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Die Yahagi (jap. 矢矧) war ein Leichter Kreuzer der japanischen Marine im Zweiten Weltkrieg. Das Schiff wurde beim letzten offensiven Einsatz der Kaiserlichen Marine am 7. April 1945 von amerikanischen Flugzeugen versenkt.

Yahagi
Japanese cruiser Yahagi.jpg
Schiffsdaten
Flagge JapanJapan (Seekriegsflagge) Japan
Schiffstyp Leichter Kreuzer
Klasse Agano-Klasse
Bauwerft Marinewerft Sasebo
Kiellegung 11. November 1941
Stapellauf 25. September 1942
Indienststellung 29. Dezember 1943
Verbleib Am 7. April 1945 versenkt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
174,5 m (Lüa)
172 m (KWL)
Breite 15,2 m
Tiefgang max. 5,63 m
Verdrängung Standard: 6.652 tn.l.
Maximal: 8.534 t
 
Besatzung 750 bis 805 Mann
Maschinenanlage
Maschine 6 Dampfkessel
4 Getriebeturbinen-Dreifachsätze
Maschinen-
leistung
100.000 PS (73.550 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
35 kn (65 km/h)
Propeller 4
Bewaffnung

ab 1943

  • 3 × 2 Sk 15,2 cm L/50 Typ 41
  • 4 × 1 Flak 7,62 cm L/60 Typ 98
  • 8 × Torpedorohr ⌀ 61 cm (mit 16 Torpedos)
  • 2 Wasserbomben-Ablaufgestelle, 18 Wasserbomben

Maschinenwaffen ab 1943:

Maschinenwaffen 1944:

  • 10 × 3 25 mm L/60 Typ 96
  • 28 × 1 25 mm L/60 Typ 96
Panzerung
  • Gürtel: 60 mm
  • Deck: 40 mm
  • Kommandoturm: bis 40 mm
  • Munitionskammern: 55 mm
  • Schotten: bis 25 mm

Inhaltsverzeichnis

BauBearbeiten

Die Yahagi wurde in der Marinewerft in Sasebo gebaut. Die Kiellegung erfolgte am 11. November 1941, der Stapellauf am 25. September 1942. Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit wurde die Yahagi am 29. Dezember 1943 in Dienst gestellt. Benannt wurde sie nach dem Fluss Yahagi.

Zusammen mit seinen Schwesterschiffen Sakawa, Noshiro und Agano gehörte das Schiff zur Agano-Klasse.

EinsätzeBearbeiten

 
Die Yahagi liegt nach mehreren Treffern am 7. April 1945 bewegungslos im Wasser

Schlacht in der PhilippinenseeBearbeiten

Das erste Gefecht erlebte das Schiff während der Schlacht in der Philippinensee am 19. Juni 1944. Dabei rettete sie gemeinsam mit dem Zerstörer Urakaze die Überlebenden des Flottenträgers Shōkaku.

Im Juli 1944 erhielt sie zwei weitere Flugabwehrkanonen und zwei Radarsysteme. Ein Typ-13-Luftsuchradar und eine Typ-22-Radar zur Oberflächensuche wurden verbaut.

Schlacht von LeyteBearbeiten

Vom 24. bis zum 25. Oktober 1944 nahm die Yahagi an der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte teil. Sie überstand die Schlacht ohne nennenswerte Schäden, während zahlreiche andere Schiffe der Kaiserlichen Marine durch amerikanische Flugzeuge und U-Boote versenkt wurden.

UntergangBearbeiten

Während der Schlacht um Okinawa wurde die Yahagi zusammen mit dem Superschlachtschiff Yamato und mehreren Zerstörern zu einem Entlastungseinsatz, der Operation Ten-gō, eingesetzt.

Die Yahagi wurde dabei durch einen Torpedotreffer eines amerikanischen Kampfflugzeuges am Nachmittag des 7. April 1945 im ostchinesischen Meer zunächst so schwer beschädigt, dass sie bewegungsunfähig liegenblieb, bevor sie schließlich auf der Position 30° 47′ N, 128° 8′ O nach mindestens sieben Torpedos und mehreren Bombentreffern unterging.

Beim Untergang verloren 446 Offiziere und Mannschaften von ursprünglich 1000 Besatzungsmitgliedern ihr Leben.

WeblinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Eric Lacroix, Linton Wells: Japanese Cruisers of the Pacific War. Verlag Naval Institute Press, Annapolis 1997.