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Parkallee (Bremen)

Straße in Bremen

Die Parkallee befindet sich im Bremer Stadtteil Schwachhausen. Im Süden geht die Parkallee in die Rembertistraße über, führt über dem Verkehrskreisel Am Stern vorbei und geht im Norden in die Universitätsallee beziehungsweise den Kuhgrabenweg über. Sie wird als Zubringerstraße von der Bremer Innenstadt zur Universität genutzt. Die Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg und die Bahnstrecke Wunstorf–Bremen überqueren die Parkallee über dem Friedenstunnel, erstere im Bereich zwischen Bürgerpark und Stadtwald sogar ein zweites Mal.

Parkallee
Wappen
Straße in Bremen
Parkallee
Lage der Parkallee
Basisdaten
Stadt Bremen
Stadtteile Schwachhausen
Angelegt 1888
Hist. Namen Kuhgrabenweg, Stauallee
Bauwerke Oberschule Am Barkhof
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Individualverkehr, ÖPNV
Technische Daten
Straßenlänge 3,5 km
Eckhaus Am Stern und angrenzende Bremer Häuser an der Parkallee

Von Norden nach Süden zweigen von der Parkallee folgende Straßen ab: Achterstraße, Zur Munte, Kulenkampffallee, Busestraße, Emmastraße, Coccejusstraße, Fitgerstraße, Otto-Gildemeister-Straße, Bulthauptstraße, Franziusstraße, Benquestraße, Altmannstraße, Parkstraße, Goebenstraße, Am Barkhof, Delbrückstraße, Hohenlohestraße, An der Weide und Außer der Schleifmühle.

Die Buslinie 22 der Bremer Straßenbahn AG verläuft auf der Parkallee.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

NameBearbeiten

Die Parkallee hieß bis 1888 Kuhgrabenweg, benannt nach dem später bis zur Kleinen Wümme zugeschütteten Kuhgraben, und bis 1890 Stauallee, nach dem Hof Stau (benannt nach dem dabei befindlichen Aufstau des Kuhgrabens) in der Feldmark Pagentorn. Im Januar 1890 wurde die Umbenennung in Parkallee beschlossen.

GeschichteBearbeiten

In vorindustrieller Zeit führte der Kuhgraben im Verlauf der heutigen Parkallee von der Wümme weiter in Richtung Stadtzentrum, wo er südlich deren heutiger Eisenbahnunterführung Anschluss an den Dobben hatte.

Während der Erschließung der Pagentorner Feldmark im 19. Jahrhundert wurde die Stauallee parallel zum Kuhgraben angelegt. Im Jahre 1890 wurde der südliche Teil des Kuhgrabens zugeschüttet, der Teil bis zum Stau 1893. Auf dem so gewonnenen Kuhgrabenareal wurde dann die nun Parkallee genannte Straße befestigt und verbreitert. Die Pagentorner Bauern verkauften nach und nach ihre Höfe an der Parkallee als Bauland, 1898 tauchte erstmals der Straßenname „Parkallee“ im Adressbuch auf.

Um ihren Charakter als Villenstraße zu sichern, ordnete der Staat 1891 einen besonderen Bebauungsplan für die Bürgerparkallee an. So durften keine Gewerbebetriebe, sondern nur Wohnhäuser und dazugehörige Nebengebäude errichtet werden, letztere erst in dreißig Meter Entfernung von der Straßenfront. Nicht mehr als zwei Wohnhäuser unmittelbar nebeneinander waren erlaubt. Mindestens ein Drittel der Bauplatzbreite musste unbebaut bleiben und die geringste Tiefe der Vorgärten zehn Meter betragen. Diese Bestimmungen hatten bis zum Jahre 1940 Gültigkeit.[1]

Im April 1891 ging auf der Parkallee eine Petroleumbahn in Betrieb, wurde aber nach diversen Pannen bereits 1893 wieder eingestellt.[2]

Von September 1910 bis Dezember 1911 verkehrte die Parkbahn auf der Parkallee.

Gebäude, ErholungsgebieteBearbeiten

GebäudeBearbeiten

 
Parkallee und Neues Gymnasium am Barkhof (1911)
 
Villa Sowerbutts
 
Die Waldbühne

An der Parkallee stehen ein- bis viergeschossige Gebäude, zumeist Wohn- und Geschäftshäuser. Nördlich des Sterns ist die Parkallee nur ostseitig bebaut, da im Westen der Bürgerpark und Stadtwald liegen. Diese Wohnhäuser wurden als Villen errichtet, daher wird die östliche Seite von einigen denkmalgeschützten und architektonisch bedeutsamen Häusern gesäumt, unter anderem sind es:

An der Westseite befinden sich wenige Gebäude, darunter das Polizeirevier Schwachhausen und die Waldbühne im Bürgerpark, erbaut 1890 als Ausstellungspavillon zur Nordwestdeutschen Gewerbe- und Industrieausstellung.

Im Bremen zur Zeit des Nationalsozialismus wurden während des Zweiten Weltkrieges auf der Ostseite des Bürgerparks drei Luftschutzbunker errichtet, die noch erhalten sind. Derjenige gegenüber der Einmündung der Emmastraße in die Parkallee diente zunächst der 8. Flak-Division und später 1945 dem Kampfkommandanten als Befehlsbunker. Die beiden anderen stehen im Abschnitt zwischen Bulthaupt- und Benquestraße.

ErholungsgebieteBearbeiten

An der Westseite liegt der Bürgerpark und Stadtwald, die bekannteste und zweitgrößte zusammenhängende Parkanlage der Stadt Bremen.

An der nord-östlichen Seite befindet sich eine Kleingartenkolonie.

LiteraturBearbeiten

  • Hanne Lampe: Die Pagentorner Bauerschaft, Bremisches Jahrbuch 42. Band. F. Trüjen, Bremen 1947, S. 150 ff.

EinzelnachweiseBearbeiten