Agnandia

Dorf in Griechenland
Ortsgemeinschaft Agnandia
Τοπική Κοινότητα Αγναντιάς (Αγναντιά)
Agnandia (Griechenland)
Basisdaten
Staat Griechenland Griechenland
Region Thessalien
Regionalbezirk Trikala
Gemeinde Meteora
Gemeindebezirk Chasia
Geographische Koordinaten 39° 52′ N, 21° 28′ OKoordinaten: 39° 52′ N, 21° 28′ O
Höhe ü. d. M. 731 m
(Durchschnitt)
Fläche 43,862 km²
Einwohner 342 (2011[1])
LAU-1-Code-Nr. 26020803
Ortsgliederung 2

Agnandia (griechisch Αγναντιά (f. sg.)) ist ein Dorf in der griechischen Region Thessalien. Zusammen mit der Siedlung Stagiades bildet es eine Ortsgemeinschaft (Τοπική Κοινότητα Αγναντιάς Topikí Kinótita Agnandiás) im Gemeindebezirk Chasia der Gemeinde Meteora mit insgesamt 342 Einwohnern. Bis 1930 hieß das Dorf Ostrovos.

LageBearbeiten

Agnandia liegt in den Chasia-Bergen im Norden Thessaliens, an der Grenze zur Region Westmakedonien. Nachbarorte sind Kakoplevri und Oxynia im Süden sowie Agiofyllo im Osten. Der kleine Ort Stagiades liegt etwa 2 km südwestlich.

VerwaltungsgliederungBearbeiten

Nach dem Anschluss Thessaliens an Griechenland 1883 zählte der damals Ostrovos genannte Ort zur Gemeinde Oxynia. Die Landgemeinde Ostrovos (Κοινότητα Οστρόβου Kinótita Ostróvou) wurde 1912 gegründet. Sie bestand aus dem gleichnamigen Ort und Stagiades, die Umbenennung vom slawischen Ostrovos[2] in Agnandia erfolgte 1930.[3] Im Zuge der Gemeindereform 1997 wurde Agnandia mit zwei weiteren Landgemeinden mit der seit 1994 bestehenden Gemeinde Chasia zusammengelegt,[4] mit der Umsetzung der Verwaltungsreform 2010 in ging diese in der neu geschaffenen Gemeinde Kileler auf.

Einwohnerentwicklung von Agnandia[5]

Name griechischer Name Code 1920 1928 1940 1951 1961 1971 1981 1991 2001 2011
Agnandia Αγναντιά 2602080301 631 612 658 714 843 699 621 601 411 281
Stagiades Σταγιάδες (m. pl.) 2602080302 161 174 219 238 290 170 159 135 093 061
Moni Kimiseos Theotokou Stagiadon Μονή Κοιμήσεως Θεοτόκου Σταγιάδων 006 007 002 002 012 014 005 - -
Gesamt 26020803 798 786 884 954 1135 881 794 741 504 342

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Das Kloster Kimisi Theotokou Stagiadon (Μονή Κοιμήσεως Θεοτόκου Σταγιάδων Moní Kimíseos Theotókou Stagiádon) ist am östlichen Ortsrand des Dorfes Stagiades gelegen. Über seine Bauzeit und Geschichte ist wenig bekannt. Das ehemalige Mönchskloster wurde 1968 in ein Nonnenkloster umgewidmet. Die Zellen und Funktionsräume der Klostergemeinschaft umgeben das der Entschlafung der Gottesgebärerin geweihte Katholikon. Die Kreuzkuppelkirche ist mit Fresken von guter Qualität aus dem frühen 17. Jahrhundert ausgemalt. Die geschnitzte Ikonostase mit den Ikonen stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert. Den Narthex schmücken Fresken des epirotischen Hagiographen Michail tou Michail aus dem Jahre 1780.[6] Das Katholikon des Klosters wurde 1994 unter Denkmalschutz gestellt.[7]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  2. Max Vasmer: Die Slaven in Griechenland. Berlin 1941, Leipzig 1970, S. 95.
  3. Κεντρική Ένωση Δήµων και Κοινοτήτων Ελλάδας (ΚΕΔΚΕ), Ελληνική Εταιρία Τοπικής Ανάπτυξης και Αυτοδιοίκησης (ΕΕΤΑΑ) (Hrsg.): Λεξικό Διοικητικών Μεταβολών των Δήµων και Κοινοτήτων (1912–2001). Band 2 (Τόμος Β, λ–ω), Athen 2002, ISBN 960-7509-47-1, S. 246. (griechisch)
  4. Κεντρική Ένωση Δήµων και Κοινοτήτων Ελλάδας (ΚΕΔΚΕ), Ελληνική Εταιρία Τοπικής Ανάπτυξης και Αυτοδιοίκησης (ΕΕΤΑΑ) (Hrsg.): Λεξικό Διοικητικών Μεταβολών των Δήµων και Κοινοτήτων (1912–2001). Band 1 (Τόμος Α, α–κ), Athen 2002, ISBN 960-7509-47-1, S. 42. (griechisch)
  5. Einwohnerzahlen von Agnandia 1920–2001, Griechisches Statistisches Amt ELSTAT, Digitale Bibliothek (griechisch); Census 2011
  6. Eleni Tsimpida (Ελένη Τσιμπίδα): Ναός Αγ. Νικολάου, Καθολικό Μονής Σταγιάδων. Ministerium für Kultur und Sport (griechisch)
  7. Griechisches Gesetzesblatt vom 4. März 1994 (ΦΕΚ B148/04.03.1994), S. 1277. PDF Online (griechisch)