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Wilhelm Boeck (* 21. Mai 1908 in Gießen; † 6. Juli 1998 in Tübingen) war ein deutscher Kunsthistoriker.[1]

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Von 1926 bis 1931 studierte Boeck Kunstgeschichte und Klassische Archäologie in Gießen, München, Wien und Berlin; dort als Schüler von Edmund Hildebrandt.[2]

WirkenBearbeiten

Besondere Bedeutung wird seiner Auseinandersetzung mit der Kunst Paul Cézannes, Pablo Picassos und dem Werk HAP Grieshabers beigemessen.[3] Seine Hauptfachgebiete waren gotische Plastik, italienische Frührenaissance, deutscher Barock und die Kunst des 20. Jahrhunderts.[4] 1959 veröffentlichte er die erste Monografie des Künstlers Grieshaber.[5] Boeck lehrte seit 1941 als Dozent und ab 1948 als außerplanmäßiger Professur an der Universität Tübingen.[6] Während seiner Lehrtätigkeit erfuhr er eine Marginalisierung durch den nationalsozialistischen Kunsthistoriker Hubert Schrade.[7]

EhrungenBearbeiten

1929 erhielt Boeck den Preis der Grimm-Stiftung der Universität Berlin. 1959 wurde er mit dem Bodensee-Literaturpreis ausgezeichnet.[8] 1989 erhielt er den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg.[9]

Werke (Auswahl)Bearbeiten

  • Oberitalien und Toskana in der Kunst der Renaissance, Borna-Leipzig 1930 (Phil. Diss. Berlin 1929)
  • Alte Berliner Kirchen, Atlantis-Verlag, Berlin 1937 (zusammen mit Heinz Richartz)
  • Oranienburg. Geschichte eines preußischen Königsschlosses, Berlin 1938
  • Balthasar Permoser, Der Bildhauer des deutschen Barocks, August Hopfer Verlag, 1938
  • Paolo Uccello. Der Florentiner Meister und sein Werk, Grote, Berlin 1939
  • Alte Gartenkunst - Eine Stilgeschichte in Beispielen, L.Staackmann Verlag, Leipzig 1939
  • Andrea Mantegna. Der Meister der oberitalienischen Frührenaissance, August Hopfer, 1942
  • Deutsche Malerei des 20. Jahrhunderts, in: Moderne deutsche Kunst, Tübingen 1947
  • Joseph Anton Feuchtmayer, Wasmuth, Tübingen 1948
  • Der Hochaltar in Blaubeuren, Gesellschaft für Wissenschaftliches Lichtbild, München 1950
  • Der Tiefenbronner Altar von Lucas Moser, Gesellschaft für Wissenschaftliches Lichtbild, München 1951
  • Birnau am Bodensee, Hirmer, München 1953
  • Pablo Picasso, mit einer Lebensbeschreibung von Jaime Sabartes. Kohlhammer, Stuttgart 1955
  • HAP Grieshaber - Holzschnitte, Verlag Günther Neske, Pfullingen 1959
  • Der Bamberger Meister. Mit Beiträgen von Urs Boeck, Katzmann-Verlag, Tübingen 1960
  • Rembrandt, Kohlhammer, Stuttgart 1962
  • Pablo Picasso - Linolschnitte, Hatje, Stuttgart 1962
  • Der Bildhauer Philipp Harth, in: Philipp Harth - Plastiken und Zeichnungen, Mainz 1962
  • Inkunabeln der Bildniskarikatur bei Bologneser Zeichnern des 17. Jahrhunderts, Verlag Gert Hatje, Stuttgart 1968
  • Picasso - Zeichnungen, DuMont Schauberg, Köln 1973
  • Der Bildhauer, Altarbauer und Stukkateur Joseph Anton Feuchtmayer, Gessler, Friedrichshafen 1981

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/wlbblb_personen/116216654/Boeck+Wilhelm
  2. Oberitalien und Toskana in der Kunst der Renaissance, Borna-Leipzig 1930, S. 91
  3. https://www.uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/altertums-und-kunstwissenschaften/kunsthistorisches-institut/institut/geschichte.html
  4. Tübinger Bibliographisches Taschenbuch, Tübingen 1965, S. 28. f.
  5. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 25. Juli 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.uni-tuebingen.de
  6. Tübinger Bibliographisches Taschenbuch, Tübingen 1965, S. 28. f.
  7. https://www.uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/altertums-und-kunstwissenschaften/kunsthistorisches-institut/institut/geschichte.html
  8. http://www.ueberlingen.de/,Lde/startseite/kultur+_+kunst/bodensee-literaturpreis.html
  9. https://stm.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/160423_Verdienstorden_B-W_Ordenstraeger_1975-2016.pdf