Union Internationale des Architectes

Nichtregierungsorganisation

Die Union Internationale des Architectes (französisch für Internationale Vereinigung der Architekten, abgekürzt UIA) ist eine Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Paris.

ÜberblickBearbeiten

Die UIA wurde am 28. Juni 1948 in Lausanne gegründet[1][2] und zählte bei ihrer Gründung 27 Mitgliedsdelegationen. 2013 repräsentierte sie mehr als 1 Million Architekten aus 124 Ländern. Die UIA ist von den meisten Sonderorganisationen der Vereinten Nationen, darunter UNESCO, HABITAT, ECOSOC und UNIDO sowie der WHO und der WTO als einzige Vereinigung in ihrem Fachgebiet anerkannt.

Zur weltweiten Förderung der Architektur und des Berufsstandes setzt die UIA ihre Schwerpunkte auf die architekturfachliche Bildung, Professionalität und die Ausrichtung internationaler Wettbewerbe sowie auf die Vergabe von Auszeichnungen.

Die Präsidenten des UIA sind/waren:

  • ...
  • 1999–2002: Vassilis Sgoutas, Griechenland
  • 2002–2005: Jaime Lerner, Brasilien
  • 2005–2008: Gaëtan Siew, Mauritius
  • 2008–2011: Louise Cox, Australien
  • 2011–2014: Albert Dubler, Frankreich
  • 2014–2017: Esa Mohamed, Malaysia
  • 2017–2020: Thomas Vonier, USA
  • seit 2020: José-Luis Cortés, Mexiko

KongresseBearbeiten

Die UIA veranstaltet in dreijährlichem Turnus Architektur-Weltkongresse durch jeweils eine ihrer Mitgliedsorganisationen. Zusammen mit den Kongressen werden die Generalversammlungen abgehalten auf der Präsident, Vizepräsidenten und Ratsmitglieder sowie der Generalsekretär gewählt werden. Die bisherigen Weltkongresse waren:

Nr. Jahr Ort Thema
1. 1948 Schweiz  Schweiz, Lausanne Architektur vor neuen Aufgaben
2. 1951 Marokko  Marokko, Rabat Wie Architektur mit ihren neuen Aufgaben umgeht
3. 1953 Portugal  Portugal, Lissabon Architektur am Scheideweg
4. 1955 Niederlande  Niederlande, Den Haag Architektur und die Evolutions des Bauens
5. 1958 Sowjetunion 1955  Sowjetunion, Moskau Konstruktion and Rekonstruktion
6. 1961 Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich, London Neue Techniken und neue Materialien
7. 1963 Kuba  Kuba, Havanna Architektur in unterentwickelten Ländern
8. 1965 Frankreich  Frankreich, Paris Die praktische Ausbildung der Architekten
9. 1967 Tschechoslowakei  Tschechoslowakei, Prag Architektur und menschliches Milieu
10. 1969 Argentinien  Argentinien, Buenos Aires Architektur als Sozialfaktor
11. 1972 Bulgarien 1971  Bulgarien, Varna Architektur und Freizeit
12. 1975 Spanien 1945  Spanien, Madrid Kreativität und Technologie
13. 1978 Mexiko  Mexiko, Mexiko-Stadt Architektur and nationale Entwicklung
14. 1981 Polen 1980  Polen, Warschau Architektur, Mensch, Umwelt
15. 1985 Agypten  Ägypten, Kairo Heutige und zukünftige Mission des Architekten
16. 1987 Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich, Brighton Obdach und Städte – Bauen der Welt von Morgen
17. 1990 Kanada  Kanada, Montreal Kulturen und Technologien
18. 1993 Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten, Chicago Architektur am Scheideweg – Entwerfen für eine nachhaltige Zukunft
19. 1996 Spanien  Spanien, Barcelona Gegenwart und Zukunft. Architektur in Städten
20. 1999 China Volksrepublik  Volksrepublik China, Peking Architektur für das 21. Jahrhundert
21. 2002 Deutschland  Deutschland, Berlin Ressource Architektur
22. 2005 Turkei  Türkei, Istanbul Der Große Bazar der Architekturen
23. 2008 Italien  Italien, Turin Architekturvermittlung
24. 2011 Japan  Japan, Tokio DESIGN 2050 Jenseits von Katastrophen, durch Solidarität, zur Nachhaltigkeit
25. 2014 Sudafrika  Südafrika, Durban Architektur anderswo
26. 2017 Korea Sud  Südkorea, Seoul Seele der Stadt
27. 2021 Brasilien  Brasilien, Rio de Janeiro
28. 2023 Danemark  Dänemark, Kopenhagen
29. 2029 Spanien  Spanien, Barcelona

UIA-AuszeichnungenBearbeiten

Folgende Auszeichnungen werden von der UIA in dreijährlichem Turnus vergeben:

UIA-GoldmedailleBearbeiten

Seit 1984 verleiht die Organisation auch die UIA-Goldmedaille, um einen Architekten (oder eine Gruppe von Architekten) zu ehren, die sich mit ihren Bauten und ihrer Arbeit durch die hohe Qualität ihrer Leistungen um Menschheit und Gesellschaft verdient gemacht haben (to honour an architect (or group of architects) having distinguished themselves through their work and professional practice by the quality of services rendered to man and society). Bisherige Träger der Goldmedaille waren:

Jahr Architekt Land
1984 Hassan Fathy Ägypten
1987 Reima Pietilä Finnland
1990 Charles Correa Indien
1993 Fumihiko Maki Japan
1996 Rafael Moneo Spanien
1999 Ricardo Legorreta Vilchis Mexiko
2002 Renzo Piano Italien
2005 Tadao Ando Japan
2008 Teodoro Gonzalez de Leon Mexiko
2011 Álvaro Siza Vieira Portugal
2014 Ieoh Ming Pei USA
2017 Toyo Ito Japan
2021 Paulo Mendes da Rocha Brasilien

WeblinksBearbeiten

Commons: International Union of Architects – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

FußnotenBearbeiten