Türkische Sicherheitszone in Nordsyrien

Lage der Besetzung (Stand Dezember 2018).

Die türkische Sicherheitszone in Nordsyrien (türkisch Suriye'de Güvenli Bölge, arabisch الحزام الامني السوري الشمالي, DMG al-Ḥizām al-amnī as-sūrī asch-schamālī) bezeichnet die Gebiete Syriens westlich des Euphrats, die von den türkischen Streitkräften und ihren Stellvertretern seit August 2016 während des syrischen Bürgerkriegs völkerrechtswidrig erobert wurden. Die türkisch-kontrollierte Region ist ethnisch vielfältig. Es wird überwiegend von Turkmenen, Arabern und Kurden bewohnt. Die Überlegungen bezüglich einer Sicherheitszone reichen auf das Adana-Abkommen von 1998 zurück.[1][2]

VerlaufBearbeiten

Die türkische Militäroffensive auf Afrin begann offiziell am 20. Januar 2018. Das Territorium der von der Türkei kontrollierten Region lag Ende September 2018 vollständig in den nördlichen Gebieten des Gouvernement Aleppo, wobei sich die Südspitze des Territoriums 40 Kilometer nordöstlich der Stadt Aleppo befand. Das Territorium grenzte im Süden an das von Rebellen gehaltene Gouvernement Idlib.

Am 9. Oktober 2019 folgte die türkische Militäroffensive in Nordsyrien. Die Türkei drang in die nördlichen Provinzen Syriens östlich des Euphrats ein.

PositionenBearbeiten

Die Regierung Syriens lehnt die Anfang August 2019 zwischen der Türkei und den USA vereinbarte Sicherheitszone im Norden Syriens als Verletzung ihrer territorialen Integrität ab.[3]

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker verlangte Mitte Oktober 2019 von der Türkei, die Offensive zu beenden; Frankreich kündigte an, eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats zu beantragen.[4]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://europa.eu/rapid/press-release_PESC-98-129_de.pdf
  2. https://www.faz.net/aktuell/politik/vereinte-nationen/tuerkei-und-syrien-neuinterpretation-alter-partnerschaft-11713540.html
  3. https://www.dw.com/de/syrien-lehnt-sicherheitszone-im-norden-ab/a-49934503
  4. https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-10/nordsyrien-tuerkei-beginnt-offensive-gegen-kurden