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Eine Wählerinitiative ist eine Gruppe parteiunabhängiger Bürger, die versuchen, Einfluss auf die politische Willensbildung zu nehmen[1]. Ihr Tätigkeitsfeld ist vor allem der kommunale Bereich, wo sie durch Aktionen, Unterschriftenlisten, Versammlungen etc. die lokale Öffentlichkeit für ihre Sicht aktueller Probleme gewinnen wollen.

Sie haben manche Gemeinsamkeiten zu anderen Formen lokaler Interessengruppen oder Bürgerinitiativen. Ein Unterschied zu letzteren ist, dass sie innerhalb der bestehenden Institutionen operieren und ihre politischen Anliegen nicht zeitlich und sachlich begrenzt sind. Sie sehen sich als bewusste Alternative zu den politischen Parteien und sind durch ihre Struktur meist bürgernäher als diese.

Manche solcher Personengruppen sind auch wahlwerbend tätig, d. h., sie bewerben sich außerhalb der politischen Parteien um Mandate in kommunalen Vertretungskörperschaften [...][2] oder sie unterstützen einen zur Wahl stehenden Kandidaten. Solche Initiativen werden oft kommunale Wählergemeinschaft oder Wählergruppe genannt. Auf Gemeindeebene gibt es allein in Deutschland einige hundert.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bundeszentrale für politische Bildung, Stichwort „Wählerinitiative“, Bonn 2013.
  2. Alois Becker, Günther Rüther: Kommunale Wählervereinigungen. In: Konrad-Adenauer-Stiftung – Politische Akademie Eichholz (Hrsg.): Materialien zur kommunalpolitischen Bildung. Eichholz, Bonn 1976, ISBN 3-87198-035-8, S. 277–307, hier S. 280.