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Tim Pröse

Tim Pröse (* 1970 in Essen) ist ein deutscher Journalist und Buchautor.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Tim Pröse wuchs in Essen auf. Er studierte an der Universität Essen Kommunikationswissenschaften, Politik und Psychologie und schrieb als freier Mitarbeiter u. a. für die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Berliner Zeitung, Hamburger Morgenpost und Rhein-Neckar-Zeitung. 1996 volontierte er bei der Münchner Abendzeitung, bei der er Redakteur und schließlich Chefreporter wurde. 2002 wechselte er zum Focus, wo er als Redakteur der Ressorts „Reportagen“ und „Menschen“ in erster Linie Reportagen und Porträts schrieb. Seit 2016 ist er freier Journalist und Buchautor.

Tim Pröses Buch Jahrhundertzeugen. Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler von 2016 porträtiert achtzehn Widerstandskämpfer, Lebensretter und Überlebende des NS-Terrors: Der Autor begegnete u. a. Inge Aicher-Scholl,[1] der Schwester von Sophie und Hans Scholl, dem späteren Krupp-Generalbevollmächtigten Berthold Beitz, der im Dritten Reich Hunderte Juden gerettet hat, den Hitler-Attentätern Ewald-Heinrich von Kleist und Philipp von Boeselager – und Jerzy Gross,[2] dem damals letzten Überlebenden von „Schindlers Liste“.

Pröse lebt in München.

PublikationenBearbeiten

  • Jahrhundertzeugen. Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler. 18 Begegnungen. Heyne, München 2016, ISBN 978-3-453-20124-8.
  • Hallervorden. Ein Komiker macht Ernst. Hoffmann und Campe, Hamburg 2017, ISBN 978-3-455-00159-4
  • Samstagabendhelden. Persönliche Begegnungen mit den legendärsten Stars aus Film, Funk und Fernsehen. Heyne, München 2018, ISBN 978-3-453-20190-3.
  • Mario Adorf. Zugabe! Kiepenheuer & Witsch, Köln 2019, ISBN 978-3462052794.

RezeptionBearbeiten

Zu „Jahrhundertzeugen. Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler“: Der Schauspieler Mario Adorf[3] nannte das Werk „ein ergreifendes, spannendes und wichtiges Buch wider das Vergessen!“ Udo Lindenberg schrieb: „Dieses Buch betet nicht die Asche an, sondern reicht die Flamme weiter!“[3] Die FAZ schrieb in einer Rezension:[4] „eines der berührendsten Bücher des Jahres, dem viele Leser zu wünschen sind“. Die Zeit schrieb: „Ein Buch, das noch lange nachhallt.“[3]

Zu „Hallervorden. Ein Komiker macht Ernst“: Über das Buch sagte Hilke Sinnig in der ZDF-Sendung Aspekte: „Die neue Biografie bringt viel Privates ans Licht, was bisher nicht bekannt war. Sie wirft einen frischen Blick auf einen Mann, den in Deutschland wirklich jeder kennt.“[5]

Zu „Samstagabendhelden. Persönliche Begegnungen mit den legendärsten Stars aus Film, Funk und Fernsehen“ schrieb Stefan Felbinger von der Welt am Sonntag: „Eine liebens- und lesenswerte Zeitreise, nicht nur für alle, die mit Winnetou, ,Wetten, dass..?‘ und Hape Kerkeling groß wurden! Tim Pröses Helden haben ein ganzes Fernsehzeitalter geprägt und Strahlkraft bis heute“.[6]

Zu „Mario Adorf. Zugabe!“ Das "Zeit Magazin" nannte das Buch "ein feinfühliges Porträt des Schauspielers Mario Adorf".

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tim Pröse: Tod von Sophie und Hans Scholl: "Ich erinnere mich, wie Mutter die Särge streichelte". In: Spiegel Online. 22. Februar 2018, abgerufen am 10. Juni 2018.
  2. Tim Pröse: Der Letzte von Schindlers Liste: "Sie schlugen meist von hinten zu". In: Spiegel Online. 28. Oktober 2016, abgerufen am 10. Juni 2018.
  3. a b c https://www.randomhouse.de/Buch/Jahrhundertzeugen/Tim-Proese/Heyne/e502457.rhd#citation
  4. Rainer Blasius: Elser vorn - Rommel zurück. In: FAZ.net. 27. Dezember 2016, abgerufen am 13. Oktober 2018.
  5. https://www.zdf.de/kultur/aspekte/aspekte-vom-6-oktober-2017-100.html
  6. Verlagsseite zum Buch bei Randomhouse, abgerufen am 10. November 2018
  7. Tim Pröse: FOCUS-Reportage: Paulas Krieg. In: Focus Online. 1. Februar 2010, abgerufen am 14. Oktober 2018.
  8. https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse/2010-112c-Medienpreis_Print-Tim_Proese.pdf