Waffenmuseum Suhl

Museum in Deutschland

Das Waffenmuseum Suhl präsentiert die technische Entwicklung der Handfeuerwaffen im historischen Malzhaus mitten in der Stadt Suhl. Es zählt zu den bedeutendsten Spezialmuseen Deutschlands.

Waffenmuseum Suhl

Im Jahr 1668 wurde von der Stadt das untere Malzhaus wegen der Feuergefahr direkt an der Lauter errichtet. Die dreiflügelige Anlage hat durchgehende Gewölbekeller, auf denen sich ein massives Sockelgeschoss, ein Fachwerkobergeschoss und ein steiler Dachstuhl befinden. Nach dem Verlust der Braurechte im 19. Jahrhundert folgte ein Umbau für Wohnzwecke. Seit einem weiteren umfangreichen Umbau im Jahr 1971 wird das Gebäude als städtisches Waffenmuseum genutzt.[1]

Die Waffensammlung zeigt auf drei Etagen die fast 600-jährige Geschichte der Suhler Fertigung von Handfeuerwaffen. Besucher werden über die vollständige Herstellung der Waffenfertigung informiert, angefangen vom Bergbau, der Eisenerzgewinnung, der Arbeit der Schäfter, Waffenschmiede und Graveure. In den Räumen des Museums werden über 460 Waffen und viele andere Exponate gezeigt.

Im Waffenmuseum befindet sich auch eine Abteilung, in der die Porzellanherstellung in Suhl in der Zeit von 1861 bis 1930 dargestellt wird.

Von 2000 bis 2006 wurde das Museum durch den Militärhistoriker Thomas Müller geleitet.

WeblinksBearbeiten

Commons: Waffenmuseum Suhl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Uwe Jahn: Denkmale in Suhl. Kleine Suhler Reihe (41), Suhl Juli 2014, S. 12

Koordinaten: 50° 36′ 37″ N, 10° 41′ 22″ O