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Yamaguchi Falcão

brasilianischer Boxer
Yamaguchi Falcão (2012)

Yamaguchi Falcão Florentino (* 24. Dezember 1987 in São Mateus, Espírito Santo) ist ein brasilianischer Boxer. Falcão war Silbermedaillengewinner der Panamerikanische Meisterschaften 2008 und 2010, Bronzemedaillengewinner 2009, Silbermedaillengewinner der Panamerikanischen Spiele 2011 und Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele 2012.

Seit 2010 kämpft Falcão für Mexiko-Stadt in der World Series of Boxing. Sein Bruder ist der Boxer Esquiva Falcão.

AmateurkarriereBearbeiten

Als Junior (U19) errang Falcão die Silbermedaille der Panamerikanischen Juniorenmeisterschaften 2006.

2008 nahm Falcão im Mittelgewicht (-75 kg) an den amerikanischen Olympiaqualifikationsturnieren in Port of Spain und Guatemala-Stadt teil, hatte jedoch keinen Erfolg, da er an Emilio Correa, Kuba (26:10), bzw. Shawn Estrada, USA (12:7), scheiterte. Im selben Jahr startete er auch bei seinen ersten internationalen Männermeisterschaften, den Panamerikanischen Meisterschaften, und errang die Silbermedaille, wobei er im Finale wiederum gegen Emilio Correa verlor (17:2). 2008 wurde Falcão auch erstmals brasilianischer Meister im Mittelgewicht.

Bei den Panamerikanischen Meisterschaften 2009 verlor Falcão im Halbfinale gegen Alex Theran, Kolumbien (16:6), und errang somit die Bronzemedaille. Im selben Jahr startete er auch erstmals bei den Weltmeisterschaften, kam jedoch nach Siegen über Israel Duffus, Panama (18:2), und Ronald Gavril, Rumänien (18:10), und einer Niederlage gegen den späteren Weltmeister Abbos Atoyev, Usbekistan (8:3), nicht über das Achtelfinale hinaus.

2010 erkämpfte sich Falcão die Bronzemedaille bei den Südamerikaspielen und die Silbermedaille bei den Panamerikanischen Meisterschaften. Am Ende des Jahres startet Falcao bei den brasilianischen Meisterschaften erstmals im Halbschwergewicht und gewann den Meistertitel.

Bei den Weltmeisterschaften 2011 scheitert Falcão nach Siegen über Amine Azzouzi, Marokko (17:5), und Carlos Gongora, Ecuador (25:18), wie schon 2009 im Achtelfinale, diesmal gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Elshod Rasulov, Usbekistan (17:12). Besser lief für ihn dagegen bei den Panamerikanischen Spielen 2011, bei denen er nach Siegen im Viertelfinale über Felix Manuel Valera, Dominikanische Republik (RSC 1.) und im Halbfinale über Armando Pina, Mexiko (27:11), das Finale erreichte, welches er gegen den Kubaner Julio César La Cruz verlor (22:12).

Um sich trotz des schlechten Ergebnisses bei den Weltmeisterschaften 2011 doch noch für die Olympischen Spiele 2012 zu qualifizieren, nahm Falcão am amerikanischen Olympiaqualifikationsturnier in Rio de Janeiro teil und belegte hier den zweiten Platz, wobei er im Finale gegen Marcus Browne, USA (14:6), verlor. Bei den Olympischen Spielen feierte Falcão seinen bisher größten Erfolg: Nach einem kontroversen Vorrundensieg über Sumit Sangwan, Indien (15:14)[1], einem äußerst knappen Sieg im Achtelfinale über den Zweiten der Asienmeisterschaften Meng Fanlong, China (+17:17), und einem Viertelfinalsieg über Julio César La Cruz, Kuba (18:15), erreichte er das Halbfinale, in welchem er gegen Jegor Mechonzew, Russland (23:11), ausschied und damit die Bronzemedaille gewann.

ProfikarriereBearbeiten

Im Oktober 2013 unterzeichnete er einen Profivertrag beim US-amerikanischen Promoter Golden Boy Promotions. Im Januar 2014 bestritt er sein Profidebüt gegen den ungeschlagenen Argentinier Martín Fidel Ríos (10-0). Wegen Nachschlagens nach dem Rundengong, wurden jedoch beide Boxer nach der zweiten Runde disqualifiziert und der Kampf somit nicht gewertet. Seinen zweiten Kampf gewann er im April 2014 nach Punkten gegen Fernando Najera.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. London 2012 Boxing: Sumit Sangwan loses but India lodges protest. In: sports.ndtv.com, 31. Juli 2012 (englisch).