Teicha (Radibor)

Ortsteil von Radibor

Teicha, obersorbisch Hat, ist ein Teil des Dorfes Milkel im ostsächsischen Landkreis Bautzen mit 61 Einwohnern[1]. Durch die Siedlung fließt die Kleine Spree. Sie liegt in der Oberlausitz und gehört zum offiziellen sorbischen Siedlungsgebiet in Sachsen.

Gemeinde Radibor
Koordinaten: 51° 18′ 18″ N, 14° 27′ 27″ O
Einwohner: 61 (31. Dez. 2016)
Postleitzahl: 02627
Vorwahl: 035934

Der sorbische Ortsname bedeutet schlicht „Teich“.

GeographieBearbeiten

Teicha befindet sich etwa 14 Kilometer nördlich der Kreisstadt Bautzen am nordöstlichen Rande des Landkreises im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Der Ort liegt auf 136 Metern ü. NN. Teicha schließt sich direkt im Norden an Milkel an und befindet sich so zwischen diesem und den Fischteichen im Norden. Nördlich liegen die Orte Rauden und Mönau, in östlicher Richtung befindet sich Jetscheba und nach Radibor im Süden sind es neun Kilometer.

GeschichteBearbeiten

Aus dem Jahr 1600 stammt die erste Erwähnung des Ortes als Standort eines Einzelgutes. Das Dorf gehörte spätestens seit diesem Jahr zum Rittergut Milkel. Der Ort lag bis zum Jahr 1815 im Königreich Sachsen. Nach der Niederlage von Napoleon und dem Wiener Kongress verlief die neue sächsisch-preußische Grenze nördlich des Ortes. Dadurch befanden sich mehrere Nachbarorte nun auf preußischem Staatsgebiet. Durch die Zollunion mit Preußen 1834 wurde die Situation entschärft, was dem Ort zugutekam. Mit der Eingemeindung von Milkel nach Radibor, die 1999 vollzogen wurde, wurde auch Teicha Ortsteil dieser Gemeinde.

BevölkerungBearbeiten

Datum Einwohner
1777 1 Gärtner 2 Häusler
1834 74
1871 93
1890 78
2010 65

1890 hatte Teicha 78 Einwohner, etwa so viel wie 60 Jahre zuvor. Seither hat sich die Siedlung nicht wesentlich ausgedehnt. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde im Ort mehrheitlich Sorbisch gesprochen.

OrtsnamenformenBearbeiten

Datum Ortsnamenformen
1600 Teiche
1658 Teicha
1692 Teiche
1694 Teichau
1732 Teiche
1791 Teicha

FußnotenBearbeiten

  1. Stand: 31. Dezember 2016; Angabe der Gemeindeverwaltung Radibor

WeblinksBearbeiten