Andlau (Ill)

Nebenfluss der Ill

Die Andlau ist ein etwa 42 km langer linker Zufluss der Ill im Elsass (Region Grand Est).

Andlau
Die Andlau bei Fegersheim

Die Andlau bei Fegersheim

Daten
Gewässerkennzahl FRA25-0200
Lage Frankreich
Flusssystem Rhein
Abfluss über Ill → Rhein → Nordsee
Quelle in den Vogesen am Osthang des Champ du Feu
48° 24′ 23″ N, 7° 16′ 36″ O
Quellhöhe 1010 m[1]
Mündung nördlich von Fegersheim-Ohnheim in die IllKoordinaten: 48° 29′ 55″ N, 7° 41′ 54″ O
48° 29′ 55″ N, 7° 41′ 54″ O
Mündungshöhe 143 m[1]
Höhenunterschied 867 m
Sohlgefälle 21 ‰
Länge 42 km[2]
Einzugsgebiet 306,7 km²[3]
Abfluss[3]
AEo: 306,7 km²
an der Mündung
MQ
Mq
1,74 m³/s
5,7 l/(s km²)

GeographieBearbeiten

VerlaufBearbeiten

 
Hohwalder Wasserfall
 
Die Andlau in Andlau

Die Andlau entspringt in den Mittelvogesen auf einer Höhe von 1010 m am Osthang des Champ du Feu im Forêt de la Ville de Strasbourg.

Sie fließt zunächst in einem engen Tal in südöstlicher Richtung und wird nach etwa einen Kilometer auf ihrer rechten Seite vom Dreiangelbach gespeist. Sie eilt nun westwärts und bildet kurz vor Neumelkerei den sehenswerten Hohwalder Wasserfall (Cascade de l’Andlau).

Nach dem Wasserfall weitet sich ihr Tal merklich. Bei Neumelkerei fließt ihr von links der Kaltenbaechel und etwas später der Rohrbach zu. Sie erreicht Le Hohwald und wird dort vom Großen Breitenbach gestärkt. Die Andlau wird nun für eine längere Zeit von der Hochstraße D 425 begleitet. Etwa einen halben Kilometer östlich von Le Hohwald nimmt sie auf ihrer linken Seite den von Norden kommenden Luttenbaechel auf.

Ihr Lauf führt nun südostwärts durch ein enges bewaldes Tal. Bei Sperberbaechel, wo sie der gleichnamige Bach erreicht, wendet sie ihren Lauf nach Westen und wird kurz vor dem Weiler Eftermatten auf ihrer rechten Seite vom Lilsbach gespeist. Etwas flussabwärts fließt ihr der Hasselbach zu. Sie schlängelt sich nun durch eine wildromantische Landschaft und nimmt auf ihren Weg nach der nach ihr benannten Ortschaft noch den Steinbach, den Totenbach und Fischbach auf.

Sie passiert Andlau und verlässt dort das Gebirge und betritt eine weite Ebene. Ihr Weg führt nun ostwärts durch die Weinorte Eichhoffen und Saint Pierre. Sie unterquert die Autoroute A35, fließt dann nördlich an Stotzheim und danach südlich an Zellwiller vorbei. Sie bewegt sich nun nordostwärts durch eine breite landwirtschaftlich genutzte Zone. Südlich des Bois de Valff wird sie von der ruisseau la Scheer neuve einer Abzweigung der Scheer gestärkt. Weiter nördlich fließt ihr die Kirneck zu. Sie durchfließt Hindisheim, läuft südlich an Lipsheim vorbei, erreicht dann Fegersheim, wo sie auf ihrer rechten Seite von der Scheer gespeist wird.

Sie mündet schließlich auf einer Höhe von 143 m nördlich von Fegersheim-Ohnheim in die Ill.

EinzugsgebietBearbeiten

Das Einzugsgebiet der Andlau ist 306,7 km² groß und besteht zu 57,64 % aus landwirtschaftliches Gebiet, zu 34,89 % aus Waldflächen und zu 7,52 % aus bebauten Flächen.[2]

ZuflüsseBearbeiten

Von der Quelle zur Mündung:

 
Die Kirneck
  • Frischbächel (rechts)
  • Luttenbaechel (links), 2,0 km
  • Sperberbaechel (links)
  • Lilsbach (Liesbach) (rechts), 2,6 km
  • Hasselbach (Haselbach) (rechts), 2,8 km
  • Steinbach (Steinbächel) (links), 1,3 km
  • Totenbach (Dudenbach) (rechts), 1,6 km
  • Fischbach (links)
  • Weierbach (rechts)
  • Muehlbach (rechte Abzweigung)
  • Neue Scheer[4] (ruisseau la Scheer Neuve) (rechts), 4,7 km
  • Kirneck (ruisseau la Kirneck) (links), 18,4 km, 27,5 km², 0,24 m³/s
  • Dachsbach (ruisseau le Darsbach) (links), 14,3 km
  • Neugraben (rechts), 5,2 km
  • Scheer (rivière la Scheer) (rechts), 40,0 km, 132,7 km², 0,36 m³/s

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b geoportail.fr (1:16.000)
  2. a b Andlau bei SANDRE (französisch)
  3. a b siehe Weblink: Débits caractéristiques d'Andlau
  4. Linker Abzweig der Scheer

WeblinksBearbeiten

Commons: Andlau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien