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Alice Winocour

französische Drehbuchautorin und Filmregisseurin

LebenBearbeiten

Winocour studierte zunächst Jura, bevor sie an die Filmhochschule La fémis ging, wo sie Filmproduktion und Drehbuch studierte.[1] Ihr Filmdebüt wurde 2003 der Kurzfilm Orphée von Kamen Kalew; sie schrieb mit Kalew das Drehbuch und trat als Schauspielerin in Erscheinung. Drei weitere Kurzfilme folgten, wobei sie stets Regie führte und das Drehbuch schrieb. Ihr Regiedebüt Kitchen wurde 2005 auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes für eine Goldene Palme als bester Kurzfilm nominiert.

Winocours Langfilmregiedebüt war 2012 Augustine, der auf einer wahren Geschichte um den Arzt Jean-Martin Charcot, gespielt von Vincent Lindon, beruhte.[2] Augustine erhielt zahlreiche Auszeichnungen sowie mehrere César-Nominierungen; Winocour wurde unter anderem für eine Caméra d’Or nominiert. Ihre zweite Langregie führte Winocour beim Spielfilm Maryland, der 2015 in Cannes seine Premiere feierte und für den Hauptpreis der Reihe Un Certain Regard nominiert war. Für das Drehbuch zum Oscar-nominierten Spielfilm Mustang von Deniz Gamze Ergüven schrieb Winocour am Drehbuch mit und gewann einen César.

2016 wurde Winocour als Jurymitglied der parallel zu den 69. Internationalen Filmfestspiele von Cannes veranstalteten Nebenreihe Semaine de la critique ausgewählt.

FilmografieBearbeiten

  • 2003: Orphée (Kurzfilm) – Drehbuch, Darstellerin
  • 2005: Kitchen (Kurzfilm) – Regie, Drehbuch
  • 2007: Magic Paris (Kurzfilm) – Regie, Drehbuch
  • 2008: Home – Drehbuch
  • 2009: Pina Colada (Kurzfilm) – Regie, Drehbuch
  • 2009: Ordinary People – Drehbuch
  • 2012: Augustine – Regie, Drehbuch
  • 2015: Maryland – Regie
  • 2015: Mustang – Drehbuch
  • 2017: Ondes de choc – Journal de ma tête / Schockwellen – Tagebuch des Todes, dritter Teil der vierteiligen Mini-Serie Ondes de choc / Schockwellen (Fernsehserie) – Drehbuch
  • 2019: Proxima

Auszeichnungen (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Alice Winocour – Sa biographie. voici.fr
  2. Secrets tournage – Histoire vraie auf allocine.fr