Veronika Schäpers

deutsche Buchbinderin und Buchkünstlerin

Veronika Schäpers (* 1969 in Gescher) ist eine deutsche Buchbinderin und Buchkünstlerin.

LebenBearbeiten

Nach dem Abitur 1988 absolvierte Veronika Schäpers eine Ausbildung zur Buchbinderin, gefolgt von einem Studium im Bereich Malerei und Buch an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein, Halle/Saale, welches sie 1996 mit dem Diplom abschloss. Ebenfalls 1996 erhielt Veronika Schäpers ein dreimonatiges Stipendium am Centro del bel Libro, Ascona in der Schweiz.

Von 1997 bis 1998 lernte Schäpers bei dem japanischen Papierhändler, Schriftsteller und Verleger Naoaki Sakamoto in Tokio Herstellung und den Umgang mit Japanpapier (washi).

Bei der Anfertigung ihrer Kunstbücher verwendet Veronika Schäpers verschiedenste zeitgenössische und altertümliche Papiersorten westlicher und ostasiatischer Herkunft. Oft schlägt sie mit ihren Materialien und wiedergegebenen Künstlertexten eine Brücke zwischen deutschen und japanischen Inhalten und handwerklichen Gestaltungen.

Seit Abschluss ihrer Ausbildung 1998 arbeitete Veronika Schäpers zunächst als freischaffende Buchkünstlerin in Tokio und anschließend in Berlin. Während ihrer beruflichen Laufbahn erhielt sie zahlreiche Preise, unter anderem den MCBA Prize, Minnesota Center for Book Arts, Minneapolis, MN 2009, den Innovationspreis bel libro, Ascona, Schweiz 2003 und 2009 und den Kunstpreis des Neuen Kunsthaus Ahrenshoop, Deutschland 2007[1].

Ihre Kunstbücher sind in zahlreiche große Sammlungen und Museen aufgenommen, unter anderem in der British Library in London, der Bibliothèque nationale de France in Paris, dem Museum of Modern Art in New York und weiteren Institutionen in der ganzen Welt.

WerkeBearbeiten

  • Oskar Pastior: come in to frower, Tokyo, 1998
  • Helmut Heißenbüttel: Von Liebeskunst, Tokyo, 2000
  • Johannes Bobrowski: Blühender Kirschbaum, Tokyo, 2000
  • Wurmzauber, Tokyo, 2002
  • Heiko Michael Hartmann: Triumph eines Hosenverkäufers, Tokyo, 2002
  • Robert Gernhardt: Ach, Tokyo, 2003
  • Shimizu Yoshinori: Sichere Anleitung zum Bestehen jeder Universitätsaufnahmeprüfung im Fach Japanisch, Tokyo, 2003
  • Marcel Beyer: Funky Sabbath, Tokyo, 2004
  • Durs Grünbein: Lob des Taifuns, Tokyo, 2004
  • Shimizu Yoshinori: Jack and Betty forever, Tokyo, 2005
  • Heiko Michael Hartmann: Do, Tokyo, 2005
  • Kerstin Hensel: Erbe, Tokyo, 2006
  • Durs Grünbein: 26°57,3'N, 142°16,8'E, Tokyo, 2007
  • Heiko Michael Hartmann: Ich – wann? Wo?, Tokyo, 2007
  • Ryunosuke Akutagawa: The Nose, Tokyo, 2009
  • Yoko Tawada: Okonomiyaki, Tokyo, 2010
  • Heiko Michael Hartmann: Im Hochhaus (In the High-Rise), Tokyo, 2011
  • Durs Grünbein: Bleiben (Remaining), Tokyo, 2011

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Neues Kunsthaus Ahrenshoop Kunstpreis