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Walter Dury

deutscher Richter, Sportrechtler

Walter Dury (* 14. Februar 1944 in Zweibrücken) ist ein deutscher Jurist.

LebenBearbeiten

Nach dem Abitur am Staatlich-Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasium Zweibrücken, dem heutigen Helmholtz-Gymnasium, leistete Dury Wehrdienst bei den Heeresfliegern; nach Wehrübungen schied er als Oberleutnant d. R. aus.

Er studierte Rechtswissenschaften in Heidelberg und Saarbrücken. Nach dem 1. juristische Staatsexamen 1971 arbeitete er an der Universität Saarbrücken als wissenschaftlicher Mitarbeiter und leistete sein Rechtsreferendariat im Bezirk des Pfälzischen Oberlandesgerichts Zweibrücken. Die Ausbildung schloss er 1974 mit dem 2. juristischen Staatsexamen ab.

1974 trat er als Richter in die rheinland-pfälzische Justiz ein.

Nach einer Tätigkeit am Landgericht Zweibrücken wurde er 1981 zum Richter am Pfälzischen Oberlandesgericht Zweibrücken ernannt. Von 1992 bis 1995 war er Präsident des Landgerichts Kaiserslautern, von 1995 bis 2009 Präsident des Pfälzischen Oberlandesgerichts Zweibrücken und zugleich Richter am Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz in Koblenz.

Walter Dury veröffentlichte zahlreiche Fachaufsätze, ist Aufsichtsrat der Gesellschaft für Bauen und Wohnen GmbH Zweibrücken – GeWoBau Zweibrücken –, engagiert sich in Ehrenämtern, im Bereich des Sportrechts und in der zivilrechtlichen Schiedsgerichtsbarkeit. Er berät die Rechtsanwaltskanzlei Dury, Saarbrücken, und ist Schiedsrichter beim Deutschen Sportschiedsgericht der DIS in Köln[1].

EngagementBearbeiten

  • 1980–1992 Vorsitzender der FDP-Fraktion im Stadtrat von Zweibrücken
  • 1981–1993 Leiter von Arbeitsgemeinschaften für Rechtsreferendare
  • 1982–2014 Mitglied und Vorsitzender der Prüfungskommissionen für die 1. und 2. Staatsprüfung für Juristen in Rheinland-Pfalz
  • 1973–1991 Vorstandsmitglied (Beisitzer, Schatzmeister, 2. Vorsitzender) des "Sportvereins 64 Zweibrücken e.V."
  • 1981 Mitbegründer und bis 2006 Beiratsmitglied der „Deutsche Vereinigung für Sportrecht e.V.“ – DVSR -
  • 1982 Mitbegründer und bis 2006 2. Vorsitzender des Fördervereins „Historische Fasanerie Zweibrücken e.V.“
  • 1991–2014 (mit Unterbrechungen) Mitglied der Verbandsversammlung des Zweckverbands „Entwicklungsgebiet Flugplatz Zweibrücken
  • ab 1991 Mitglied (2010–2014 Vorsitzender) im Landesfachausschuss und 1999–2011 im Bundesfachausschuss „Inneres und Recht“ der FDP
  • 1994–2000 1. Vorsitzender des Vereins "Pfälzische Straffälligenhilfe e. V."
  • 2000–2017 1. Vorsitzender des Nachfolge-Vereins „Pfälzischer Verband für Soziale Rechtspflege e. V.“ – PVSR -
  • ab 1994 Mitglied des Lions-Club Zweibrücken, Präsident 2000/2001; 2003–2011 Mitglied des Distrikt-Ehrenrats
  • 1998–2014 Mitglied des Vorstands der "Zweibrücker Kulturgutstiftung Gehrlein Fuchs"
  • 2006–2019 stv. Präsident "Pfälzischer Rennverein Zweibrücken e.V."
  • ab 2008 Richter beim "Deutschen Sportschiedsgericht" (DIS) in Köln
  • ab 2012 1. Vorsitzender des Fördervereins "Lions-Hilfe Zweibrücken e. V."

AuszeichnungenBearbeiten

  • 1992 Stadtehrenmedaille der Stadt Zweibrücken in Bronze
  • 2011 Ehrenplakette des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes
  • 2017 Ehrenvorsitzender des Vereins "Pfälzischer Verband für Soziale Rechtspflege e. V."
  • 2017 Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz

WerkeBearbeiten

  • Haftung des Trainers – straf- und zivilrechtliche Verantwortlichkeit, in: Dury (Hrsg.), Der Trainer und das Recht, Recht und Sport Bd. 21, Stuttgart 1997, S. 9 ff.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.dis-arb.de/sport/Material/DIS-Sport-SchO-Schiedsrichterliste.pdf