Hauptmenü öffnen

Andreas Holzem

deutscher Theologe und Hochschullehrer, Professor Kirchengeschichte in Tübingen

Andreas Holzem (* 5. September 1961 in Dortmund) ist ein deutscher katholischer Theologe.

LebenBearbeiten

Von 1988 bis 1997 arbeitete Andreas Holzem als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. 1993 wurde er bei Arnold Angenendt promoviert. 1997 habilitierte er sich. 1998 bis 1999 war er Stipendiat des Heisenberg-Programms. Seit 1. Oktober 1999 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften ernannte ihn 2008 zum Mitglied der Philosophisch-historischen Klasse.

ProjekteBearbeiten

  • 1993 bis 1997 DFG-Projekt „Religion, Bildung und Lebensformen im Fürstbistum Münster zwischen früher Neuzeit und Aufklärung“ an der Universität Münster.
  • 2002 bis 2008 Leiter des Teilprojekts G1 „Gott im Krieg. Zum Wandel religiöser Plausibilitäten um 1700 und zwischen 1900 und 1950“ im Sonderforschungsbereich 437 „Kriegserfahrung - Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit“ an der Universität Tübingen.[1]
  • Seit 2011 Projektleiter im Sonderforschungsbereich 923 „Bedrohte Ordnungen“ an der Universität Tübingen.

SchriftenBearbeiten

  • Kirchenreform und Sektenstiftung. Deutschkatholiken, Reformkatholiken und Ultramontane am Oberrhein (1844–1866). Dissertation. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 1994, ISBN 3-506-79968-1.
  • Weltversuchung und Heilsgewissheit. Kirchengeschichte im Katholizismus des 19. Jahrhunderts. Oros-Verlag, Altenberge 1995, ISBN 3-89375-106-8.
  • Der Konfessionsstaat. 1555–1802 (= Geschichte des Bistums Münster, Band 4). Dialogverlag, Münster 1998, ISBN 3-933144-09-4.
  • Religion und Lebensformen. Katholische Konfessionalisierung im Sendgericht des Fürstbistums Münster 1570–1800. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2000, ISBN 3-506-79605-4.
  • Konfession und Sozialstiftung in Württemberg (1870–1970). Stiftungsrecht und Religionskultur der Stiftung Liebenau zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik Deutschland. Lit, Berlin 2008, ISBN 978-3-8258-1122-8.
  • Christentum in Deutschland 1550–1850. Konfessionalisierung – Aufklärung – Pluralisierung, 2 Bände. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2015, ISBN 978-3-506-77980-9.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Sonderforschungsbereich 437 Teilprojekte