Treinfeld ist ein Gemeindeteil der unterfränkischen Gemeinde Rentweinsdorf im Landkreis Haßberge.

Treinfeld
Koordinaten: 50° 4′ N, 10° 49′ OKoordinaten: 50° 3′ 45″ N, 10° 48′ 41″ O
Höhe: 255 m ü. NHN
Einwohner: 186 (2021)[1]
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 96184
Vorwahl: 09531
Stadttor
Stadttor

Geografie Bearbeiten

Das Dorf liegt im östlichen Teil des Landkreises im Baunachgrund links der Baunach.

Geschichte Bearbeiten

Der Ortsname geht wahrscheinlich auf den slawischen Personennamen Dragon zurück, Feld-Ort eines Dragon[2] Die Erstnennung war im 9. Jahrhundert als „Dragenenfelden“, das zu „predia ministrorum“ des Itz-Maingebietes gehörte. 1232 gehörte „Treinfelt“, auf der einen Seite des Flusses gelegen, zur Pfarrei Ebern. 1346 erhielt Wolfram von Rotenhan drei Teile des Zehnts in „Treinuelt“. 1476 besaßen die Herren von Rotenhan „Treinfeld“ samt Mühle als Bamberger Lehen.[2]

Im Verlauf des Dreißigjährigen Kriegs brannten 1634 fast alle Gebäude ab. 1644 war das Dorf vollständig verlassen, 1657 lebten wieder sieben Personen im Ort.[3] 1742 hatten die Rotenhan Untertane in „Trainfeld“.[2]

Im Jahr 1821 wurde Treinfeld eine Landgemeinde und 1862 in das neu geschaffene bayerische Bezirksamt Ebern eingegliedert. Die Landgemeinde bestand aus drei Orten, Treinfeld und zwei Einöden, dem eineinhalb Kilometer entfernten Hebendorf und der einen halben Kilometer entfernten Treinfeldsmühle. Die Gemeinde zählte im Jahr 1871 146 Einwohner, die alle Protestanten waren, und 31 Wohngebäude. Die 129 Einwohner des Hauptortes Treinfeld gehörten zu der 1,0 Kilometer entfernten evangelischen Pfarrgemeinde in Rentweinsdorf, wo sich auch die Bekenntnisschule befand.[4] Im Jahr 1900 hatte der Ort 129 Einwohner und 25 Wohngebäude.[5] 1925 lebten in der 314,49 Hektar großen Gemeinde Treinfeld 129 Personen, von denen 128 evangelisch waren, in 25 Wohngebäuden. Der Hauptort hatte 106 Einwohner und 22 Wohngebäude.[6] Im Jahr 1897 wurde Treinfeld an das Schienennetz angeschlossen.

1950 hatte Treinfeld 163 Einwohner und 22 Wohngebäude. Die Katholiken gehörten zur Pfarrei in Ebern.[7] 1970 waren es 121[8] und 1987 167 Einwohner sowie 36 Wohngebäude mit 44 Wohnungen.[9] Am 1. Juli 1972 erfolgte im Rahmen der Gebietsreform die Auflösung des Landkreises Ebern und Treinfeld kam zum neuen Haßbergkreis. Am 1. Mai 1978 folgte die Eingliederung Treinfelds in die Gemeinde Rentweinsdorf.

Verkehr Bearbeiten

 
Der Haltepunkt Rentweinsdorf

Die Kreisstraße HAS 14, von Rentweinsdorf nach Mürsbach und eine Gemeindestraße entlang der Baunach, parallel zur Bahnstrecke Breitengüßbach–Maroldsweisach, führen durch den Ort. Am südlichen Ortsrand befindet sich der Haltepunkt Rentweinsdorf dieser Bahnlinie.

Sehenswürdigkeiten Bearbeiten

Das alte Torhaus entstand Jahr 1551 als Südtor der Dorfbefestigung. Die Scheunen und Ställe waren damals im Ortskern so angeordnet, dass die Außenmauern wie eine Wehrmauer wirkten.

In der Bayerischen Denkmalliste sind zwei Baudenkmäler aufgeführt.

Weblinks Bearbeiten

Commons: Treinfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Einwohnerzahl von Sendelbach auf der Webseite von Rentweinsdorf
  2. a b c Werner Schmiedel: Landkreise Ebern und Hofheim. In: Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Unterfranken. Band 2: Landkreise Ebern und Hofheim. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1973, ISBN 3-7696-9872-X, S. 53.
  3. Entdecken, Erleben, Genießen – Verwaltungsgemeinschaft Ebern, September 2017 (Memento des Originals vom 19. September 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/holch-medien.com
  4. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1298., urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  5. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1310. (Digitalisat).
  6. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1346. (Digitalisat).
  7. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1178. (Digitalisat).
  8. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 187. (Digitalisat).
  9. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 363. (Digitalisat).