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Zollgebiet

Gebiet, an dessen Grenzen Einfuhrabgaben erhoben werden

Als Zollgebiet bezeichnet man ein Gebiet, an dessen Grenzen Einfuhrabgaben erhoben werden und an denen Zoll- und Grenzkontrollen durchgeführt werden.

Zollgebiet und StaatsgebietBearbeiten

Das Zollgebiet ist zwar häufig mit dem Staatsgebiet identisch, jedoch nicht immer. Deshalb ist auch die Zollgrenze nicht immer identisch mit der Staatsgrenze.

Beispielsweise kann ein Freihafen zum Wirtschaftsgebiet und Steuergebiet eines Landes gehören, vom betreffenden Zollgebiet aber ausgenommen sein.

Gleiches kann für bestimmte Territorien gelten: So gehören die Insel Helgoland zwar zum deutschen Staatsgebiet und die Kanarischen Inseln zum spanischen Staatsgebiet – beide Territorien gehören jedoch nicht zum Zollgebiet der Europäischen Union.[1] In beiden Territorien werden u. a. deshalb zollfreie Waren feilgeboten.

Zollgebiete/ÜberwachungBearbeiten

Eine Zollgrenze wird von der zuständigen Zollbehörde überwacht.

Die EU hat einen gemeinsamen Binnenmarkt und durch entsprechende Zollabkommen ein gemeinsames Zollgebiet: das Zollgebiet der Europäischen Union. Innerhalb dieses Gebietes entfallen somit – abgesehen von bestimmten Ausnahmen[2] – jegliche Einfuhrabgaben.

In Deutschland geschieht die Überwachung durch die Bundeszollverwaltung, in Österreich durch die Österreichische Zollverwaltung. Das Schweizer Zollgebiet wird von der Eidgenössischen Zollverwaltung überwacht.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gebiete, in denen die Richtlinien 2006/112/EG oder 92/12/EWG nicht gelten. In: zoll.de. Bundeszollverwaltung, abgerufen am 18. August 2013 (PDF, 31kB).
  2. Genussmittel. In: zoll.de. Bundeszollverwaltung, abgerufen am 18. August 2013.