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Tag des offenen Denkmals

jährliche Tagesveranstaltung zum Denkmalschutz in Deutschland
(Weitergeleitet von Tag des Offenen Denkmals)
Logo "Tag des offenen Denkmals"

Der Tag des offenen Denkmals® ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands und wird seit 1993 bundesweit durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert. Der Aktionstag  findet an jedem zweiten Sonntag im September statt, verzeichnet jedes Jahr mehrere Millionen Besucher und ist das wichtigste Schaufenster des Denkmalschutzes in Deutschland. Der Tag des offenen Denkmals® ist eine geschützte Marke der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Ziel des Tags des offenen Denkmals® ist es, die die Bedeutung des baukulturellen Erbes großflächig erlebbar zu machen. 2006 wurde diese Veranstaltung als "Ort des Tages" der Kampagne „Deutschland - Land der Ideen“ ausgezeichnet. Der Tag des offenen Denkmals® ist der deutsche Beitrag zu den  europaweit stattfindenden European Heritage Days.

Am Tag des offenen Denkmals® sind viele ansonsten nicht regelmäßig zugängliche Denkmale geöffnet. Jedes Jahr öffnen rund 7.500  Denkmale in über 2.700 Kommunen an diesem Tag ihre Pforten. Vielerorts führen Fachkundige in den Objekten oder auf dem jeweiligen Gelände Führungen durch.

Tag des offenen Denkmals 2006 im Höchster Schloß, Frankfurt am Main

Inhaltsverzeichnis

Bundesweite EröffnungsfeierBearbeiten

Der Tag des offenen Denkmals wird jedes Jahr in einer anderen gastgebenden Stadt offiziell eröffnet. Diese wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz als zentraler Koordinatorin des Aktionstages ausgewählt, auch die Feier wird – gemeinsam mit den Partnern vor Ort – von der Stiftung geplant und konzipiert.  

JahresmottoBearbeiten

Jährlich wählt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ein Jahresmotto aus, unter welches der jeweilige Aktionstag gestellt wird, so dass jährlich neue Aspekte der Denkmalpflege in den Blickpunkt gerückt werden. Eine Motto-Chronik ist hier zu finden.

Aktive Mitwirkung: Partner und FördererBearbeiten

Der Tag des offenen Denkmals® ist ein Ergebnis des Engagements Vieler. Er wird gestützt und getragen durch mehrere tausend Initiativen und Partner vor Ort – vom ehrenamtlichen Helfer bis zum Landesdenkmalamt. Viele tausend Denkmalbegeisterte gestalten jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm. Neben privaten Denkmaleigentümern machen jedes Jahr weit mehr als 2.600 Kommunen beim Tag des offenen Denkmals® mit.

Das ProgrammBearbeiten

Private und öffentliche Denkmaleigentümer können Ihr Denkmal jährlich bis zum 31. Mai bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz als Programmangebot zum Tag des offenen Denkmals anmelden. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass der Besuch des Denkmals am Aktionstag kostenfrei ist. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Denkmaleigentümer mit einem umfangreichen Serviceangebot. Das Gesamtprogramm, das jedes Jahr zwischen 7000 – 8000 geöffnete Denkmale umfasst, wird ab August auf der Website www.tag-des-offenen-denkmals.de veröffentlicht.

Fotowettbewerb „Fokus Denkmal“Bearbeiten

Zum Tag des offenen Denkmals® organisiert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz  den Jugend-Fotowettbewerb  „Fokus Denkmal“. Jugendliche bis 20 Jahre können hier – passend zum jeweiligen Jahresmotto des Tags des offenen Denkmals® -  ihre Fotos mit frischen und ungewöhnlichen Perspektiven auf Denkmale einreichen. Eine Jury aus Denkmalexperten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz prämiert die besten drei Fotos, die mit einem Preisgeld von jeweils 300,- € dotiert sind.  

Die IdeeBearbeiten

Die Idee zu einer Veranstaltung, welche die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes und Belange der Denkmalpflege sensibilisiert, wurde ursprünglich in Frankreich geboren. 1984 rief der damalige Kulturminister Jack Lang die „Journées Portes ouvertes dans les monuments historiques" ins Leben. Aufgrund der großen Resonanz folgten in den nächsten Jahren weitere Länder dem Beispiel. 1991 griff der Europarat die Idee auf und begründete offiziell die European Heritage Days.

Chronik Tag des offenen Denkmals® von 1993 bis heuteBearbeiten

Datum Thema Anmerkungen Eröffnungs-veranstaltung

in

Anzahl Besucher Anzahl geöffnete Denkmale / teilnehmende Kommunen
11. September 2016 Gemeinsam Denkmale erhalten Fachkundige Führungen, Sondervorstellungen in sonst meist verschlossenen Denkmalen luden dazu ein, Denkmalschutz "live" zu erleben: Besucher konnten Restauratoren über die Schulter schauen, archäologische Ausgrabungsstätten erkunden, sonst verschlossene Kellergewölbe von Burgen oder Dachstühle von Kirchen bestaunen und noch vieles mehr. Das Zusammenspiel und die gemeinsame Arbeit der hauptberuflichen wie ehrenamtlichen Denkmalpfleger und -schützer stand in diesem Jahr im Fokus: Fördervereine und Initiativen stellten ihre Aktionen für die Erhaltung "ihres" Denkmals vor. Private Denkmaleigentümer informierten über die Maßnahmen, die sie gemeinsam mit kommunalen Denkmalpflegern und Restauratoren umsetzen oder umgesetzt haben. Von erfolgreichen Sanierungsprojekten einer Stadtvilla oder Kapelle, eines Fachwerkhauses oder Industriebaus wurde ebenso berichtet wie von den Schwierigkeiten und Mühen, die die Denkmalerhaltung bisweilen mit sich bringt. Augsburg 4 Mio. 8.000 / n.v.
13. September 2015 Handwerk, Technik, Industrie Das Motto zum Tag des offenen Denkmals 2015 unterstrich die Bedeutung von industriellen und technischen Denkmalen für unsere Denkmallandschaft. Die Besucher konnten viele Denkmale mit einem technischen oder industriellen Bezug besuchen - etwa Mühlen oder alte Fabriken. Darüber hinaus wurden an vielen weiteren historischen Bauten, Parks und archäologischen Stätten beispielsweise die Funktionsweise von Glockentürmen erläutert oder alte Handwerkstechniken vorgestellt.

Im Ruhrgebiet, dem Herzen der Industrie, wurden zahlreiche Denkmäler geöffnet, die bisher der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich waren. Außerdem offen an diesem Tage: die denkmalgeschützten Kunsthäuser im Kunstgebiet Rhein - Ruhr.

Halle(Saale) 7.700 / n.V.
14. September 2014 Farbe Das Motto 2014 war „Farbe“ und somit erlaubte der Tag des offenen Denkmals® bunte Streifzüge durch die Vergangenheit. - ein wichtiges Gestaltungsmerkmal fast jeden Bauwerks. Seit der Altsteinzeit nutzen Menschen mineralische Pigmente, Kohle und Pflanzenfasern zur Herstellung von Farben. Davon zeugen eindrucksvoll Höhlenmalereien oder bemalte Grabbeigaben. Jede Epoche hatte ihr spezifisches Verhältnis zur Farbe. Im Mittelalter galten Kunstwerke erst durch die farbige Fassung als vollendet. Im Barock wurden Wandflächen, Fenster und Portale in Farbsystemen voneinander abgesetzt. Und für Städte wurden sogar Farbrichtlinien erlassen. So legte König Ludwig I. von Bayern 1826 in ersten Denkmalgesetzen einheitlich rote Dächer für die bayerische Stadt Dinkelsbühl fest. Hamburg 4 Mio. n.V.
8. September 2013 Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale? In jeder Gesellschaft ist eine gründliche Auseinandersetzung notwendig, um die Vergangenheit in all ihrer Schönheit aber auch mit ihren Problemen und Herausforderungen für künftige Generationen zu bewahren. Denkmale können heute „unbequem" sein, weil sie aufgrund der politischen und sozialen Umstände ihrer Entstehungszeit ein Unbehagen auslösen. Dazu zählen Bunker und Festungen, Kriegerdenkmale und Kriegsgräberstätten, Konzentrationslager der NS-Zeit oder DDR-Grenzanlagen.

Das Motto trifft auf viele Denkmale und Denkmalgattungen zu und wirft Fragen für Denkmalschützer und Denkmalpfleger auf, die am Tag des offenen Denkmals diskutiert und beantwortet wurden: Was ist wert, erhalten zu werden und weshalb? Was macht Denkmale unbequem und warum? Gibt es überhaupt „bequeme“ Denkmale?

Saarbrücken
09. September 2012 Holz Holz - ein zentraler Baustoff seit Menschengedenken - . ist bis heute in unseren Breitengraden fast immer verfügbar. Im Gegensatz zu Gesteinen oder Ziegeln ist es ein nachwachsender Rohstoff und vergleichsweise preisgünstig. Außerdem besitzt Holz einige weitere äußerst interessante Eigenschaften: Es ist zwar leicht, dabei aber in vertikaler Wuchsrichtung äußerst reiß- und bruchfest. Gleichzeitig kann Holz flexibel und gut verarbeitet werden. Aus gerüstartig verbundenen Stämmen und Balken lassen sich hervorragend sehr tragfähige Baukörper konstruieren. Man nutzt diese Vorteile bei Fachwerkbauten und Dachstühlen, aber auch beim Bau von technischen Anlagen, beim Schienen- oder Schiffsbau. Das Motto Holz sollte beim Tag des offenen Denkmals mehrfach interpretiert werden. Auch „lebendiges Holz“ in Gärten und Parks oder alte Dorflinden gehörten dazu. Weitere Beispiele waren Fachwerkkonstruktionen, Dachstühle, Kirchenausstattungen, Innenausbauten als Zeugnis von Tischler- und Schreinerkunst, Holz in Industrie und Technik, Holzkonservierung, Archäologie und Datierung durch Holz sowie hölzerne Gebrauchsgegenstände. Bremen 4,5 Mio. 8.000 / 2.700
11. September 2011 Romantik, Realismus, Revolution – Das 19. Jahrhundert Der Tag des offenen Denkmals® widmete sich einer der stilistisch vielseitigsten Epochen. Weiterentwicklungen wie auch Rückschritte prägten damals das gesellschaftliche und politische Leben und beeinflussten Architektur und bildenden Künste ungemein stark. Wirtschaftliche Blüte, verbesserte Wege und Transportmittel machten das Reisen im 19. Jahrhundert vielen erst möglich und einfach. Ideen wie Stile wurden neu miteinander kombiniert und vermischten sich über die Landesgrenzen hinaus. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit der eigenen Geschichte sowie deren romantische Verklärung führte gerade auch in Deutschland zu einer Rückbesinnung auf die Formensprache der Vergangenheit: Von der Kunst der Antike bis zum Barock wurden die unterschiedlichsten Elemente miteinander verbunden und quasi neue Stile entwickelt.

Gezeigt wurden die stilistische Vielseitigkeit, der rasante technische Fortschritt und der sich in der Architektur widerspiegelnde gesellschaftliche Wandel dieser Epoche. Rhein-Romantik, Klassizismus, Jugendstil und die nüchternen Wohnquartiere in den Arbeitervierteln großer Städte sowie technische und industrielle Denkmale und die Archäologie des 19. Jahrhunderts füllten unter anderem den Themenrahmen.

Trier 2 Mio. 3.500 / 1.200
12. September 2010 Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr Das Erweitern und Erneuen des Straßennetzes, der Bau von Eisenbahnstrecken und Schifffahrtskanälen führte zu einem deutlich größeren Warenaustausch. Und wenn Grenzen und Wege plötzlich versperrt wurden, auch dann wurde Handelsgeschichte geschrieben, denn ganze Länder verarmten. Unsere deutsch-deutsche Vergangenheit hat das ja unlängst bewiesen. Kaufmannshäuser, Bahnhöfe, Straßen, Kanäle oder historische Verkehrsmittel sind Beispiele für dieses Thema, aber auch historische Orte der Migration und kulturellen Begegnung, die den Einfluss fremder Baumeister oder Handwerker auf die Architektur zeigen. Auch Pilgerwege und Handelsrouten können zur Darstellung des Themas beitragen. Lüneburg 4,5 Mio. 7.500 / 2.600
13. September 2009 Historische Orte des Genusses „Historische Orte des Genusses“ – das Motto 2009 war ebenso vielfältig wie individuell. Für den einen ist es ein Park - ein anderer genießt lieber im Konzertsaal oder Gasthof. Auch wenn es keine Genuss-Denkmale gibt, so hat Denkmalpflege - die mühevolle Arbeit des Wiederherstellens und Erhaltens – auch viel mit Genuss zu tun. Dann nämlich, wenn die Ergebnisse für alle erlebbar werden und jeder sehen kann, dass sich der Einsatz von Geld, Arbeit und Fachwissen gelohnt hat. Und nicht selten wurden in der Neuzeit Denkmale erhalten, auch um sie in Genusstempel zu verwandeln und so ihren Erhalt zu sichern – oder umgekehrt, wenn nach dutzenden Jahren alte Kammern entrümpelt wurden, um Kammerkonzerte wieder erlebbar zu machen Alle historischen Orte und Stätten stehen im Mittelpunkt, an denen damals wie heute Genießen, die Erholung und das Vergnügen großgeschrieben werden: Von historischen Gasthäusern, Hotels, Kuranlagen und Bädern, Sport- und Spielstätten, Parks, Konzert-, Theater- und Kinosälen bis hin zu ganz privaten „Orten des Genusses“. Potsdam
14. September 2008 Vergangenheit aufgedeckt – Archäologie und Bauforschung „Vergangenheit aufgedeckt - Archäologie und Bauforschung“ war am Tag des offenen Denkmals® 2008 ein Thema, das besonders viele Besucher faszinierte. Nicht wenige konnten selbst mal Kelle und Pinsel in die Hand nehmen, um die Arbeit von Archäologen kennen zu lernen. Mit „Schatzsuche" hat das wenig zu tun - was früher noch anders war: In den Anfängen der Altertumsforschung ließen oftmals Herrscher nach archäologischen Zufallsfunden für ihre Kuriositätenkabinette suchen. Moderne Grabungswissenschaft jedoch bemüht sich um den langfristigen Erhalt der Denkmale im Boden. Sehr oft geschieht dies im Zusammenhang mit Baumaßnahmen oder nach intensiver Landwirtschaft - um zu retten, was sonst Schaufeln und Räder unwiederbringlich zermahlen würden.  Dieser Tag setzte den Schwerpunkt auf Arbeit und Arbeitstechniken der Archäologie bei der Untersuchung und Erforschung alter Baudenkmale von der Steinzeit bis in die Neuzeit. Esslingen
9. September 2007 Orte der Einkehr und des Gebets – historische Sakralbauten Sakralbauten prägen seit jeher die Silhouetten deutscher Dörfer und Städte, sie zeugen von der Geschichte des religiösen Lebens im Land. Die gewachsene Bauform, die Innenausstattung oder etwa der Klang historischer Glocken und Orgeln – das alles symbolisiert, wie Menschen Gott verehren. Jede Epoche, jede Religion hat dabei eigene typische Gebetsstätten: Kirchen, Synagogen, Moscheen, Klöster, Kapellen und Friedhöfe, aber auch zahlreiche sakrale Kleindenkmale wie Bildstöcke, Wegekreuze, Kalvarienberge oder Kreuzwegstationen. Das Motto wurde aktiv von den großen Religionsgemeinschaften mitgetragen und führte zu einer Rekordzahl an Besuchern. Regensburg 5,5 Mio. n.V. / 3.450
10. September 2006 Rasen, Rosen und Rabatten – historische Gärten und Parks Das Thema umfasste einerseits historische Parks, anderseits wurde ihre gestalterische Entwicklung durch die Jahrhunderte beleuchtet. Bereits in der Antike gab es Gärten, um herrschaftliche Villen räumlich zu ergänzten - oft mit umfangreichen Skulpturensammlungen. In der Renaissance galt es, rechteckige Gartenanlage mit vielen geometrischen Elementen anzulegen, ergänzt von verwinkelten Wegen, Grotten oder Wasserspielen. Im Barock beherrschte die Symmetrie und der Zuschnitt der Pflanzen, eine Strenge, die im 18. Jh. vom Englischen Landschaftsgarten abgelöst wurde - mit locker angepflanzten Bäumen und weiträumigen Rasenflächen. Berlin 4,5 Mio. 7.000 / 2.500
11. September 2005 Krieg und Frieden Das Thema „Krieg und Frieden" hat Deutschland über Jahrhunderte geprägt. Der 1. und 2. Weltkrieg, die Napoleonischen Befreiungskriege oder der 30jährige Krieg überrollten ganz Europa, kosteten Abermillionen Menschen das Leben, brachten Krankheit und Elend. Bau, Zerstörung, Wiederaufbau – Krieg und Frieden haben sich immerwährend auf die Architektur in Deutschland ausgewirkt. Aber natürlich sind es gerade Festungsbauten und Schlachten, die bis heute die Faszination des Grauens bewahren. Dresden 4,0 Mio.
12. September 2004 Wie läuft's? – Schwerpunktthema Wasser Der Stoff ist allgegenwärtig - als Trinkwasser, zur Körperpflege, in der Industrie oder als Transportweg. Wasser bedeutet Leben! Während man sich in unseren Breiten bis ins 19. Jh. zumeist mit dem Brunnen „vor der Haustür" begnügen musste, gab es in antiken Städten wie Rom oder Athen bereits eine zentrale Wasserversorgung mit ständig frisch gespeisten Brunnen und öffentlichen Badeanstalten. Doch viel Wissen ums Wasser ging nach dem Untergang des römischen Reichs verloren. Weimar 4,0 Mio. 6.700 / n.V.
14. September 2003 Geschichte hautnah: Wohnen im Baudenkmal „Wohnen im Denkmal“ stellte einerseits die heutige Nutzung historischer Bauten zu Wohnzwecken, andererseits geschichtliche Aspekte der Wohnkultur vor. Wohnen im Baudenkmal, das stellt für die meisten das Habitat im Altbau aus der Gründerzeit dar. Aber auch Bauernkaten, Villen und Siedlungen bis hin zu den modernen Wohntürmen der 1970er Jahre - sie alle sind bis heute bewohnt. Darüber hinaus wohnen Menschen mitunter auch in Denkmalen, die ursprünglich andere Funktionen hatten und zu Wohnzwecken umgestaltet wurden, etwa in Fabriken oder Bahnhöfen. Lübeck 4,0 Mio. 6.700 / 2.500
8. September 2002 Ein Denkmal steht selten allein: Straßen, Plätze und Ensembles Ein Ort wird auch vom Verhältnis der Bauten zueinander, von historischen Straßen und Plätzen bestimmt. Der Tag des offenen Denkmals rückte dies in den Vordergrund. Diese Stadt- und Ortsräume sind nicht nur für den Denkmalschutz relevant – sie sind auch Orte intensiver öffentlicher Nutzung. 2002 waren Fragen um neue Nutzung, Verkehr und Rückbauforderungen an Straßen, Plätzen die bewegenden Themen. Unter dem Eindruck der Hochwasserkatastrophe an der Elbe, die zahlreiche Denkmale bedrohte und beschädigte, manche gar vernichtete, bekam das Motto die doppelte Bedeutung der Solidarität mit den betroffenen Denkmalbesitzern. Eine große Spendenaktion wurde ins Leben gerufen. n.V. 3,5 Mio. 6.500 / 2.500
9. September 2001 Denkmal als Schule – Schule als Denkmal „Denkmal als Schule - Schule als Denkmal“, das lässt sich in zwei Richtungen beleuchten – so geschehen 2001. Geschichte, Werte und Vorfahren sind nur einige Punkte, die jedes Denkmal und die Auseinandersetzung hiermit offenbart. Jedes Denkmal schult und lässt verstehen, Aspekte die auch jede Schule zu vermitteln hat. Wenn dann noch die Einrichtung selbst ein Denkmal ist, schließt sich der Kreis.
10. September 2000 Alte Bauten – Neue Chancen Unter dem Jahresmotto stand die Nutzung und Umnutzung von Denkmalen im Mittelpunkt - bei gleichzeitiger Wahrung der historischen Identität. Die Denkmalkampagne sollte insbesondere Denkmaleigentümern den Impuls geben, Gebäude zu zeigen, die vorher noch nicht für Besucher geöffnet wurden. Außerdem galt es im Jahr 2000, den Tag des offenen Denkmals noch mehr ins Bewusstsein aller zu rücken.
12. September 1999 Europa – ein gemeinsames Erbe Erstmals stand ein einheitliches Motto über dem Tag des offenen Denkmals. Im Fokus standen Denkmale, die an die zahlreichen Einflüsse fremder Kulturen und Religionen erinnern, aber auch an das Miteinander in Europa – in guten wie in schlechten Zeiten. 3,2 Mio. 5.500 / 2.100
13. September 1998 Zum ersten Mal wurde der Tag des offenen Denkmals mit einer Festveranstaltung eröffnet. Quedlinburg
14. September 1997
8. September 1996 3,0 Mio. 5.000 / 1.600
10. September 1995
11. September 1994
12. September 1993 Der erste bundesweit stattfindende Tag des offenen Denkmals® 2,0 Mio. 3.500 / 1.200

LiteraturBearbeiten

  • Deutsche Stiftung Denkmalschutz (Hrsg.): Sonderheft zum Tag des offenen Denkmals 14. September 2014, Jahresthema 2014 Farbe, GGP Media GmbH, Pößneck o. J. [2014].

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Tag des offenen Denkmals – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten