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Alexander Böhlig (* 2. September 1912 in Dresden; † 25. Januar 1996) war ein deutscher Orientalist, Koptologe und Byzantinist.

LebenBearbeiten

Alexander Böhlig studierte Evangelische Theologie und orientalische Sprachen an der Humboldt-Universität in Berlin und erlangte die Doktorwürde (Promotion) im Jahre 1934 an der Philosophischen Fakultät zu Untersuchungen zu den koptischen Proverbientexten sowie im Jahre 1947 an der Theologischen Fakultät an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Im Jahre 1951 habilitierte er sich an der Ludwig-Maximilians-Universität München auf dem Gebiet der Philologie des Christlichen Orients. Anschließend erhielt Alexander Böhlig einen Ruf an die Universität Halle am Seminar für Byzantinistik.

Nach einer Ägyptenreise im Jahre 1963 kam er nicht mehr in die DDR zurück. Er gründete ein Seminar für Sprachen und Kulturen des Christlichen Orients an der Eberhard Karls Universität Tübingen, wo er bis zu seiner Emeritierung lehrte und bis zu seinem Tode forschte.

Er war international anerkannte Experte der Koptologie, der Gnosis und speziell für den Manichäismus. Seine Frau Gertrud war Byzantinistin.

Gertrud-und-Alexander-Böhlig-StiftungBearbeiten

Die Gertrud-und-Alexander-Böhlig-Stiftung innerhalb des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft fördert die Fächer Byzantinistik und Christlichen Orient. Die Stiftung verleiht alle zwei Jahre einen Nachwuchs-Förderpreis an junge Wissenschaftler, die auf dem Gebiet christlich-orientalischen Philologien oder auf dem der Byzantinistik arbeiten.

Jährlich findet zu seinen Ehren die Alexander-Böhlig-Gedächtnisvorlesung in Halle statt. Die Vortragenden kommen von Universitäten aus Deutschland und dem Ausland.

WeblinksBearbeiten