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Grafenegg

Gemeinde in Österreich
(Weitergeleitet von Walkersdorf am Kamp)
Marktgemeinde
Grafenegg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Grafenegg
Grafenegg (Österreich)
Grafenegg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Krems-Land
Kfz-Kennzeichen: KR
Hauptort: Etsdorf am Kamp
Fläche: 28,51 km²
Koordinaten: 48° 26′ N, 15° 45′ OKoordinaten: 48° 25′ 48″ N, 15° 44′ 51″ O
Höhe: 197 m ü. A.
Einwohner: 3.090 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 108 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3492, 3485
Vorwahl: 02735
Gemeindekennziffer: 3 13 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 2
3492 Grafenegg
Website: www.grafenegg.gv.at
Politik
Bürgermeister: Anton Pfeifer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
17
3
1
17 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Grafenegg im Bezirk Krems-Land
AggsbachAlbrechtsberg an der Großen KremsBergern im DunkelsteinerwaldDroßDürnsteinFurth bei GöttweigGedersdorfGföhlGrafeneggHadersdorf-KammernJaidhofKrumau am KampLangenloisLengenfeldLichtenau im WaldviertelMaria Laach am JauerlingMautern an der DonauMühldorfPaudorfRastenfeldRohrendorf bei KremsRossatz-ArnsdorfSchönberg am KampSenftenbergSpitzSt. Leonhard am HornerwaldStraß im StraßertaleStratzingWeinzierl am WaldeWeißenkirchen in der WachauKrems an der DonauLage der Gemeinde Grafenegg im Bezirk Krems-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Schloss Grafenegg
Schloss Grafenegg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Grafenegg ist eine Marktgemeinde mit 3090 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Krems-Land in Niederösterreich. Die Gemeinde Etsdorf-Haitzendorf wurde im Oktober 2003 auf Grafenegg umbenannt.[1]

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Grafenegg liegt nördlich der Donau im Westen des Tullnerfeldes im Weinviertel in Niederösterreich und wird vom Kamp durchflossen. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 28,58 Quadratkilometer:

  • 65 % Land- u. Forstwirtschaft
  • 16 % Weingärten (468 ha)
  • 7 % Wald
  • 2 % Gewässer
  • 10 % Bauland und Verkehrsflächen

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[2]):

  • Diendorf am Kamp (45)
  • Engabrunn (528)
  • Etsdorf am Kamp (1027) samt Weinberg
  • Grafenegg (43)
  • Grunddorf (219)
  • Haitzendorf (382)
  • Kamp (225)
  • Sittendorf (393)
  • Walkersdorf am Kamp (228)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Diendorf am Kamp, Engabrunn, Etsdorf, Grunddorf, Haitzendorf, Kamp, Sittendorf und Walkersdorf.

NachbargemeindenBearbeiten

Langenlois,
Hadersdorf-Kammern
Straß im Straßertale Fels am Wagram (Tulln)
Gedersdorf   Grafenwörth (Tulln)

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde Grafenegg entstand durch Fusionierung der Gemeinden Etsdorf am Kamp und Haitzendorf zur Gemeinde Etsdorf-Haitzendorf am 1. Jänner 1970 und durch Eingemeindung der Gemeinde Engabrunn am 1. Jänner 1971. Am 4. Oktober 2003 erfolgte die Umbenennung in Grafenegg.[1]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Aktuelle Zahlen der Statistik Austria nennen 3090 Einwohner (Stand 1. Jänner 2019)[3][4]. Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 2.830 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 2.687 Einwohner, 1981 2.621 und im Jahr 1971 2.713 Einwohner.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

MuseenBearbeiten

  • Dorfmuseum Etsdorf

BauwerkeBearbeiten

 
Schloss und Kapelle Walkersdorf
 
Kellergasse Etsdorf
 
Malerisches Haus in einer Kellergasse
 
Haus Wittmann Südost-Ansicht

Siehe auch: Liste der Kellergassen in Grafenegg

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Grafenegg Festival: Das Schloss von Grafenegg wurde zu einem internationalen Kulturstandort ausgebaut. Auf dem Gelände wurden eine Open-Air-Bühne „der Wolkenturm“ (1750 Plätze) und ein Konzertsaal „Auditorium“ (1300 Plätze) in den Jahren 2007 und 2008 gebaut. Seit Sommer 2007 findet jährlich das Grafenegg Festival unter der künstlerischen Leitung des Pianisten Rudolf Buchbinder statt. Das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich unter der Leitung von Chefdirigent Yutaka Sado (bis 2015 vormals Andrés Orozco-Estrada) tritt während des Sommers als Grafenegg Festival Orchester mit internationalen Dirigenten und Solisten auf. Weiters ist der Schlosspark seit 2008 ein Standort der niederösterreichischen Landesgartenschau.
  • Grafenegg Familientag (inkl. Familienworkshops)
  • Grafenegger Advent
  • Konzerte des Tonkünstler-Orchesters
  • Reitturnier Etsdorf
  • Feuerwehrfeste der sieben Feuerwehren
  • Diverse Bälle und kulturelle Veranstaltungen im Schloss Grafenegg
  • Wein und Kultur Engabrunn

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 104, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 221. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1292. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,38 Prozent.

Die Marktgemeinde Grafenegg ist Mitglied der Kleinregion Kamptal Süd.

PolitikBearbeiten

Im Marktgemeinderat gibt es bei insgesamt 21 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 25. Jänner 2015 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 17, SPÖ 3, FPÖ 1, andere keine Sitze.[6]

Bürgermeister
  • Anton Pfeifer (ÖVP)

PersönlichkeitenBearbeiten

Personen mit Beziehung zur GemeindeBearbeiten

  • Johann Oser (1833–1912), Chemiker und Hochschullehrer, in Grafenegg geboren
  • Olga Wisinger-Florian (1844–1926), österreichische Malerin des Impressionismus, in Grafenegg verstorben
  • Franz Wittmann (1920–2012), österreichischer Möbelproduzent
  • Franz Hietl (* 1931), Winzer und Politiker
  • Wolfgang Lindner jr. (* 1981), österreichischer Musiker, Musikproduzent und Verleger, wohnhaft in Sittendorf

EhrenbürgerBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Architekturzentrum Wien (Hrsg.): Johannes Spalt. Wahlverwandtschaften. Residenz, Wien Salzburg 2010, ISBN 978-3-7017-3220-3.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Grafenegg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Gemeindeänderungen ab 1945 (Vereinigungen, Teilungen, Namens- u. Statusänderungen). Statistik Austria, S. 41, 50, 148, abgerufen am 11. Februar 2019.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  3. Statistik Austria - Bevölkerung zu Jahresbeginn 2002-2019 nach Gemeinden (Gebietsstand 1.1.2019)
  4. Einwohnerentwicklung Gemeinde Grafenegg. In: Statistik Austria. Statistik Austria, 2018, abgerufen am 13. Februar 2019.
  5. Aussichtswarte Engabrunn auf der Webseite der Marktgemeinde Grafenegg
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Grafenegg. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 11. Februar 2019.