Wolframatophosphorsäure

chemische Verbindung, Laborchemikalie

Wolframatophosphorsäure ist eine Phosphorsäure-Wolframverbindung und gehört zu den Heteropolysäuren.[1]

Strukturformel
Struktur von Wolframatophosphorsäure
Allgemeines
Name Wolframatophosphorsäure
Andere Namen
  • 12-Wolframatophosphorsäure
  • Phosphorwolframsäure
  • Dodecawolframophosphorsäure
  • Trihydrogenphosphododecawolframat
  • Scheiblers Reagenz
  • Folin-Reagenz
Summenformel H3PW12O40
Kurzbeschreibung

weiße oder leicht gelblichgrüne Kristalle[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
  • 12501-23-4 (unspez. Hydrat)
  • 1343-93-7 (Anhydrat)
EG-Nummer 603-020-3
ECHA-InfoCard 100.108.885
PubChem 71308707
Wikidata Q2246598
Eigenschaften
Molare Masse 2880,2 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

95 °C[2]

Löslichkeit

löslich in Wasser, Ethanol und Diethylether[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314
P: 280​‐​305+351+338​‐​310 [2]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Gewinnung und DarstellungBearbeiten

Die Verbindung kann durch die Umsetzung von Natriumwolframat mit Phosphorsäure erhalten werden.[1]

EigenschaftenBearbeiten

Wolframatophosphorsäure kristallisiert als Hydrat mit 44 Molekülen Wasser im Kristallgitter.

VerwendungBearbeiten

Wolframatophosphorsäure wird als Scheiblers Reagenz zum Nachweis von Alkaloiden (gelber Niederschlag) und als Folin-Ciocalteu-Reagenz zum Nachweis von Harnsäure, Phenol oder Ascorbinsäure verwendet. Zu den weiteren Einsatzbereichen gehören die antistatische Ausrüstung in der Textilindustrie, Druckfarben, Papierfarbstoffe und die Pigmentierung von Wachsen.[1] Außerdem dient es in der Histologie zum Einfärben des Bindegewebes.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e Eintrag zu 12-Wolframatophosphorsäure. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 20. Januar 2014.
  2. a b c Datenblatt Phosphotungstic acid hydrate bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 20. Januar 2014 (PDF).