Universitätsallee (Bremen)

Straße in Bremen

Die Universitätsallee ist eine Erschließungsstraße in Bremen, Stadtteil Horn-Lehe, Ortsteil Lehe. Sie führt in West-Ost-Richtung von der Parkallee vorbei an der Universität Bremen und dem Technologiepark Bremen bis zur Achterstraße nach Horn.

Universitätsallee
Wappen
Straße in Bremen
Universitätsallee
Universitätsallee, Universität Bremen und dahinter der Hochschulring
Basisdaten
Stadt Bremen
Stadtteil Horn-Lehe
Angelegt um 1968
Querstraßen Achterstr., Wiener Str., Otto-Hahn-Allee, Bibliothekstr., Enrique-Schmidt-Str., Lise-Meitner-Str., Autobahnzubringer Universität, Caroline-Herschel-Str., Kremser Str.
Nutzung
Nutzergruppen Autos, Straßenbahn, Fahrräder und Fußgänger
Straßen­gestaltung vierspurige Straße
Technische Daten
Straßenlänge 2100 Meter
Beginn der Universitätsallee mit GW1, Universum, SchauBox
Ausstellungsgebäude SchauBox
Mehrzweckhochhaus (MZH) der Uni
Berufsbildungswerk Bremen: Werkstattgebäude

Die Querstraßen und Anschlussstraßen wurden benannt u. a. als Parkallee, Achterstraße nach der Lage (achtern = dahinter) in der Leher Feldmark, Wiener Straße nach der österreichischen Hauptstadt, Otto-Hahn-Allee 2001 nach dem Chemiker und Nobelpreisträger (1879–1968), Bibliothekstraße nach der dortigen Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Enrique-Schmidt-Straße nach dem nicaraguanischen Revolutionär und Politiker (1949–1984), Lise-Meitner-Straße 1999 nach der österreichischen Kernphysikerin (1878–1968), Autobahnzubringer Universität, Caroline-Herschel-Straße 1997 nach der Astronomin (1750–1848), Kremser Straße nach der Stadt an der Donau und wieder Achterstraße; ansonsten siehe beim Link zu den Straßen.

GeschichteBearbeiten

NameBearbeiten

Die Universitätsallee wurde um 1971 benannt zur Zeit der Gründung der Universität Bremen.

EntwicklungBearbeiten

Die Generalplanung für den Bau der Universität erfolgte seit 1966 durch das Universitätsbauamt Bremen (UBA). In dem Marschgebiet mussten etwa fünf Meter Marschboden durch Sand ausgetauscht werden. 1971/72 wurde der Studienbetrieb aufgenommen. Der zentrale Bereich mit der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, dem Zentralbereich (ZB), der Mensa, GW 2, NW 2, dem Zentralen Mehrzweckhochhaus (MZH) und danach den Sportbauten im Osten wurde zwischen 1974 und 1976 fertiggestellt. An der Universitätsallee entstanden dann weitere Bauten für die Universität, für Institute und Firmen.

Die Universität hatte um 2017 rund 19.500 Studenten und rund 3500 Mitarbeiter sowie einen Jahresetat von 344 Mio. Euro.

VerkehrBearbeiten

1998 fand die Verlängerung der Linie 6 von Riensberg zur Universität statt.

Die Straßenbahn Bremen durchfährt mit der Linie 6 (Universität-Nord – Flughafen-Süd) die Straße.

Im Nahverkehr in Bremen durchfahren die Buslinien 21 (Blockdiek ↔ Sebaldsbrück ↔ Universität-Nord), 22 (Kattenturm-Mitte ↔ Universität-Ost), 28 (Überseestadt ↔ Universität-Nord) und 31 (Borgfeld Ost ↔ Horn ↔ Nedderland) die Straße.

Gebäude und AnlagenBearbeiten

An der Straße stehen überwiegend zwei- bis fünfgeschossige Gebäude der Universität, der Institute und der Firmen.

Erwähnenswerte Gebäude und Anlagen

  • Parkallee Nr. 301: Augenklinik Universitätsallee von 1993
  • Brücke über die Kleine Wümme
  • Nr. ?: 1- und 2-gesch. Hörsaalgebäude GW 1 von 1999 nach Plänen von Architekten FSB, Bremen[1]
  • Nr. ?: 3-gesch. modernisierte Gebäude von GW 1 Block A bis C der Universität von 1969
  • Wiener Straße Nr. 1a: 2-gesch. Gebäude vom Universum Bremen von 2000 nach Plänen von Thomas Klumpp
    • Wiener Straße Nr. 3: 3-gesch. Ausstellungsgebäude SchauBox von 2007 und EntdeckerPark
  • Nr. 1: 5-gesch. langgestrecktes Studentenwohnhaus THE FIZZ Bremen von 2012 mit drei verbundenen Häusern und 350 Wohnplätzen nach Plänen von hübschen und knigge[2]
  • Nr. 4: 4-gesch. Gebäude des 7THINGS - hotel & apartment
  • Uniwiese mit Uni-Fleet und Uni-See, dahinter Uni Mensa am Boulevard
  • 8-gesch. Mehrzweckhochhaus (MZH) mit der Verwaltung der Uni von um 1975 nach Plänen von Walter Henn
    • 3-gesch. Gebäude der Universitätsverwaltung
  • Otto-Hahn-Allee Nr. 1: 5- bis 6-gesch. Gebäudegruppe NW 1 der Universität von um 1971 und Ergänzungsbauten von um 1995 mit u. a. dem Institut für Umweltphysik, dem Microsystems Center Bremen (MCB) und der Friedrich-Wilhelm-Bessel-Institut Forschungs GmbH (FWBI)
  • Nr. 3: 2- und 4-gesch. Gebäude mit u. a. der Aktion Hilfe für Kinder
  • Nr. 5: 5-gesch. der Bürogebäude mit dem Bremer Rechenzentrum und anderen Firmen
  • Nr. 11/13: 3-gesch. Gebäudegruppe mit dem Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL)
  • Enrique-Schmidt-Straße Nr. 1: 4-gesch. Gebäude der StugA Wirtschaftswissenschaften der Uni
  • Nr. 16: 5-gesch. Bürogebäuder der Siemens AG
  • Nr. 17: 1- bis 3-gesch. achteckige Bürogebäude mit verschiedenen Firmen
  • Lise-Meitner-Straße Nr. 2: 5-gesch. ovales markantes Bürogebäude mit u. a. OHB Digital Services
  • Nr. 18: 4-gesch. Gebäudegruppe der privaten Hochschule für internationale Wirtschaft und Logistik (seit 2016 IUBH Duales Studium) von 2009 mit der Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft, der Deutschen Außenhandels- und Verkehrs-Akademie (DAV) und der Bundesvereinigung Logistik
  • Nr. 20: 1- bis 3-gesch. Gebäude des Berufsbildungswerks Bremen GmbH von 1978 nach Plänen der Architektengruppe Medium, Hamburg und weitere spätere Ergänzungsbauten[3]
  • Nr. 21 bis 25: 3-gesch. Bürogebäude mit u. a. dem Fortbildungsinstitut Zahnärztekammer Bremen
  • Nr. 27/29: 2- und 3-gesch. Gebäude der OHB System AG
  • Brücke über die Kleine Wümme
  • Achterstraße Nr. 30: 3-gesch. Gebäude des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) von 2013

Kunstobjekte, Gedenktafeln

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eberhard Syring: Architekturführer Bremen/ Bremerhaven. Hg: Bremer Zentrum für Baukultur, DOM publishers, Berlin 2019, ISBN 978-3-86922-569-2.
  2. Eberhard Syring: Architekturführer Bremen/ Bremerhaven. Hg: Bremer Zentrum für Baukultur, DOM publishers, Berlin 2019, ISBN 978-3-86922-569-2.
  3. Architekturführer-Bremen: Berufsbildungswerk
  4. k: kunst im öffentlichen raum bremen

Koordinaten: 53° 6′ 16,5″ N, 8° 51′ 7,8″ O