener Geschichtsverein. Band 50, 1928, S. 1–596 (freepages.genealogy.rootsweb.ancestry.com).
  • Luise Freiin von Coels von der Brügghen: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. In: Zeitschrift des Aachener Geschichtsverein. Band 55, 1933/34, S. 41–77 (aachener-geschichtsverein.de [PDF; 1,7 MB]).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Christian Quix: Beschreibung der Stadt Aachen und ihrer Umgebung. DuMont-Schauberg, Köln u. a. 1829, S. 78; Zitat: Der Schöppenstuhl, oder das hohe Schöffengericht in Aachen, hatte vermuthlich schon unter den Karolingern seinen Ursprung, und wird wohl, der Zeit nach, das erste Gericht in Aachen gewesen seyn. Er behauptete die Reichsunmittelbarkeit, obgleich mit einigem Widerspruch von Seiten des Stadtmagistrats. Seine Gerichtsbarkeit war in alten Zeiten weit ausgedehnt. Er bestand aus vierzehn Schöffen, die theils Adelige, theils durch das Amt selbst geadelt waren, und einem Syndikus. Die Mitglieder behielten ihre Stellen lebenslang und ersetzten die abgehenden durch eigene Wahl. Vater und Sohn, Bruder und Bruder konnten zugleich neben einander im Schöffengericht sitzen.
  2. Christian Quix, Beschreibung der Stadt Aachen und ihrer Umgebung. DuMont-Schauberg, Köln u. a. 1829, S. 74, Zitat: Die Sternzunft, oder die der Adeligen, bestand meistens nur aus den Schöffen. Die Canonici des Münsterstiftes konnten in diese Zunft aufgenommen werden, die ein Ueberbleibsel des vorigen Erbrathes und eine Rückerinnerung an die uralte Verfassung oder Regierung der Stadt zu seyn scheint, an welcher Regierung die Mitglieder des gedachten Stiftes theil nahmen, und die aus den freien Männern hervorgegangen war. Ihre Leufe (Zunfthaus) war das Haus zum Stern auf dem Marktplatze L. A. Nro. 1016. Auch besaßen sie eine vor dem St. Adalbertsthore an der Worm gelegene Wiese.
  3. Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 44, 62.
  4. Anmerkungen zu Beissel in der NDB
  5. Wolfgang Müller: Aachen im Wandel der Zeit; Kap. 4.4, S 13–15
  6. Für die Geschichte der Bürgermeisterlisten Aachens siehe v. a. Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 41–44.
  7. Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 52.
  8. Coels: Die Schöffen des Königlichen Stuhls von Aachen. 1928, S. 147–148.
  9. Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 51.
  10. Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 54.
  11. Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 57.
  12. a b Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 61.
  13. a b Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 62.
  14. a b c Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 64.
  15. a b c d e f g h i Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 65.
  16. a b c Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 66f.
  17. a b Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 67.
  18. a b Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 69.
  19. Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 70f.
  20. Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 72.
  21. a b Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 74.
  22. a b Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 76.
  23. a b c Coels: Die Aachener Bürgermeister von 1251 bis 1798. 1933/34, S. 77.