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7. Deutscher Bundestag

Legislaturperiode von 1972 bis 1976

Der 7. Deutsche Bundestag bestand zwischen dem 13. Dezember 1972[1] und dem 14. Dezember 1976.[2] Insgesamt tagte der 7. Deutsche Bundestag in 259 Sitzungen, wobei die letzte Sitzung am 8. Dezember 1976 stattfand.[3] Der 7. Bundestag konstituierte sich durch die Bundestagswahl 1972, die am 19. November 1972 stattfand.

Alterspräsident war Ludwig Erhard von der CDU (Bundeskanzler a. D.).

Am 14. Dezember 1972 wählte der 7. Bundestag Willy Brandt (SPD) mit 269 (+13) Ja-Stimmen, 223 (+9) Nein-Stimmen, 1 ungültige Stimme im ersten Wahlgang zum Bundeskanzler.[4] Nach dessen Rücktritt am 6. Mai 1974 wurde Helmut Schmidt (SPD) am 16. Mai 1974 zu seinem Nachfolger gewählt.

Mitglieder des BundestagesBearbeiten

Fraktionen im Plenum des
Bundestags der 7. Wahlperiode
(bis zum 14. Dezember 1976)

    
Insgesamt 518 Sitze

Der 7. Bundestag hatte zu Beginn und am Ende der Legislaturperiode insgesamt 496 Abgeordnete (+22 Berliner Bundestagsabgeordnete). Den höchsten Sitzanteil hatte die SPD mit 230 (+12) Sitzen (Ende: 240), worauf die CDU/CSU mit 225 (+9) Sitzen folgte. Zudem war im 7. Bundestag noch die FDP (41+1 Sitze) vertreten. Durch Austritte von Abgeordneten gab es zeitweise insgesamt 2 fraktionslose Abgeordnete.

Präsidium des BundestagesBearbeiten

Annemarie Renger wurde in der ersten Sitzung mit 438 Ja-Stimmen, 45 Nein-Stimmen und 30 Enthaltungen erneut zum Bundestagspräsidenten gewählt.

ArbeitBearbeiten

GesetzeBearbeiten

Insgesamt kam es zur Einbringung von 670 Gesetzesinitiativen in den Bundestag, wovon sich 461 auf Regierungsvorlagen, 73 auf Initiativen des Bundesrates und 136 auf Initiativen des Bundestages verteilen. Insgesamt wurden 516 Gesetze während der 7. Legislaturperiode vom Bundestag verabschiedet und 506 Gesetze verkündet.

AusschüsseBearbeiten

Der 7. Bundestag hatte 19 ständige Ausschüsse.

Parlamentarische KontrolleBearbeiten

Anfragen, Aktuelle Stunden und BefragungenBearbeiten

Insgesamt kam es während der Legislaturperiode des 7. Bundestages zu 24 großen Anfragen und 480 kleinen Anfragen. Zudem gab es 20 aktuelle Stunden und 168 Fragestunden.

UntersuchungsausschüsseBearbeiten

Während der Legislaturperiode des 7. Bundestages kam es zu zwei Untersuchungsausschüssen.

1. UntersuchungsausschussBearbeiten

Am 15. Juni 1973 wurde der 1. Untersuchungsausschuss eingesetzt, der auch als „Steiner/Wienand-Untersuchungsausschuss“ bezeichnet wird. Zwischen dem 15. Juni 1973 und dem 27. März 1974 fanden 51 Sitzungen statt.[5]

2. UntersuchungsausschussBearbeiten

Am 6. Juni 1974 wurde der 2. Untersuchungsausschuss eingesetzt, der auch als „Guillaume-Untersuchungsausschuss“ bezeichnet wird. Zwischen dem 12. Juni 1974 und dem 31. Januar 1975 fanden 29 Sitzungen statt.[6]

SondersitzungenBearbeiten

Während der 7. Wahlperiode kam es zu zwei Sondersitzung, dabei handelte es sich um die 93. Sitzung am 2. April 1974 und die 183. Sitzung am 25. Juli 1975.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll 07/1 (PDF-Datei)
  2. Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll 08/1 (PDF-Datei)
  3. Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll 07/259 (PDF-Datei)
  4. Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll 07/2 (PDF-Datei)
  5. Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll 07/796 (PDF-Datei)
  6. Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll 07/3246 (PDF-Datei)