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Tubocurarin ist ein Nervengift. Als Hauptbestandteil von Tubocurare zählt es zu den Pfeilgiften, die zusammenfassend als Curare bezeichnet werden.

Strukturformel
Strukturformel von Tubocurarin
Allgemeines
Freiname Tubocurarin
Summenformel C37H41N2O6
Kurzbeschreibung

gelblicher Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
  • 57-95-4 (Tubocurarin)
  • 6989-98-6 (Tubocurarin-Chlorid-Hydrochlorid-Pentahydrat)
PubChem 6000
DrugBank DB01199
Wikidata Q421268
Arzneistoffangaben
ATC-Code

M03AA02

Eigenschaften
Molare Masse 609,73 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

268 °C[2]

Löslichkeit

löslich in Wasser[3]

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
06 – Giftig oder sehr giftig

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301
P: 301+310 [1]
Toxikologische Daten

150 mg·kg−1 (LD50Mausoral)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

VorkommenBearbeiten

Tubocurarin kommt unter anderem in Chondrodendron tomentosum und anderen Pflanzen der Gattung vor.[4]

WirkungsweiseBearbeiten

Tubocurarin besetzt kompetitiv die nicotinischen Acetylcholinrezeptoren der postsynaptischen Membran. Es erfolgt eine Blockierung der ligandengesteuerten Natrium-Ionenkanäle, wobei keine Depolarisation ausgelöst wird. Tubocurarin lähmt die quergestreifte Muskulatur des Bewegungsapparates und wird als nicht-depolarisierendes Muskelrelaxans bezeichnet.

PharmazieBearbeiten

Als pharmazeutischer Wirkstoff wird Tubocurarin als Chlorid-Hydrochlorid-Pentahydrat[5] eingesetzt.[6]

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Eintrag zu Tubocurarindichlorid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 6. Februar 2017 (JavaScript erforderlich).
  2. a b Datenblatt (+)-Tubocurarine chloride pentahydrate bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 25. April 2011 (PDF).
  3. Datenblatt Tubocurarin bei Acros, abgerufen am 26. Februar 2010.
  4. Wink, Michael; Ben-Erik van Wyk; Coralie Wink, Handbuch der giftigen und psychoaktiven Pflanzen, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2008.
  5. Externe Identifikatoren von bzw. Datenbank-Links zu Tubocurarin-Chlorid-Hydrochlorid-Pentahydrat: CAS-Nummer: 6989-98-6, EG-Nummer: 615-023-7, ECHA-InfoCard: 100.108.489, PubChem: 23422, Wikidata: Q27271261.
  6. Eintrag zu Tubocurarine in der DrugBank der University of Alberta, abgerufen am 9. Dezember 2018.
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