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Der Verein für Freikirchenforschung wurde 1990 von Theologen und Historikern verschiedener Freikirchen ins Leben gerufen. Gründungsort war die Westfälische Wilhelms-Universität in Münster.

Verein für Freikirchenforschung e. V.
Zweck: Theologie und Theologiegeschichte aus freikirchlicher Perspektive; Unterstützung bei Archivfragen
Vorsitz: Christoph Raedel
Gründungsdatum: 1990
Mitgliederzahl: 225
Sitz: Münster
Website: freikirchenforschung.de

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Als Initiator der Vereinsgründung gilt der inzwischen verstorbene Münsteraner Universitätsprofessor und ehemalige Direktor des Seminars für Neue Kirchen- und Theologiegeschichte Robert C. Walton. Der Verein hieß zunächst „Verein zur Förderung der Erforschung freikirchlicher Geschichte und Theologie e. V.“ (VEfGT), seit 1993 mit dem Zusatz „an der Universität Münster“ vor dem „e. V.“. 2001 gab sich der Verein den heutigen Namen.

Seit 1991 erscheint das Jahrbuch des Vereins.

Zum Verein gehören heute Fachleute und Laien aus 28 Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaften und zwölf Nationen. Insgesamt zählt der Verein 190 Einzel- und 25 „korporative Mitglieder“.[1]

Der Verein hat eine eigene wissenschaftliche Bibliothek aufgebaut, deren Bestand sich zunächst in Münster befand und derzeit in der Theologischen Hochschule Friedensau untergebracht ist.[2]

ArbeitBearbeiten

Die praktische Forschungsarbeit geschieht zurzeit vor allem in zwei Arbeitsgemeinschaften:

  • AG Geschichte der Freikirchen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie existiert seit 1994 und war bis 2000 hauptsächlich mit der Aufarbeitung der freikirchlichen Geschichte der DDR befasst. Heute geht es vor allem um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Entwicklungen der einzelnen Freikirchen in beiden deutschen Staaten. Die Leitung dieses Arbeitskreises liegt bei Pastor Reinhard Assmann (Berlin).
  • AG Freikirchen in der einen Christenheit. Sie besteht seit 1999 und bearbeitet den Stand und die Perspektiven eines freikirchlichen Verständnisses von Einheit. Die Leitung hat Werner Klän (Oberursel) inne.

Plattform des Vereins sind zwei jährlich stattfindende Tagungen, das Frühjahrssymposium und die sogenannte Arbeitstagung im Herbst. Hier werden aktuelle Forschungsergebnisse vorgetragen. Auch die genannten Arbeitskreise treten im Rahmen dieser Tagungen zusammen.

In dem bereits genannten Jahrbuch werden Forschungsergebnisse und Referate der Tagungen veröffentlicht.

Leitung und Sitz des VereinsBearbeiten

Geleitet wird der Verein von einem vierköpfigen Vorstand. Als 1. Vorsitzender fungiert der methodistische Ökumene- und Konfessionskundler Christoph Raedel; sein Stellvertreter ist Johannes Hartlapp (Siebenten-Tags-Adventisten). Die Geschäftsführung liegt in den Händen von Reimer Dietze (Pastor im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden und Dozent am Theologischen Seminar Beröa, Erzhausen).[3]

Der Verein hat seinen Sitz in Münster, die Geschäftsstelle befindet sich zurzeit in Erzhausen.

Zeitschrift FreikirchenforschungBearbeiten

Seit 1991 erscheint jährlich ein Jahrbuch, die Zeitschrift Freikirchenforschung.

Die Bände haben Schwerpunktthemen, ferner enthalten sie insbesondere Jahrgangsbibliographien und Rezensionen sowie ggf. Forschungsberichte und weitere Beiträge.

An Mitglieder des Vereins wird die Zeitschrift kostenlos abgegeben.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freikirchenforschung 22 (2012), S. 258.
  2. Katalog der Bibliothek des Vereins (Memento des Originals vom 9. Juni 2007 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bibliothek.thh-friedensau.de
  3. ideaSpektrum, 9. April 2007, S. 34.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten