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Der Yinhe-Zwischenfall (chinesisch: 银河号事件) 1993 basierte auf der falschen Annahme der Regierung der Vereinigten Staaten, dass das aus China stammende Containerschiff Yinhe (银河; „Milchstraße“) Chemiewaffenmaterial in den Iran befördere. Die US Navy hinderte die Yinhe in den internationalen Gewässern des Indischen Ozeans fast einen Monat lang einen Hafen anzulaufen. Der von den USA unterzeichnete Abschlusskontrollbericht kam zu dem Schluss, dass kein Material für chemische Waffen an Bord war. Die US-Regierung weigerte sich jedoch, sich zu entschuldigen, „weil die Vereinigten Staaten in gutem Glauben auf Geheimdienstinformationen reagiert hatten“ und dabei eventuell auf eine chinesische Provokation hineingefallen sein könnten.[1] Danach nahm der Nationalismus in China zu, obwohl die chinesische Regierung versuchte, den Effekt herunterzuspielen und die wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA zu verbessern. Ein Bericht des US-Repräsentantenhauses aus dem Jahr 2001 kam zu dem Schluss, dass der Yinhe-Vorfall in China „wiederholt als Fall internationalen Mobbings durch die Vereinigten Staaten zitiert wurde“.[2]

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Als Indizien dafür wurde angeführt, dass China selbst den Vorfall publik gemacht hatte und dass China nachträglich bekanntgab, eine Untersuchung durch Dritte vorgeschlagen zu haben: "No chemical arms aboard China ship", New York Times, September 6, 1993.
  2. U.S. House report, page 49. (Memento des Originals vom 27. Juni 2007 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.foreignaffairs.house.gov