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Ventil Verlag

deutscher Buchverlag aus Mainz

Der Ventil Verlag wurde 1999 als Zusammenschluss des Verlags Jens Neumann, der Literaturzeitschrift Ventile – Texte & Bilder (amanita-media) und der Buchreihe testcard – Beiträge zur Popgeschichte gegründet. Der Verlagssitz ist in Mainz.

Im Jahre 2004 kam es zum Zusammenschluss von Ventil Verlag und dem 1999 gegründeten und von Theo Bender geführten Bender Verlag.

Inhaltsverzeichnis

ProgrammBearbeiten

Schwerpunkte des Ventil Verlags liegen in den Bereichen Poptheorie, Popgeschichte, Gesellschaftskritik- und -analyse und Cultural Studies. Zu den Veröffentlichungen zählen Bücher über Hip-Hop („American Rap“), Free Jazz („How They Do It“), Popjournalismus („Ignoranz und Inszenierung – Schreiben über Pop“), Popliteratur („Von Acid nach Adlon“), Punk, Hardcore Punk („If the Kids are united“ und „Philosophy of Punk“), sowie rechte und reaktionäre Tendenzen in der Popkultur („Wie klingt die Neue Mitte?“), Feminismus und Queer Studies (Bücher wie „Female HipHop“, „Hot Topic – Popfeminismus heute“, herausgegeben von Sonja Eismann, die „Sex“-Ausgabe der testcard-Reihe sowie „Berlin Bromley“ von Bertie Marshall, der als Zeitzeuge eine queere Sicht auf die frühe britische Punk-Bewegung vornimmt). Im belletristischen Programm veröffentlichen Autoren, die selbst in der Musikszene involviert sind, darunter die Musikjournalisten Kerstin Grether, Sebastian Ingenhoff und Linus Volkmann, Muff Potter-Sänger Nagel, Lee Hollis (Spermbirds/Steakknife) sowie Tomte-Sänger Thees Uhlmann („Wir könnten Freunde werden. Die Tocotronic-Tourtagebücher“). Einer der langjährigsten Autoren ist der in Hamburg lebende Jan Off, dessen Roman „Vorkriegsjugend“ seit 2003 sechs Auflagen erfahren hat. 2017 erschien mit „Vorkriegsjugend. Im Schatten der Chaostage“ die Fortsetzung als Langspielplatte. Auch international aktive Musiker wie Frank Turner, Penny Rimbaud, Bertie Marshall oder Avi Pitchon hat der Verlag im Programm. Mit Büchern wie „Deutschlandwunder“ vom Autorenkollektiv kittkritik hat sich der Verlag auch verstärkt im Bereich kritischer Theorie und Nationalismus-Kritik positioniert. Vor allem aber ist der Verlag bekannt für Bücher zu Poptheorie und Popdiskurs, es erschienen Bücher von international renommierten Autoren wie Simon Reynolds, Alexei Monroe, Steven Lee Beeber und Alex Ogg.

Im Verlag erscheint regelmäßig die „testcard“-Buchreihe, herausgegeben von Jonas Engelmann, Anna Seidel, Jana Sotzko, Holger Adam, Christian Werthschulte, Laura Schwinger, Johannes Ullmaier und Roger Behrens. Der Redaktion gehörten auch die 2004 verstorbene Musikjournalistin Tine Plesch und der 2010 verstorbene Martin Büsser an. Parallel zur „testcard“ erscheint seit 2012 die Reihe „testcard-Zwergobst“, in der Essays von Frank Apunkt Schneider, Jonas Engelmann, Wolfgang Seidel, Sonja Vogel und Yvonne Kunz erschienen.

Der Bender-Verlag hat das Programm um Literatur zum Thema Film ergänzt. Dazu gehören Sachbücher über Regisseure wie Robert Altman, Steven Soderbergh, Aki Kaurismäki und István Szabó sowie allgemeine Themen zur Nouvelle Vague, zum Kino des Minimalismus (Ozu u. a.) zur modernen Filmtheorie und Theatralität wie Hongkong-Kino und Pop und Kino. Nach dem Ausstieg von Theo Bender erscheinen Bücher zu Filmthemen ebenfalls unter dem Label Ventil Verlag, zuletzt „Queer Cinema“, herausgegeben von Dagmar Brunow und Simon Dickel, sowie „Tschechoslowakische Neue Welle. Das Filmwunder der Sechziger“, herausgegeben von Jonas Engelmann, Andreas Rauscher und Josef Rauscher.

Des Weiteren war der Verlag schon früh zukunftsweisend im Bezug auf vegane Kochbücher und Ernährungsratgeber. Veröffentlicht wird seit Verlagsgründung die "Kochen ohne Knochen"-Reihe des Ox-Fanzine, als auch die "The Lotus and the Artichoke"-Bücher von Justin P. Moore. Zudem erschienen Ratgeber wie "Vegan-Klischee ade" von Niko Rittenau, oder "Vegan, aber günstig" von Patrick Bolk.

SonstigesBearbeiten

Autorinnen und Autoren (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten