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Universität Zadar

Universität in Kroatien

Die Universität Zadar (kroatisch Sveučilište u Zadru, lateinisch Universitas Studiorum Jadertina) ist eine 2003 gegründete staatliche Universität in der kroatischen Hafenstadt Zadar am Adriatischen Meer. Die Universität ist Mitglied im Netzwerk der Balkan-Universitäten.[1]

Universität Zadar
Logo
Gründung 2003
Trägerschaft staatlich
Ort Zadar, Kroatien
Rektor Ante Uglešić
Studenten ca. 6.000 (2009)
Mitarbeiter ca. 500 (2009)
Website www.unizd.hr/

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Im Altbau der Universität

Angaben einiger Autoren zufolge unterhielten die Dominikaner in Zadar seit 1396 ein studium generale zur Unterrichtung in Theologie, das 1553 das Recht zur Verleihung akademischer Grade erhielt. 1806/07 ersetzten die napoleonischen Behörden die im Sprachgebrauch der Dominikaner so genannte Universitas Jadertina durch ein Lycée.[2] In mehreren internationalen Standardwerken zur europäischen Universitätsgeschichte findet sich jedoch eine Bildungseinrichtung von Universitätsrang mit Sitz in Zadar nirgendwo aufgelistet.[3][4][5][6]

Erwähnenswert ist die 1955 gegründete Philosophische Fakultät, die damals einzige Hochschuleinrichtung im modernen Kroatien außerhalb von Zagreb. Gründungsdatum wurde der 29. Januar 2003; die erste Universitätssenatssitzung fand am 25. März statt, fortan bekannt als Universitätstag (Dies Academicus).

FachabteilungenBearbeiten

Die Universität Zadar gliedert sich in insgesamt 21 Abteilungen:

EinrichtungenBearbeiten

 
Hauptgebäude in der Altstadt

Der Hochschulbetrieb konzentriert sich auf zwei Orte:

  • ein «Alter Campus», in einem barocken Gebäude in der Altstadt von Zadar (Adresse: Mihovila Pavlinovića bb) und
  • ein «Neuer Campus» (Adresse: dr. Franje Tuđmana 24i).

Neben der Universität gibt es in Zadar auch noch die Marinehochschule Zadar und die Hochschule in Zadar.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Konferenz der Balkan-Universitäten im Mai 2010 in Edirne
  2. Dalibor Cepulo: „Legal Education in Croatia from Medieval Times to 1918: Institutions, Courses of Study, Transfers“, in: Pokrovac, Zoran (Hrsg.): „Juristenausbildung in Osteuropa bis zum Ersten Weltkrieg“, Rechtskulturen des modernen Osteuropa, Bd. 3, Vittorio Klostermann, 2007, ISBN 978-3-465-04037-8, S. 95, Fn. 32
  3. Hilde De Ridder-Symoens (Hrsg.): A History of the University in Europe. Bd. 1: Universities in the Middle Ages, Cambridge University Press, 1992, ISBN 0-521-36105-2, S. 62–65
  4. Hilde De Ridder-Symoens (Hrsg.): A History of the University in Europe. S. 2: Universities in Early Modern Europe (1500–1800), Cambridge University Press, 1996, ISBN 0-521-36106-0, S. 80–89
  5. Walter Rüegg: „European Universities and Similar Institutions in Existence between 1812 and the End of 1944: A Chronological List“, in: Walter Rüegg (Hrsg.): A History of the University in Europe. Bd. 3: Universities in the Nineteenth and Early Twentieth Centuries (1800–1945), Cambridge University Press, 2004, ISBN 978-0-521-36107-1
  6. Jubor Jílek (Hrsg.): „Historical Compendium of European Universities/Répertoire Historique des Universités Européennes“, Standing Conference of Rectors, Presidents and Vice-Chancellors of the European Universities (CRE), Geneva 1984, S. 75-322

Koordinaten: 44° 6′ 47″ N, 15° 13′ 30″ O