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Afaloicai
Der Suco Afaloicai liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Uatucarbau. Der Ort Afaloicai liegt im Südosten des Sucos.
Daten
Fläche 22,14 km²[1]
Einwohnerzahl 1.349 (2015)[1]
Chefe de Suco Joana M. Fonseca Pinto
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Cai Uailita 366
Daralari 375
Lacuhu 431
Lequiuala 177
Afaloicai (Osttimor)
Afaloicai
Afaloicai
Koordinaten: 8° 41′ S, 126° 40′ O

Afaloicai (Afloicai, Afaloikai, Afaloi-kai) ist ein osttimoresischer Ort und Suco im Verwaltungsamt Uatucarbau (Gemeinde Viqueque).

Der OrtBearbeiten

Der Ort Afaloicai liegt im Südosten des Sucos, auf einer Meereshöhe von 289 m, etwa 38 km Luftlinie östlich von der Gemeindehauptstadt Viqueque und etwa 120 km südöstlich von der Landeshauptstadt Dili. Er wird auch Uatucarbau (Watu-Carbau, Watucarbau, Hato Carbau, Uato Carbau, Uata Carbau, Uato Carabau, Uatocarabau, Uatucarbau, Uato-Carabau) genannt. 1936 wurde Afaloicai von den Portugiesen in Nova Benfica umbenannt. Doch der Name setzte sich nicht durch und einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte man zum alten Namen zurück.[2] In der Kolonialzeit war Afaloicai das Zentrum des Verwaltungsamts.[3] Heute liegt er im Suco Irabin de Baixo.

Hier befindet sich die Grundschule Escola Primaria Afaloicai[4] und ein Hubschrauberlandeplatz für Notfälle.[5] Im Osten des Dorfplatzes liegt die Kirche Igreja de Nossa Senhora de Fátima. Der Ort ist während der Regenzeit oft nicht erreichbar. Die schlecht ausgebaute Überlandstraße verbindet Uatucarbau mit Baguia und Laga an der Nordküste und nach Süden mit der besser ausgebauten südlichen Küstenstraße.

Direkt an Afaloicai grenzen die Orte Daralari (Deralare) und Lequiuala (Lecoala). Auch hier gibt es eine Grundschule und einen Hubschrauberlandeplatz.[5]

Der SucoBearbeiten

Afaloicai
Orte Position[6] Höhe
Afaloicai 8° 41′ S, 126° 40′ O 289 m
Alooli 8° 42′ S, 126° 38′ O 699 m
Bahatata 8° 39′ S, 126° 39′ O 328 m
Betoria 8° 42′ S, 126° 40′ O 340 m
Builicorae 8° 39′ S, 126° 39′ O 328 m
Cai Uailita 8° 39′ S, 126° 38′ O 645 m
Daralari 8° 41′ S, 126° 40′ O 340 m
Lacuhu 8° 39′ S, 126° 38′ O 645 m
Lacuhu 8° 40′ S, 126° 38′ O 643 m
Liabuta 8° 40′ S, 126° 39′ O 389 m
Lequiuala 8° 41′ S, 126° 40′ O 292 m
Macaducarau 8° 42′ S, 126° 39′ O 454 m
Marae 8° 39′ S, 126° 38′ O 459 m
Nelouai 8° 39′ S, 126° 39′ O 286 m
Ossomali 8° 41′ S, 126° 38′ O 643 m
Samalari 8° 39′ S, 126° 39′ O 301 m
Tatadere 8° 39′ S, 126° 39′ O 312 m
Tetumori 8° 40′ S, 126° 39′ O 325 m
Uaimare 8° 40′ S, 126° 40′ O 284 m
Uaniuma 8° 42′ S, 126° 38′ O 699 m
Uatobita 8° 40′ S, 126° 39′ O 413 m

In Afaloicai leben 1.349 Einwohner (2015), davon sind 657 Männer und 692 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 60,9 Einwohner/km². Im Suco gibt es 308 Haushalte.[1] Über 89 % der Einwohner geben Naueti als ihre Muttersprache an. Fast 10 % sprechen Makasae und eine Minderheit Tetum Prasa.[7]

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Afaloicai eine Fläche von 39,79 km².[8] Nun sind es 22,14 km².[1] Der Suco liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Uatucarbau. Östlich befindet sich der Suco Loi Ulo, südlich die Sucos Irabin de Baixo und Uani Uma. Im Südwesten grenzt Afaloicai an das Verwaltungsamt Uato-Lari mit seinem Suco Vessoru. Im Norden liegt das zur Gemeinde Baucau gehörende Verwaltungsamt Baguia mit seinen Sucos Afaloicai, Osso Huna, Hae Coni, Alawa Craik und Larisula. Entlang der Nordgrenze fließt der Fluss Bassaruai. Er vereinigt sich mit zwei Flüssen, die im Westen von Afaloicai entspringen und quer durch den gesamten Suco fließen, der Loissouro und der Buroho. Die Flüsse gehören zum System des Irebere.[9]

Etwas südlich vom Ort Afaloicai liegen die Dörfer Betoria und Macaducarau, weiter westlich Alooli und Uaniuma. Im Norden bilden die Dörfer Bahatata, Builicorae, Cai Uailita (Caiualita), Lacuhu (Locohu), Liabuta (deutsch Weiße Höhle),[10] Marae, Nelouai, Samalari (Makasae für „Banyanbaum“),[2] Tatadere, Uatobita (Umobita) ein Siedlungszentrum mit einer Grundschule, einer medizinischen Station und einem Hubschrauberlandeplatz für Notfälle. Weiter südlich gibt es nochmals einen Ort namens Lacuhu (Locohu). In Nachbarschaft dazu liegt Ossomali. Die Orte Tetumori und Uaimare liegen zwischen den Flüssen Loissouro und Buroho.[5][9]

Im Suco befinden sich die vier Aldeias Cai Uailita, Daralari, Lacuhu und Lequiuala.[11]

GeschichteBearbeiten

Der Name des Sucos stammt vom ehemaligen timoresischen Reich von Afaloicai.

Im Ort Afaloicai gab es Ende 1979 ein indonesisches Lager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den Besatzern umgesiedelt werden sollten.[12]

PolitikBearbeiten

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Manuel Pinto zum Chefe de Suco gewählt.[13] Bei den Wahlen 2009 gewann Joana M. Fonseca Pinto. Sie ist eine von nur zwei Frauen in der Gemeinde Viqueque in diesem Amt.[14]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. a b Geoffrey Hull: The placenames of East Timor, in: Placenames Australia (ANPS): Newsletter of the Australian National Placenames Survey, Juni 2006, S. 6 & 7, (Memento vom 14. Februar 2017 im Internet Archive) abgerufen am 28. September 2014.
  3. João Soares: Novo Atlas Escolar Português, 5. aktualisierte Auflage, Lisboa 1954
  4. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  5. a b c UNMIT: Timor-Leste District Atlas (Memento vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive) (PDF; 509 kB)
  6. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  7. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Afaloicai (tetum; PDF; 8,4 MB)
  8. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas (Memento vom 5. Januar 2017 im Internet Archive) (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  9. a b Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  10. Juliette Huber: Linguistic archaeology in Timor (Memento vom 26. Januar 2017 im Internet Archive)
  11. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  12. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (Memento vom 28. November 2015 im Internet Archive) (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  13. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  14. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

f1  Karte mit allen Koordinaten: OSM