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Albufeira [aɫbuˈfɐiɾɐ] ist ein Kreis (Concelho) und eine Gemeinde (Freguesia) in der Algarve, im Süden Portugals.

Albufeira
Wappen Karte
Wappen von Albufeira
Albufeira (Portugal)
Albufeira
Basisdaten
Region: Algarve
Unterregion: Algarve
Distrikt: Faro
Concelho: Albufeira
Koordinaten: 37° 5′ N, 8° 16′ WKoordinaten: 37° 5′ N, 8° 16′ W
Einwohner: 22.794 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 26,72 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 853 Einwohner pro km²
Postleitzahl: 8200-917
Politik
Bürgermeister: Helder Sousa
Adresse der Gemeindeverwaltung: Junta de Freguesia de Albufeira
Edifício Lusíadas, Loja 2
8200-917 Albufeira
Kreis Albufeira
Flagge Karte
Flagge von Albufeira Position des Kreises Albufeira
Einwohner: 40.657 (Stand: 30. Juni 2011)[3]
Fläche: 140,57 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 289 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 4
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Albufeira
Cerro da Alagoa
8200-863 Albufeira
Präsident der Câmara Municipal: Dr. José Carlos Martins Rolo (PSD)
Website: www.cm-albufeira.pt
Am Strand Praia dos Pescadores in Albufeira

Inhaltsverzeichnis

AlbufeiraBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Albufeira hat eine etwa 2000-jährige Geschichte. Die Römer nannten es Baltum oder Balteus. Der arabische Name für das Gebiet lautete البحيرة / al-buḥaira / ‚der See‘. Die auf dem Felsen erbaute Stadt galt wegen ihrer Lage als uneinnehmbar. Die Mauren konnten erst 1249 von Afonso III. aus der Stadt vertrieben werden. Infolge des Erdbebens von Lissabon wurde die Stadt 1755 fast völlig zerstört. Ein Tsunami überflutete die untere Stadt. 1823 wurde Albufeira während der blutigen Auseinandersetzungen zwischen Liberalen und Miguelistas von den Miguelista-Guerrilleros unter Remexido eingekreist und angezündet. Ein Teil der Bevölkerung wurde massakriert. An die alte Stadt erinnert heute fast nichts mehr. Dort, wo sie einst stand, am höchsten Punkt der Stadt (Rua da Bateria), stehen heute das alte Rathaus, ein Hospital und ein Glockenturm. Die bisherige Kleinstadt (Vila) Albufeira wurde im Jahre 1986 zur Stadt (Cidade) erhoben.

 
Der Bahnhof von Albufeira

VerkehrBearbeiten

Der Ort ist über die Bahnstrecke Linha do Algarve mit Lagos, Faro und Vila Real de Santo António verbunden. Es besteht Anschluss an die Autobahn A22 (Via Infante-de-Sagres) nach Lissabon und über Faro nach Spanien.

Albufeira ist mit zwei Haltepunkten in das landesweite Fernbusnetz der Rede Expressos eingebunden. Auch internationale Verbindungen werden hier angeboten.

Der Öffentliche Personennahverkehr wird durch die städtischen Busbetriebe GIRO - Transportes Urbanos gewährleistet. Meist im 30-Minuten-Takt durchfahren die fünf farblich gekennzeichnete Linien das Kreisgebiet, mit Anfangs- und Endpunkt im städtischen Busbahnhof (Terminal Rodoviário, offiziell Estação Central de Camionagem). Einzelfahrten, Tagestickets und Mehrfachkarten sind auf den wiederaufladbaren Tickets möglich.[4]

WirtschaftBearbeiten

Die Wirtschaft wird überwiegend vom Tourismus getragen. So kommen zu den rund 30.000 Einwohnern noch rund 300.000 Feriengäste in der warmen Jahreszeit hinzu, die in den über 160 Hotels und Ferienanlagen wohnen. Die Stadt ist durch einen Tunnel mit dem Strand Praia do Peneco verbunden. Hinzu kommen Treppenabgänge zwischen der ehemaligen Burg und dem Strand und Strandzugänge durch die Hotelanlagen.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
An den Ruinen der arabischen Festung
 
Stierkampf für Touristen in Albufeira (1999)
  • Obwohl die Stadt aufgrund der Zerstörungen der letzten Jahrhunderte nur noch wenige geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten aufweist, ist sie selbst natürlich sehenswert mit ihren Gässchen, den vielen Läden, Boutiques, Cafés, sowie mit ihren Stränden Praia do Peneco und Praia dos Pescadores westlich davon.
  • Cerro da Vila, das Altstadtviertel
  • Alcantarilha im Nachbarkreis Silves: Die Wände der Totenkapelle der Dorfkirche sind mit 1500 menschlichen Schädelknochen "geschmückt".
  • Guia: Hier ist die Touristenattraktion Zoomarine.

SportBearbeiten

Das Estádio Municipal de Albufeira (deutsch Kommunales Stadion) ist das Fußballstadion der Stadt Albufeira. Es wurde 1925 errichtet und bietet derzeit 3.500 Zuschauern Platz. Das Stadion ist Heimstatt des ehemaligen Zweitligisten Imortal DC.

Kreis AlbufeiraBearbeiten

VerwaltungBearbeiten

Albufeira ist Sitz eines gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Silves, Loulé und außerdem grenzt der Kreis an den Atlantischen Ozean.

Mit der Gebietsreform im September 2013 wurden die Gemeinden Albufeira und Olhos de Água zur neuen Gemeinde Albufeira e Olhos de Água zusammengefasst, sodass nun die folgenden vier Gemeinden (Freguesias) zum Kreis Albufeira gehören:[5]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Einwohnerzahl im Kreis Albufeira (1801–2011)
1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011
4 537 7 443 10 980 14 444 14 736 17 218 20 949 31 543 40 828

Kommunaler FeiertagBearbeiten

  • 20. August

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Albufeira – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  4. Informationsflyer zum städtischen Busverkehr von Albufeira (Memento des Originals vom 10. Februar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.albufeira.pt (portugiesisch und englisch), abgerufen am 10. Dezember 2016.
  5. Veröffentlichung der administrativen Neuordnung im Gesetzesblatt Diário da República vom 28. Januar 2013, abgerufen am 16. März 2014.
  6. www.anmp.pt, abgerufen am 10. September 2013.