Irabin de Baixo

Suco in Osttimor
Irabin de Baixo
Heiliges Haus in der Aldeia Macausa
Der Suco Irabin de Baixo liegt im Süden des Verwaltungsamts Uatucarbau.
Daten
Fläche 23,86 km²[1]
Einwohnerzahl 2.596 (2015)[1]
Chefe de Suco Marcal do Santos Carvalho
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Beturia 416
Lacoloro Ho'o 459
Macaqui 349
Macausa 375
Taradai 361
Taradiga 244
Uatodere 392
Irabin Leteria (Osttimor)
Irabin Leteria
Irabin Leteria
Koordinaten: 8° 45′ S, 126° 42′ O

Irabin de Baixo (Iarabin de Baixu, Ira Bin Craic, Irabin Kraik; naueti: Irabin Leterea; deutsch „Unter-Irabin“) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Uatucarbau (Gemeinde Viqueque).

GeographieBearbeiten

Irabin de Baixo
Orte Position[2] Höhe
Beturia 8° 45′ S, 126° 42′ O 27 m
Bualale 8° 44′ S, 126° 43′ O 77 m
Cailorodi 8° 45′ S, 126° 42′ O 27 m
Irabin Leteria 8° 45′ S, 126° 42′ O 27 m
Lacoloro Ho'o 8° 43′ S, 126° 41′ O 212 m
Maraussa 8° 45′ S, 126° 43′ O 25 m
Maussoe 8° 43′ S, 126° 40′ O 296 m
Taradai 8° 45′ S, 126° 42′ O 27 m
Taradiga 8° 45′ S, 126° 43′ O 47 m
Uagabuta 8° 42′ S, 126° 42′ O 190 m
Uatodere 8° 45′ S, 126° 42′ O 25 m
 
Malereien am heiligen Haus in Macausa

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Irabin de Baixo eine Fläche von 24,68 km².[3] Nun sind es 23,86 km².[1] Der Suco liegt im Süden des Verwaltungsamts Uatucarbau an der Timorsee. Westlich befindet sich der Suco Uani Uma, nördlich die Sucos Afaloicai und Loi Ulo und nordöstlich der Suco Irabin de Cima. Im Südosten grenzt Irabin de Baixo an den zur Gemeinde Lautém gehörende Verwaltungsamt Iliomar mit seinem Suco Tirilolo. Durch Irabin de Baixo fließt der Fluss Uaidori. Die Grenze zu Lautém bildet der Fluss Irebere.[4]

Durch den Süden führt die südliche Küstenstraße, eine der wichtigsten Verkehrswege des Landes. An ihr liegt Uatucarbau, das Verwaltungszentrum des Verwaltungsamts, das aus mehreren Ortsteilen besteht. Dies sind Irabin Letere (Irabin Letarea), Taradai (Taradae), Beturia (Betoria), Maraussa (Maka Ussa), Uatodere und Cailorodi. Weiter östlich liegt der Ort Taradiga. Von hier aus zweigt eine Überlandstraße von der Küstenstraße nach Norden. Im Nordwesten von Irabin de Baixo liegen die Dörfer Lacoloro Ho'o (Lacoloro Hoo, Lacoloroho), Maussoe und Uagabuta. An der Grenze zu Irabin de Cima liegt am Fluss Uaidori der Ort Bualale. Uatucarbau verfügt über zwei Grundschulen (eine davon die Escola Primaria Irabin), eine präsekundäre Schule, ein kommunales Gesundheitszentrum, eine Polizeistation und einen Hubschrauberlandeplatz.[5][6]

Im Suco befinden sich die sieben Aldeias Beturia, Lacoloro Ho'o, Macaqui, Macausa, Taradai, Taradiga und Uatodere.[7]

EinwohnerBearbeiten

 
Festlichkeiten zum Besuch von Staatspräsident Taur Matan Ruak in Irabin de Baixo (2015)

Im Suco leben 2596 Einwohner (2015), davon sind 1272 Männer und 1324 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 108,8 Einwohner/km². Im Suco gibt es 463 Haushalte.[1] Fast 95 % der Einwohner geben Naueti als ihre Muttersprache an. Fast 3 % sprechen Tetum Prasa, kleine Minderheiten Tetum Terik oder Makasae.[8]

GeschichteBearbeiten

Bei der Besetzung der Region durch die Indonesier wurden in Irabin Leteria Häuser und Felder niedergebrannt und das Nutzvieh getötet. Hier gab es Ende 1979 ein indonesisches Lager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den Besatzern umgesiedelt werden sollten.[9]

PolitikBearbeiten

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Marcal do Santos Carvalho zum Chefe de Suco gewählt[10] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[11]

WeblinksBearbeiten

 Commons: Irabin de Baixo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  3. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Memento vom 5. Januar 2017 im Internet Archive) (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  4. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  5. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  6. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (Memento vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive) (PDF; 509 kB)
  7. Jornal da República: Diploma Ministerial n.° 16/2017, mit Korrekturen vom 9. Mai 2017, abgerufen am 12. März 2019.
  8. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Irabin de Baixo (tetum; PDF; 8,4 MB)
  9. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  10. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

f1  Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap