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Das Amt Grillenburg war eine im Erzgebirgischen Kreis gelegene territoriale Verwaltungseinheit des im Jahre 1806 zum Königreich Sachsen erhobenen Kurfürstentums Sachsen. Bis zum Ende der sächsischen Ämterverfassung im Jahr 1856 bildete es den räumlichen Bezugspunkt für die Einforderung landesherrlicher Abgaben und Frondienste, für Polizei, Rechtsprechung und Heeresfolge.

Geographische AusdehnungBearbeiten

Das Gebiet des Amts Grillenburg liegt im nordöstlichen Erzgebirgsvorland.

GeschichteBearbeiten

 
Das Jagdschloss Grillenburg als Amtssitz auf einer Ansicht um 1700

Mit der sich entwickelnden Ämterverfassung in wettinischen Sachsen entstand auch das Amt Tharandt, dessen Verwaltungssitz zunächst die Burg Tharandt (Granaten) und ab 1558 das neuerbaute Jagdschloss Grillenburg mit der Umbenennung im Amt Grillenburg wurde. Hauptort des Amtes blieb jedoch der sich vom Flecken zur Stadt entwickelnde Ort Tharandt.[1]

Im Zeitraum von 1787 bis 1828 erfolgte die Verwaltung des Amtes Grillenburg von der Bergstadt Freiberg, dem Sitz des Kreisamtes Freiberg aus. Wie überall im Kurfürstentum Sachsen bildeten sich Justiz- und Rentamt ab ca. 1784 als getrennte Ressorts heraus.

Das Amt Grillenburg wurde nach der Mitte des 19. Jahrhunderts endgültig aufgelöst, nachdem es bereits 1831 zu der klassischen Aufspaltung in die beiden selbständigen Behörden des Rent- und des Justizamts Grillenburg gekommen war.

Bestandteile des Amtes GrillenburgBearbeiten

Zuletzt gehörten zum Amt Grillenburg die Orte Großdorfhain, Fördergersdorf, Hintergersdorf, Hartha, Herrndorf, Naundorf, Großopitz, Somsdorf und die Stadt Tharandt.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  • [1] – das Amt Tharandt-Grillenburg im historischen Ortsverzeichnis von Sachsen.

QuellenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Der Doppelname Amt Tharandt-Grillenburg war keine dauerhafte Bezeichnung.