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Thomas Topfstedt (* 18. Februar 1947 in Erfurt) ist ein deutscher Kunsthistoriker und Professor an der Universität Leipzig.

Nach dem Abitur in Erfurt nahm Topfstedt 1965 ein Studium der Kunstgeschichte, Vor- und Frühgeschichte an der Karl-Marx-Universität Leipzig auf, das er 1970 abschloss. Anschließend war er bis 1975 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Städtebau und Architektur (Abteilung Geschichte und Theorie der Architektur) der Bauakademie der DDR in Berlin beschäftigt. 1975 wechselte er an die Universität Leipzig, wo er 1980 mit einer Arbeit zur Entwicklung von Städtebau und Architektur in der Deutschen Demokratischen Republik 1949 bis 1955 promoviert wurde. 1984 absolvierte Topfstedt die Promotion B mit einer Untersuchung zum Städtebau in der DDR 1955–1971. 1988 wurde er zum ordentlichen Professor für Sozialistische Gegenwartskunst an der Sektion Kultur- und Kunstwissenschaften der Karl-Marx-Universität Leipzig berufen. Von 1991 bis 1993 war er Professor für Kunstgeschichte, seit 1993 ist er Professor für Kunstgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Leipzig. Ab 1990 war Topfstedt kommissarischer Leiter, von 1993 bis 1996 geschäftsführender Direktor des Instituts für Kunstgeschichte an der Universität Leipzig. Im Anschluss war er 1997/98 Prodekan und 1998/99 Dekan der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften. Er gehörte von 1967 bis Januar 1990, als er austrat, der SED an.

Topfstedt ist seit 1994 Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, seit 1995 Mitglied der Historischen Kommission sowie seit 2006 der Kommission für die Kunstgeschichte Mitteldeutschlands der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten